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Das Universum des Lichts. Von Edisons Traum bis zur Quantenstrahlung von David Bodanis |
von David Bodanis
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von Richard P. Feynman
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von Dieter B. Herrmann
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von Jared Diamond
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Bodanis' Buch beschäftigt sich hauptsächlich damit, was diese Voraussetzungen genau sind. Es ist eine Hommage nicht nur an Albert Einstein, sondern auch an seine Vorgänger, wie zum Beispiel James Maxwell, Michael Faraday und Antoine Lavoisier, die heute weit weniger bekannt sind. Indem er ein Gleichgewicht herstellt zwischen schriftstellerischer Energie und wissenschaftlichem Gewicht, ist Bodanis ein Handbuch der modernen Physik und der Kosmologie gelungen. Er beschreibt das heutige Universum als einen Ausdruck von Masse, die, in der weit entfernten Zukunft, wieder zurück zur Energieseite der Gleichung übergehen und damit das "Reich der Materie" mit "einer großen Stille" ersetzen wird -- eine Vision, die gleichermaßen schön und zutiefst erschreckend ist.
Ohne in die seichte Psychobiografie abzudriften, untersucht Bodanis auch andere Voraussetzungen, nämlich Einsteins Vorgeschichte und seinen Charakter, die sich mit seiner Intelligenz verbanden, um die einzigartige Betrachtungsweise zu schaffen, mit der er die Funktion der Dinge untersuchte -- eine Betrachtungsweise, die die Welt verändern sollte. --Gregory McNamee -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzum: es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu schreiben. Mit diesem Fazit beschließt der Publizist David Bodanis glaubhaft seine Monographie über die wohl schillerndste aller naturwissenschaftlichen Formeln: E=mc2. Leider nur ist der Mordsspaß beim Abfassen streckenweise mit dem Autor durchgegangen. Die an sich ulkige Idee, einer einzigen physikalischen Gleichung eine ganzes Buch zu widmen mit einleitenden Kapiteln zu E, zu =, zu m, zu c und zu hoch 2 leidet von vornherein an der misslungenen Gewichtung von themarelevanten und -irrelevanten Inhalten. Gern hätte man beispielsweise etwas über die mentalitätsgeschichtlichen Auswirkungen der Relativitätstheorie in den 20er Jahren erfahren, als sich die Rezeption der Einsteinschen Physik in der Tagespresse folgenreich mit politischen und Weltanschauungsfragen mischte und nahezu jedermann über die Gleichheit von Energie und Masse, über Längenkontraktion und Zeitdilatation philosophierte. Stattdessen werden Bodanis Leser großzügig mit Beiläufigkeiten aus dem Leben dieses Vorläufers oder jenes Nachfolgers von Einstein bedacht. Doch das ist noch nichts gegen die eifrig vom Autor propagierten wissenschaftshistorischen Unwahrheiten im Kernstück seiner Sensationsgeschichte über die berühmte Zauberformel. Unschön ist hier vor allem die tendenziöse Darstellung von Werner Heisenbergs Beteiligung an den Versuchen, Einsteins Gleichung in Gestalt einer funktionstüchtigen deutschen Atombombe eine eindrückliche empirische Bestätigung zu verleihen. Bodanis scheut weder implizite noch explizite Sprachmittel, den im Hitler-Deutschland verbliebenen Physiker als beflissenen politischen Überzeugungstäter zu verkaufen, der sich dem NS-Regime immer wieder neu anbiedert, eine Uranbombe mit unvorstellbarer Sprengkraft zu bauen und das natürlich auf dem Rücken von KZ-Insassen! Dass der Physiker Heisenberg bis etwa 1941 aus ideologieimmanenten Gründen vielmehr einen extrem schwachen Rückhalt bei den politischen Machthabern hatte und dass das Heereswaffenamt an alles Andere dachte als an eine breite Förderung jüdischer Physik, pervertiert unter Bodanis Feder in die historisch falsche Aussage, das Dritte Reich hätte beim Bau der Bombe gegenüber den Alliierten dank Heisenbergs Initiative einen eigentlich unaufholbaren Vorsprung von zwei Jahren intensiver Forschung gehabt. Ansonsten präsentiert das Buch in seichtem Plauderton die wichtigsten Vor- und Nachläufer Einsteins sowie die Bedeutung seiner Formel nicht nur für das Militär, sondern auch für die Astrophysik. Der Bogen spannt sich dabei von Faraday bis Chandrasekhar. Bleibt am Ende die Frage nach dem irreführenden Titel der deutschen Übersetzung: Bis Einstein kam erweckt den Eindruck, als handle es sich hier um eine Darstellung der klassischen Physik bis zu ihrer Vollendung durch die Relativitätstheorie. Stattdessen dreht sich alles nur um die eine Formel. Der Originaltitel, wortgetreu übersetzt, hätte es doch getan: E=mc2: A Biography of the World's Most Famous Equation! Rezensent: Dr. Carsten Könneker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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