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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch bedenklich für eine aktuelle Filmproduktion, Bonusseitig ebenfalls ein Flop.
Bild: Es ist unerkläbar, wie es bei einem so aktuellen Film zu so deutlichem Grieseln kommt (z.B. 00.06.25, 00.07.20, 00.43.12). Detailtiefe Einstellungen wirken so stets unruhig und gehemmt in ihrer visuellen Entfaltung. Das stets flächig, weiche Bild kann kaum begeistern (00.34.45, 00.43.00). Der durchweg befriedigende Kontrastumfang kommt auch nicht so recht zur Entfaltung, denn die Farbsättigung wurde bewußt auf Mattheit getrimmt. In nicht komplett ausgeleuchteten Szenen verschluckt der Kontrast dann auch schon mal Gesichtshälften (00.10.52, 01.08.40). Die Kompression kann hier nur mühsam Schlimmeres verhüten und zeigt sich bei nächtlichem Schaukeln mit wilden Nachziehern am Ende ihrer Möglichkeiten (00.54.15).
Ton: Schon im Anfangssong klingt das breit angelegte symphonische Thema des Filmes traumhaft leicht und gelöst von den Lautsprechern, das man über die nachfolgende Stille betrübt ist. Die englische Originaltonspur klingt wieder einmal heller, echter, als die doch etwas höhenbedämpfte deutsche Synchronfassung. Englische Dialoge klingen etwas präsenter, näher am Mikrofon aufgenommen, als die zwar schärfer ortbare, aber doch etwas aufgesetzte deutsche Synchrondarbietung. Der Gesamteindruck ist rexht effektarm und fronlastig in seiner Raumentfaltung. Lediglich die Musik vermag die nach hinten offene Lücke einigermaßen zu füllen.
Extras: Das Kapitelmenü enthält nur die Ziffern, einSzenen-erklärender Text fehlt und damit eigentlich auch der Sinn eines Kapitelmenüs. Als Extra gibt es lediglich den US-Kinotrailer. Ein wirklich deutliches Beispiel für eine verfehlte Preispolitik, denn 20! Euro für einen Film mit Basismenü und dieser Ausstattung ist traurig. Wenigstens werden Hörgeschädigtenuntertitel geboten. --movieman.de
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Nicht nur der Look, sondern scheinbar auch der ganze Film strahlt Kälte aus. Kunst oder gekünstelt?
Nicole Kidman spielt routiniert auf hohem Niveau, erreicht dabei jedoch nicht die Intensität wie in „The Hours" oder „Eyes Wide Shut". Überrascht hat mich Anne Heche, die ein faszinierendes Spiel darbot. Leider schätze ich Cameron Bright als Fehlbesetzung ein. Durch sein Unvermögen oder auch diesbezüglich dem Unvermögen des Regisseurs wirken viele Szenen einfach unglaubwürdig bzw. befremdlich. Der 3-Minuten Close-Up auf Nicole wäre nicht beanstandenswert, wäre er nicht so deplaziert. (Der Zuschauer ist noch gar nicht richtig in die Geschichte involviert)
Gerade das Ende zeigt noch einmal auf, wie verletzbar und teilweise sogar psychotisch die Charaktere eigentlich sind [incl. Sean(?)]. Deshalb ist mir jedwede Kritik am facettenreichen und klugen Ausgang des Films unverständlich.
Fazit: leider, leider, leider keine uneingeschränkt gute DVD (Achtung: keine Extras!!!).
Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes Sean ist Anna wieder bereit den Bund der Ehe einzugehen. Doch dann taucht wie aus dem Nichts der zehnjährige Sean auf und behauptet die Reinkarnation ihres verstorbenen Ehemannes zu sein. Ihrem gesunden Menschenverstand folgend weist Anna natürlich den Jungen ab und sträubt sich dagegen auch nur ein einziges Wort davon zu glauben. Doch der kleine Mann ist hartnäckig und lässt sich nicht so einfach abweisen. Auch die verständigten Eltern sind nicht in der Lage ihm seine Behauptungen auszureden. Doch mit der Zeit beginnt Anna an ihrer Einstellung zu zweifeln, nach dem der kleine Sean nach und nach sein anscheinend umfangreiches Wissen über intime Details der beiden offenbart...Könnte er doch ihr Ehemann Sean sein?
