Der Wissenschaftsjournalist Marco Bischof, der am 24. April 1947 kurz nach Mitternacht in St. Gallen das Licht unserer Welt erblickte, beschreibt in seiner acht Jahre langen Recherche fesselnd die Geschichte der Lebenskraft von ihren Anfängen in der Antike bei den Aegyptern, über indische, tibetische, chinesische Auffassungen bis hin zu den Vorstellungen des Mediziners Paracelsus. Sie wird fortgesetzt über die Elektrobiologie, eingeführt vom italienischen Frauenarzt Galvani, und den Vitalismus (Mesmer, Reichenbach, Reich) bis hin zum russischen Biologen Alexander Gurwitsch, mit dem die eigentliche moderne Biophotonenforschung beginnt. Obwohl die amerikanischen Forscher Hollaender und Claus der Gurwitsch-Strahlung vor dem zweiten Weltkrieg ein Ende bereiteten, wurde mit der Erfindung des Photomultipliers in den fünfziger Jahren durch italienische Wissenschaftler der entgültige physikalische Nachweis der Biophotonen erbracht. Die Wiederbelebung der westlichen Zellstrahlungsforschung nach dem Zweiten Weltkrieg ist zu einem guten Teil das Werk des deutschen Biophysikers Fritz-Albert, der heute auf der Raketenstation der Museumsinsel Hombroich bei Neuss tätig ist. Seit 1986 hat sich die Zahl der Forschungsgruppen, die sich mit der Zellstrahlung beschäftigen, vervielfacht und die Anwendungen in den Bereichen Krebsforschung, Biotechnologie, Biosensoren und Lebensmittelqualität nehmen immer einen breiteren Raum ein. Marco Bischof, der heute in Berlin lebt, ist nicht durch eine naturwissenschaftliche Ausbildung mit den Biophotonen bekannt geworden. Er ist 1976 bei der Familie Haas, in deren Haus auf der Lueg im Emmental, zum ersten Mal auf Informationen über Biophotonen gestossen. Er fand damals eine Ausgabe der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" mit einem Bericht über die Arbeit des Biophysikers Fritz-Albert Popp, den er einige Zeit später durch die Vermittlung eines Freundes kennenlernte. Durch diese Begegnung wurde er mit einer modernen naturwissenschaftlichen Richtung konfrontiert, welche ihm nun von offizieller Seite bestätigte, dass es wirklich Licht im Organsimus gibt. Er hatte nämlich in vertieften Bewusstseinszuständen während Atemübungen und Meditationen bei seiner Ausbildung zum Atemtherapeuten erlebt, wie seine Billionen von Körperzellen Miniatursonnen waren, welche sich mit dem Innersten aller Dinge zu verbinden schienen und er fühlte auch Licht in allen Dingen pulsieren, wie wenn sie aus dem Gefängnis der Materie befreit worden wären. Begeistert, dass diese moderne Lichtforschung seine persönlichen Erfahrungen bestätigte, schrieb er in der Folge kürzere und längere Artikel über Popps Arbeit. So lernte er diese Forschungen - und diejenigen einer Reihe weiterer Biophotonenforscher- im Laufe der Jahre so gut kennen, dass er 1986 kundig genug war, auf Anfrage des Farbtherapeuten Peter Mandel für dessen Energetik-Verlag eine Zusammenfassung zu schreiben. Peter Mandel ermunterte ihn schliesslich das Buch "Biophotonen: Das Licht in unseren Zellen", welches im Frühling 1995 im Verlag 2001 in Frankfurt erschienen ist, zu schreiben, eine Arbeit, welche über acht lange Jahre dauerte. Seine Absicht lag darin das Verständnis für die Biophotonen an Menschen weiterzugeben, die an der modernen Lichtforschung interessiert sind. Er war sich auch bewusst, , dass der wachsende Kreis der an alternativer Medizin Interessierten (Patienten, Aerzte, Heilpraktiker, Körper- und Psychotherapeuten) ein modernes Nachschlagwerk zu diesem Gebiet benötigten. Für diese Buch hat Marco Bischof an der Universität Bern im Feburar 1997 vom Preisstifter Dr. Theo Locher den Schweizer Preis 1997 der Schweizerischen Stiftung für Parapsychologie entgegenehme dürfen. Er hat damit eine hochverdiente Ehrung erhalten, weil es ihm mit diesem erfolgreichen Buch gelungen ist eine Brücke zwischen Religion, Pschologie und Naturwissenschaften zu schlagen. Er hat dabei sämtlichen Lebenskraftforscher von der Antike bis hin zu Mesmer, Reichenbach, Huter, Lakhovsky, Reich respektvoll gewürdigt und mit der Darstellung des Popp'schen Biophotonenmodells unser Verständnis in die grundlegenden Lebensvorgänge der Zellstrahlung grundsätzlich erweitert.
Dr. Hugo Niggli