Als einer, der schon mehrmals über viele Jahre in Burma war und im Gegensatz zum Autor dieses Buches auch abseits der Haupttouristenroute, war ich gespannt auch diesen Reisebericht.
In dem Buch ist es aber leider kaum gelungen den Flair und die Faszination dieses Landes einzufangen und schon gar nicht wenn man unzählige Male den Begriff ,breites Grinsen, erwähnt, einfach unpassend.
Aus meiner Sicht reicht es nicht, nur die Standardtouristenrote zu bereisen und dem Leser zu erzählen, wo und wie man möglichst billig über die Runden kommt. Die Beschreibung z.B. vom Inle-See und Umgebung ist einfach nur dürftig, da wurden schlicht und einfach die Juwelen wie z,B. Sankar und Tharkang nicht besucht. Vielleicht hätte der Autor auch etwas wenig Geld investieren können und sich für die Pagodenstadt Indein einen Local Guide engagieren sollen, dann hätte er nicht durch die Shopping-Arkade zum Pagodenhügel aufsteigen brauchen. Es gibt dort so viele verschlungene Pfade mit faszinierenden Einblicken in die zum Teil verfallen Pagoden hinauf zum Hügel.
Der Autor hat auch vergessen zu erwähnen, was mittlerweile für ein touristisches Treiben in den Booten vor der U-Bein Brücke beim Sonnenuntergang stattfindet, das ist kein Individualtourismus mehr und sollte auch nicht als solcher beschrieben werden!