"...und was ist denn eigentlich die Lüge? Doch nichts anderes, als die Wahrheit in einer Verkleidung.." Lord Byron
Ich beginne mit einem Zitat aus diesem wunderbaren Buch, dessen Aussage sich wie ein roter Faden durch die ganzen 638 Buchseiten zieht.
"Bis ans Ende aller Tage - Die Geschichte einer Liebe" ist mit Abstand das fesselndste, romantischste und aufregendste Buch, daß ich seit längerem lesen durfte. Die Geschichte der Hartes und Golds zieht den Leser von Anfang an in einen Bann, der sich erst zum Ende wieder lösen läßt. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen und so schließe ich mich den vielen Rezessionen vor mir an, wenn ich nun beschreibe, daß auch ich es in nur 3 Tagen "durchlitten" und wie gebannt durchgelesen habe.
Neben der spannenden Kriminalgeschichte legt sich eine ebenso wunderschöne, wenn auch tragische Liebesgeschichte offen.
Der Autorin ist diese Gradwanderung sehr gut gelungen. Mit klarem Ausdruck nimmt sie uns mit auf eine Entdeckungsreise und weckt eine schier unglaubliche Neugierde beim Leser, so daß es stellenweise kaum noch zu ertragen ist, das Ende der Geschichte abzuwarten. Und auch der Ausgang dieser Geschichte ist wieder überraschend. Er lässt viel Raum für eigene Gedanken und gibt dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte individuell weiterzuspinnen. Kein überschaubares Happy-End im ursprünlichen Sinne, daß nach all diesen vielen Seiten sehr flach und überschaubar gewirkt hätte. Auch hier bleibt es spannend und glaubwürdig. Insgesamt ist das ganze Buch flüssig zu lesen und steckt voller kleiner Tiefgründigkeiten, die mich über Sinn und "Un"sinn im Leben und in der Liebe, über Sachzwänge und selbstauferlegte Zwangsläufigkeiten haben nachdenken lassen. Ein unverzichtbares Plädoyer dafür, wie unvermeidlich eng Liebe und Leid miteinander verbunden sind und klar wiederspiegelt, was es bedeutet, Mensch zu sein mit all seinen Konsequenzen.