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Biophilia [Vinyl LP]

Björk Vinyl
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Musik

Bild des Albums von Björk

Fotos

Abbildung von Björk

Biografie

„Biophilia“, das siebte und konzeptionell anspruchsvollste Studioalbum von Björk, ist ein komplexes multimediales Werk, das aus zehn neuen Songs und zehn damit korrespondierenden iPod/iPad-Apps besteht. Bereits die Songtitel klingen eher wie Bildunterschriften in einem Lehrbuch: „Moon“, „Thunderbolt“, „Virus“ – oder auch der Titel der ersten Single, „Crystalline“. Dabei steht jeder einzelne Track… Lesen Sie mehr im Björk-Shop

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Produktinformation

  • Vinyl (14. Oktober 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Polydor (Universal)
  • ASIN: B005H3HY6S
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.248 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Moon
2. Thunderbolt
3. Crystalline
4. Cosmogony
5. Dark Matter
6. Hollow
7. Virus
8. Sacrifice
9. Mutual Core
10. Solstice

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Björk ist zurück! Biophilia ist ein interdisziplinäres Multimedia-Projekt. In Zusammenarbeit mit hochkarätigen App-Entwicklern, Wissenschaftlern, Erfindern, Musikern, Schriftstellern und Instrumentenbauern aus aller Welt präsentiert Björk eine einzigartige multimediale Entdeckungsreise durch das Universum und ein faszinierendes Zusammenspiel aus Musik, Natur und Technologie. "Biophilia" besteht aus fünf Bausteinen: einem brandneuen Studioalbum, individuellen Apps, unvergleichlichen Live-Shows, einer neuen Website und einem Dokumentarfilm. Biophilia wird das erste "App-Album" der Welt werden. Zu jedem einzelnen Albumtrack wird eine entsprechende App erhältlich sein, welche sowohl zum Spielen dient, aber auch zum Lernen und Experimentieren anregt und mit der man den jeweiligen Song neu interpretieren oder gar neu erschaffen kann.

motor.de

Exzentrik heißt nicht Klasse, angestrengt nicht anstrengend, Technologie nicht Fortschritt. Björks gewolltes Kunstwerk funktioniert weder als Avantgarde noch als Pop. Es ist ein Monster-Projekt, das sich im Frühsommer vor allem erstmal in den Feuilletons niederschlug. Björks "Biophilia"-Projekt wurde beim Manchester International Festival – das sich weniger als herkömmliches Popfestival, denn als Biennale zeitgenössischer Kunst und Musik begreift – zu Teilen live aufgeführt. Und zwar mit dem ganz großen Besteck: Chor, eigens entwickelte Instrumente, Animationen. Eigentlich gedacht ist "Biophilia" als eine Reihe von Apps, also strikt multimedial und mit einem hohen optischen und programmiererischem Aufwand erstellt. Die Idee, davon einfach nur ein "normales" Album zu veröffentlichen, mutet – wenigstens aus künstlerischen Gesichtspunkten – fast schon kühn an. Die Frage, die sich folgerichtig aufdrängt: "Funktioniert" dieses Werk auch ohne den technologischen Überbau, ohne die optische und multimediale Synthese, reduziert auf die als Songzyklus angelegte Musik? Björk – "Crystalline" Weitere Videos von Björk findet ihr auf tape.tv! Man muss die Björk der Gegenwart mögen, um diese Frage mit "Ja" zu beantworten und man darf nicht all zu sattelfest in der Beurteilung des musikalischen Stands der Dinge sein. Es ist eine Björk, die sich zunehmend als tiefenwirksame Künstlerin begreift, die sich der simplen Zugänglichkeit immer mehr entziehen möchte. Auf "Biophilia" – es ist ihr achtes Soloalbum – kommt dies naturgemäß voll zum Tragen und es tut ihrer Musik nicht wirklich gut. Denn die eigentliche Crux von Björk ist, dass ihre musikalische Entwicklung nur ein Scheinfortschritt ist. Ihre Mittel sind nicht neu, schaffen es weder ernsthaft mit den wirklichen Avantgardisten – sagen wir mal aus der Neuen Musik – Schritt zu halten, denen sie sich ganz offensichtlich verbunden fühlen will. Manieriert wirkt das denn auch über weite Strecken, oft genug zu gewollt sperrig, allerdings ohne eine lohnenswerte Perspektive, mehr angestrengt als anstrengend, selbst wenn man gar nicht erwarten mag, so etwas wie eine Popmelodie zu hören, die es selbstverständlich nicht gibt. Selbst das, was hier als musiktechnologischer Vorwärtsschritt gedacht ist, kann nur jemanden beeindrucken, der die letzten zehn Jahre elektronische Musik komplett ausgeblendet hat. Seien es beispielsweise die ästhetisch und strukturell streng durchdachten Soundscapes eines immer weiser agierenden Brian Eno oder die inzwischen fast schon soundphilosophischen Exkurse der aktuellen Dubstep- oder Postdubstep-Produzenten – sie sind diejenigen, die den Maßstab festlegen, der zwischen avanciert und altbacken unterscheidet. Bei Björk – in der Vorab-Single "Crystalline", in "Sacrifice" oder "Mutual Core", den immer noch am ehesten spannenden Stücken – bekommt man stattdessen als Höhepunkt der Track-Evolution einen fünfzehn Jahre alten Drum & Bass-Donner hingereicht, der – nun ja – ganz nett ist. Aber keineswegs mehr. Björk hat natürlich auch noch Pech: Denn wie man sich als Künstlerin auch abseits eines Pop-Mainstream-Gedankens positionieren kann, gegen den Strich der melodischen Gleichschaltung agiert und seine Exzentrik in den Dienst des Kunstwerks stellt – nicht wie Björk, die das genau andersherum handhabt –, hat PJ Harvey mit "Let England Shake" schon Anfang des Jahres aufgezeigt. "Biophilia" ist ein Riesenschritt weg von dieser Klasse. Augsburg

