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Bis an das Ende der Nacht [Taschenbuch]

Christopher Coake , Sabine Roth
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (11. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442459931
  • ISBN-13: 978-3442459933
  • Originaltitel: We're in Trouble - Stories
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 589.120 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christopher Coake
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

„Beim Lesen dieser Geschichten werden Sie vergessen zu atmen." In großen roten Buchstaben prangt das Nick-Hornby-Zitat auf dem Cover von Christopher Coakes „Bis an das Ende der Nacht". Wie unsympathisch - da soll ein Debüt via Namedropping verkauft werden! Allerdings sind einige von Coakes Texten über Liebe, Tod und Einsamkeit wirklich grandios. Zum Beispiel „Rückhaltlos": Der Drogendealer Brad wird mit seiner Freundin in einer abgelegenen Hütte eingeschneit und muss hilflos zusehen, wie jegliche Wärme langsam aus dem Körper des Mädchens weicht. Alle Geschichten enden an dem Punkt, an dem der jeweiligen Hauptfigur die eigene Befindlichkeit am deutlichsten bewusst ist. So kommt kein Text zu einem inhaltlich runden Abschluss; der amerikanische Autor legt seinen Schwerpunkt statt dessen auf das Beschreiben von intensiven Gefühlen. Schade nur, dass er dabei mehrmals ins Klischeehafte abrutscht. In seiner Titelerzählung „Bis an das Ende der Nacht" zum Beispiel lässt er ein lesbisches Paar am Kinderwunsch verzweifeln. (jul) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Gern würde ich für mich in Anspruch nehmen, Christopher Coake entdeckt zu haben, aber Schriftsteller wie er lassen sich nicht ›entdecken‹. Denn die Qualität seiner Geschichten ist zu offensichtlich, als dass er lange unbemerkt bleiben könnte (…) Beim Lesen dieser Geschichten werden Sie vergessen zu atmen.« (Nick Hornby )

»Die sieben Geschichten sind alle vom selben existenziellen und literarischen Kaliber: gnadenlos hart und abgründig wahr. Wer am Ende des Buches nicht ein Coake-Fan geworden ist, dem ist nicht zu helfen.« (Der Spiegel )

»Glänzend, aufregend, zeitweise komisch und manchmal herzzerreißend traurig: Selbst wenn einen die Geschichten in die tiefsten Tiefen der Verzweiflung führen, man kann einfach nicht aufhören zu lesen.« (Bookseller )

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hornby hat recht 26. November 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Mir gefielen eigentlich weder das hässliche Cover noch das marktschreierische Nick-Hornby-Zitat auf der Vorderseite. Im Buchladen habe ich dann allerdings ein Paar Seiten gelesen und war begeistert. Ich habe mich beim Lesen der Geschichten mehrfach dabei ertappt, dass ich mit vor Schreck geweiteten Augen fieberhaft eine Seite nach der anderen verschlungen habe, die HAnd hatte ich vor den Mund gepresst. Die Storys sind unglaublich packend, bessere Kurzgeschichten haben ich seit JAhren nicht mehr gelesen. Wer von den Geschichten nicht berührt wird, dem ist nicht zu helfen....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Sieben Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein können und nach deren Lektüre ich dachte: Bin ich schon durch?! Schade!

Bestimmt gibt es Leser, die diese vor Emotionen strotzenden Geschichten über Liebe, Hass, Sehnsucht, Trauer, Verzweiflung (und mehr!) kitschig finden. Ich gehöre nicht dazu. Es handelt sich hier um tolle Erzählungen, mit Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl zu Papier gebracht, wie ich meine. Hier mal zwei herausgegriffen:

Ein einseitiger Kinderwunsch kann eine Partnerschaft stark belasten. Das ist auch bei dem lesbischen Paar in dieser Geschichte nicht anders. An dem Punkt jedoch, an dem sie an einem Wendepunkt gelangen, werden die Frauen, völlig unerwartet, vom Schicksal auf schlimmste Weise geprüft.

