Das Gärkörbchen von Birkmann ist nicht zum Backen geeignet, sondern nur zum Gehen bzw. Gären, damit das Brot die Form hält. Die Brote passen sich sehr gut an und behalten auch nach dem Stürzen auf das Blech die Form bei, sofern es recht bald in den Ofen geschoben wird. Dabei bekommen die Brote durch die Beschaffenheit des Körbchens eine geriffelte Oberfläche, die zumindest bei Roggenteigen, womit ich es bisher nur getestet habe, auch nach dem Backen sichtbar ist. Damit die Brote gut aus der Form herausrutschen, sollte diese vorher großzügig mit Mehl eingestäubt werden. Dann funktioniert das einwandfrei. Wenn der Teig jedoch mal sehr weich und feucht geraten ist, dann bleibt schon mal etwas an dem Körbchen hängen. Das ist aber kein Problem. Einfach den Korb trocknen lassen und dann lassen sich auch die trockenen Teigstückchen lösen.
Das Gärkörbchen sollte man laut beigefügter Anleitung, die kurz aber schon informativ ist, nicht auswaschen, weshalb ich immer die Restwärme nach dem Brotbacken im Ofen nutze (max. 100°C), um es zu desinfizieren.
Die Verarbeitung des Gärkörbchens konnte allerdings nicht überzeugen. So hat es eine sehr rauhe Oberfläche mit vielen kleinen abstehenden Fasern, an denen man sich sicher schnell einen Splitter einfangen kann. Außerdem war meines bei der Lieferung übersäht mit winzigen Holzspänen, was sehr viel Zeit und Mühe gekostet hat, diese zu entfernen. Ich habe noch ein anderes Gärkörbchen von einer anderen Firma, das dagegen eine sehr glatte Oberfläche hat und deutlich sauberer bei mir ankam.
Des Weiteren finde ich die Größenangabe sehr irritierend. Meine reinen Roggenbrote waren vorher in etwa um die 1000g, wenn sie aus dem Ofen kamen. Das Gärkörbchen ist allerdings bei dem Teig für ein 1000g-Brot bereits ausgefüllt, wenn es noch nicht gegangen ist. Das führte dazu, dass diese Brote während dem Gehen oft übergelaufen sind. Ich fand, dass diese Größe des Gärkörbchens sich aber ideal für ein 800g-Roggenbrot eignet. Ich denke, dass bei hellen Broten auch schwerere Teige in diesem Korb gemacht werden können, da zumindest meine stabiler sind, weshalb ich dafür auch kein Gärkörbchen verwende.
Fazit
Generell eignet sich das Gärkörbchen sehr gut für Roggenteige, da diese gerne beim Gehen auseinanderlaufen und so hält man sie in Form ohne dabei Probleme bei dem Herauslösen aus dem Korb zu haben. Die Verarbeitung lässt dabei zu wünschen übrig. Zudem sollte man die angegebenen Gewichte der Brote für dieses Körbchen pessimistisch betrachten und eher die untere Grenze als Richtwert nehmen.