Nach „Sexy Beast" ist Jonathan Glazer wieder einmal ein außergewöhnlicher Film gelungen, der die Gemüter spaltet. Während die einen diesen Film für ein Meisterwerk halten, werfen andere ihm pädophile Züge und Eintönigkeit vor. Nun ist es so, dass dieser Film ganz bestimmt keine leichte Kost ist und dem Zuschauer einiges abverlangt.
Zum einem sind da die langen Kameraeinstellungen, wie zum Beispiel die Anfangsszene, wo der Zuschauer einen Jogger in einer minutenlangen Kamerafahrt verfolgt. Doch erzeugt gerade auch diese Szene eine wichtigen Einstieg in den Film, denn es wird klar, dass dieser Film seinen eigenen unkonventionellen Regeln folgt.
Auch verlangen diese Einstellungen den Schauspielern Höchstleistungen ab, die diese bravourös meistern. Vor allem die Leistung von Nicole Kidmann ist überragend, die in einer zwei Minuten langen Szene alleine durch ihren Gesichtsausdruck, dem Zuschauer den ganzen inneren Kampf ihrer Figur Anna verdeutlicht. Erwähnenswert ist aber auch das Talent des jungen Cameron Bright, der die Rolle des jungen Sean überzeugend verkörpert.
Auf manche Zuschauer allerdings können diese langen Einstellungen befremdlich wirken, da man hier die „message" nicht wie gewöhnlich auf einem silbernen Tablett präsentiert bekommt, sondern sich vielmehr auf die Szenen und die Schauspieler einlassen muss, sich in sie hineinfühlen muss, um dem Geschehen folgen zu können. Insofern wird dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangt und der Wille, sich auf diesen Film einzulassen, vorausgesetzt. Dafür wird er jedoch auch mit einem bemerkenswerten Filmerlebnis belohnt, dass einen zum nachdenken anregt.
J.Glazer wanderte mit diesem Film durchaus auf einem schmalen Grat. Vor allem die beiden höchst kontroversen Szenen (1. Anna und der kleine Sean in der Badewanne zusammen/ 2. küsst Anna den kleine Sean einmal) haben die Verärgerung vieler Zuschauer hervorgerufen. Doch werden gerade diese Szenen, die essenziell für das Verständnis des Filmes sind, besonders sensibel und subtil umgesetzt. Es geht hierbei auch nicht so sehr um die Beziehung von Anna zu dem kleinen Sean, als vielmehr um die zu ihrem verstorbenen Mann. Trotz einer Zeitspanne von 10 Jahren ist Anna bereit ihren Verlobten sitzen zulassen und sich erneut in ihren (verstorbenen) Mann zu verlieben, es ist sogar schon ein bisschen romantisch wie J.Glazer hier die Unvergänglichkeit der Liebe postuliert.
Es geht hier eher um Themen wie „Loslassen" und „weiter zu leben" nach dem Tod einer geliebten Person, sich von der Vergangenheit zu lösen und weiter zu gehen. Und wie schwierig das ist, zeigt Glazer genau durch die Beziehung Anna's zum kleinen Sean. Anna ist bereit, trotz der Umstände, gegen den Widerstand ihrer Familie mit dem kleinen Sean wegzulaufen und die Verachtung der Gesellschaft auf sich zu ziehen, nur um die Möglichkeit zu haben irgendwann mal wieder mit ihrem geliebten Ehemann Sean (also quasi warten bis der kleine Sean erwachsen wird) zusammen zu sein. Demnach geht es hier gar nicht um Mystery, Reinkarnation oder Kindesmissbrauch (wie von vielen fälschlicherweise angenommen), sonder einzig und allein ums „Loslassen".
Fazit:
Ein gewagter Film der dem Zuschauer einiges abverlangt, dafür aber ein höchst interessante und unkonventionelle Erzählweise bietet, die den versierten Cineasten begeistern sollte.
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