Zu Beginn des Buches war ich voller Vorfreude auf eine spannende, mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen gestützte, Geschichte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin enttäuscht, nach der letzten Seite blieb nicht nur das Gefühl ein nicht ganz fertiges Werk gelesen zu haben, sondern auch der nachhaltige Eindruck über eine abstruse, in weiten Teilen unnötig übertriebene und mit flachen Charakteren ausgestattete Geschichte.
Zurückblickend würde ich sagen, an vielen Stellen wäre weniger einfach mehr gewesen. Es wurden viele kleine Teilgeschichten eröffnet, welche dann nicht weiter erzählt oder viel zu schnell beendet wurden. Es gab so viele Charaktere, die allesamt leblos und eindimensional wirkten, so dass ich ständig mit den Namen durcheinander geraten bin. Die Art wissenschaftliche Ansäte zu verarbeiten mag Geschmackssache sein, erinnerte aber eher an einen abwegigen Ausflug in das Reich der Absurditäten und spätestens ab dem Zeitpunkt des Entdeckens einer menschenähnlichen Lebensform (seltsamerweise eher gegen Ende des Buches), war für mich jeglicher Anspruch verloren gegangen.
Ich bin der Meinung, dass die Grundlage des Buches vielversprechend ist und auch der Anfang einige Erwartungen erzeugt. Der Rest der Geschichte fühlt sich dann aber schnell herunter geschrieben und nicht komplett an.