Kurzbeschreibung
Bipolare Störungen sind nicht eindimensional zu verstehen oder zu behandeln. Therapeuten müssen zwischen den verschiedenen methodischen Schulen zuhause sein und mit den Polaritäten arbeiten. Bei der manisch-depressiven Erkrankung ist eine grundsätzliche Balance aus dem Gleichgewicht geraten, eine Balance von Nähe und Distanz, von fremden und eigenen Ansprüchen und Erwartungen etc. Was die Betroffenen also lernen müssen, ist, ihr Leben in sozialen Prozessen auszubalancieren, erst dann erübrigt es sich, in extreme Pole auszuweichen. Der Psychologie Thomas Bock und der Arzt Andreas Koesler werben für ein umfassendes Verständnis bipolarer Störungen, für eine psychothera-peutische Grundhaltung, die Medikation integriert, über Edukation hinausgeht und die Angehörigen einbezieht. Ausführlich stellen sie ihr in zehn Jahren entwickeltes und bewährtes Gruppentherapie-Konzept vor, das offenbar gerade Menschen mit bipolaren Störungen große Chancen bietet: durch eine spielerische Arbeit mit Polaritäten, einer gegenseitig unterstützenden Begleitung durch Krisen, der Stärkung von Ressourcen und Kompetenzen und einer besseren Selbstwahrnehmung, gespiegelt durch die anderen Teilnehmer.
Der Verlag über das Buch
Es ist ein Therapiebuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Es agiert schulenübergreifend und ist verständlich und konkret. Theorie und Praxis sind auf dem aktuellen Wissenstand.
Über den Autor
Thomas Bock, Dr. habil., Jahrgang 1954, ist Psychologe und leitet die Sozialpsychiatrische Ambulanz am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg. Mitinitiator der Psychose-Seminare. Zahlreiche Veröffentlichungen. Andreas Koesler, Jahrgang 1968, Dr. med., Arzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätskrankenhauses in Hamburg-Eppendorf. Verhaltenstherapeutische und systemische Ausbildung, Forschung zur Gruppentherapie bipolarer Störungen.