Die Langversion von Wim Wender's Filmepos "Bis ans Ende der Welt" ist auf jeden Fall sehenswert, da sie sehr komplex und vielschichtig ist. In all den Stunden, die es gedauert hat, diesen Film anzusehen, ist mir nie langweilig geworden. Es macht Spass, der Geschichte um die Protagonisten zu folgen.
Jedoch, ein dickes Minus verdient ein unlogischer Aspekt der Geschichte, in den sich Wim Wenders verrannt hat: Naemlich, dass wir, wenn wir unsere Traeume alle auf einem Bildschirm sehen koennten, dann zu selbstbesessenen Autisten wuerden. In Wahrheit waere es wohl eher so wie eine Fernsehsendung.
Auch traeumen die Protagonisten nur von vergangenen Ereignissen, was totaler Unsinn ist, und nicht der Realitaet der meisten Traeumenden entspricht.
Positiv sind die vielen Anspielungen auf die Technik im Film, ueberhaupt die Ausstattung, und die wunderschoenen Panorama-Filmaufnahmen der vielen Gegenden, durch die die Protagonisten reisen. Ein Science-Fiction-Roadmovie also, und gar kein schlechter.
Insgesamt wuerde man sich viel mehr solche Filme wuenschen, die lang sind und dadurch mehr Ausdrucksmoeglichkeiten haben. Schade, dass das die Filmindustrie noch nicht erkannt hat. Warum nicht mal eine Filmvorfuehrung zum Tagesevent machen, mit Pausen und Speisen und Getraenken? Das waere mal eine schoene Abwechslung!