Kurzbeschreibung
Mit „Bird-Brains“ erscheint das Debütalbum des Projekts tUnE-yArDs, eine gleichermaßen außergewöhnliche wie einnehmende Sammlung von 13 Songs, die zwischen den Koordinaten DIY und LoFi-Folk noch überraschend viel Raum findet für Weltmusik, RnB und einen Schuss Dancefloor. Merrill Garbus startet ihr Projekt 2007. Ausgestattet mit einem tragbaren Digitalrekorder schneidet sie Jahren spontane Einfälle, Melodieskizzen, Umgebungsgeräusche, Gespräche und akustische Schnipsel aller Herkunft und Couleur mit, die sie zu einem eigentümlichen phonetischen Sammelsurium anhäuft.Zuhause ist die Mittzwanzigerin im Eldorado des kanadischen Pop, ihrer Wahlheimat Montreal. Hier beginnt sie, Flächen und Rhythmen aus den klingenden, klackenden und krachenden Sounds ihres Klangschatzes zu basteln, die sie zu den Fundamenten für jene Songs macht, die sich auf „Bird-Brains“ befinden. Beeinflusst zeigen sich die einzelnen Stücke dabei nicht nur von verschiedenen, prägenden Eindrücken aus Garbus’ Kindheit sondern auch von den bewusst schlichten Mitteln, mit denen die Aufnahmen entstehen. Neben besagtem Digitalrekorder sind dies eine Ukulele, ein simples Shareware-Programm zum Mischen der Spuren und ihre Stimme. Trotz aller Bescheidenheit bei der Wahl der Mittel, liefert ihr Debütalbum gerade aufgrund von Merrills umso verschwenderischerer Phantasie beim Songwriting und ihrer stimmlichen Bandbreite ein faszinierendes Spektrum an Sounds und Wirkungen, die sich beim Hören einstellen. Ob einnehmende Folk-Miniaturen wie der Eröffnungstrack „For You“ und „Synonynonym“, ob der extrem spröde Track „Hatari“, der Old-School-Beats mit traditionell afrikanisch anmutenden Gesang verbindet, oder „Sunlight“, ein Song, der zugleich M.I.A., Blonde Redhead und die frühen Pavement heraufbeschwört: tUnE-yArDs pflügt das alte Feld des LoFi-Folk kräftig um und wagt den Quantensprung von der charakteristischen Zurückhaltung des Genres hin zur großen Geste, die völlig unverkrampft aus dem Fundus des globalisierten Pop zitiert.