Einer beinahe ebenso schweren, wenn auch gänzlich anderen Prüfung, muss sich ein Mann unterziehen, der nach dem Tod seiner Freunde der "Ersatzvater" für den kleinen Sohn sein soll, den sie hinterlassen. Das Schlimme: Noch ahnt das schlafende Kind nicht, dass es Vater und Mutter verloren hat und sein Leben in Scherben liegt - und es ist ausgerechnet an dem Mann der sein Vater soll, diese vermeintlich heile Welt zu zerstören.

Sämtliche Figuren in dem Buch wirkten auf mich durchgehend authentisch. Ich habe hier Charaktere gefunden, die ich allesamt glaubwürdig fand. Ich hatte nicht das Gefühl eine Geschichte zu lesen, sondern ein wahre Begebenheit. Und doch waren die Wendungen überraschend. Den Erzählstil finde ich lebendig und spannend.

Einziger "Kritikpunkt": Die Geschichten haben ein offenes Ende. Wer lieber einen klaren Schlusspunkt mag - und das ist bei vielen Lesern der Fall - wird sich mit den fehlenden Enden" möglicherweise schwertun. Mir ging es bei der ein oder anderen Geschichtet jedenfalls so.

Aber es bleibt dabei: Ich finde "Bis an das Ende der Nacht" empfehlenswert und habe es mit großem Vergnügen verschlungen. Das Erstlingswerk des Autors kann ich somit nur als gelungen bezeichnen. Es zeigt außerdem, dass Kurzgeschichtenbände wirklich zu Unrecht so wenig Aufmerksamkeit finden, denn einige sind m. E. absolut lesenswert! Wie z. B. auch "Zwischen Nacht und Dunkel", von Stephen King (alter Hase!), "Der Ausbruch" von Petra Hammesfahr (schon älter), "Die Totmacher" von Sabine Ludwigs (ebenfalls ein Erstling) oder die kurzen, unheimlichen Geschichten von Chris Priestley (einfach gut!) - um hier spontan ein paar zu nennen, die mir gut gefallen haben!
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Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichten in diesem Buch gehören zum Eindringlichsten und Fesselndsten, was Literatur leisten kann. Coake hat diese Geschichten kurz nach dem Tod seiner ersten Frau geschrieben. Offenbar hat sein persönliches Leid einen gewaltigen Strom an dunkler, kreativer Energie freigesetzt. Ergebnis sind diese erschütternden und in ihrer tiefen Traurigkeit fast schon beängstigenden Stories. Erzählerisch bietet diese Kurzgeschichtensammlung amerikanisches Story-Telling in bester Tradition und auf höchstem Niveau. Aber die Inhalte haben es in sich: Coake zieht uns als Leser, unter dem Eindruck des leidvollen Sterbens seiner Frau stehend, mit großer Kraft auf die dunklen Seiten des Lebens. Fast jede Geschichte handelt vom Tod, von Verlust oder von der Angst vor beidem. Das ist düsterer Stoff, der dank der unglaublichen Erzählkunst dieses Autors dennoch einen unwiderstehlichen Sog entwickelt. Dieses Buch wirkt nach, und man braucht viel Lebensfreude und Mut, um das Gefühl der Irritation und Niedergeschlagenheit, das sich nach mancher Geschichte einstellt, einigermaßen schnell wieder abschütteln zu können. Sensible Gemüter seien deshalb gewarnt: Anders als beim Krimi, Horror- oder Schauerroman kann man das Gelesene nicht mal eben mit dem Zuklappen als unterhaltsame Fiktion abtun. Das Leid und die Ängste, die Coake schildert, sind real und werden täglich gespeist. Wer sein Leben liebt und Dinge hat, aus denen er Freude schöpfen kann, der wird die Dunkelheit der Nacht, wie Coake sie hier schildert, ertragen können. All diesen Lesern wird dieses Buch ein großer Gewinn sein. Wer ohnehin schon traurig oder verwzeifelt ist, sollte sich das nicht antun - das Buch ist einfach zu gut, als dass man sich schnell wieder davon erholen könnte.
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