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Kundenrezensionen

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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend 7. Oktober 2011
Von xfüreinu
Format:Audio CD
Nun endlich ist er da, der neue Silberling. Nach Wochen mit App-Geschichten, mehr oder weniger philosophischen Beiträgen zum Projekt 'Biophilia' nun endlich das, was für mich den Kern des Projekts ausmacht - das Album an sich.

Airplay wird Björk damit nicht allzu viel erhalten. Darauf wird sie aber auch keinen größeren Wert legen. Ich selbst verfolge ihre Karriere nun doch schon seit den frühen 90ern, konnte mit manchem Album mehr anfangen, mit anderen weniger (Volta zB.).

Hier war ich extrem skeptisch. Dieses Drumherum wurde mir bald zuviel. iPad-Nutzer bin ich auch keiner. Der Philosophie konnte ich nur durch die Artikel - die im Grunde eh immer das gleiche Schwammige aussagten - auch nicht wirklich folgen. Dann die drei vorab veröffentlichten Titel - keiner davon überzeugte mich auf Anhieb so richtig. Im Nachhinein würde ich auch sagen, dass 'Biophilia' keinen Song beinhaltet, der sich als Single im klassischen Sinn eignen würden.

Nach Erhalt des Albums muss ich aber sagen, dass mich dieses - zu meiner Überraschung - sehr schnell überzeugt hat. Ich kann es richtig genießen. Natürlich muss man einen Faible für das Schaffen von Björk mitbringen und Zeit sich darauf einzulassen - mal schnell als Hintergrundbeschallung für den angesagten Besuch eignet es sich nicht, und wenn, dann eventuell als Rausschmeißer, sollte dies benötigt werden - aber Hintergrundbeschallung erwarte ich mir von Björk auch nicht.

Nach all dem Brimborium rundherum war ich angetan, wie persönlich mich die Songs an sich berühren. Ich erwartete eher eine sehr distanzierte, spröde, verkopfte Platte - aber das ist 'Biophilia' in meinen Augen eben gerade nicht. Für Menschen, die mit Björk an sich nichts anfangen können, mag spröde und verkopft dennoch zutreffen, aber ich spreche von einem anderen Standpunkt. Sie durchdringt mich sehr persönlich und ich finde das Album auch ziemlich eingängig. Und auch warm.

Singles konnte ich keine ausmachen, was mich aber auch nicht stört. Das Album ist ein Gesamtwerk.

Für mich bleibt das Fazit: In Zukunft das ganze Marketing- und Philosophie-Gequatsche missachten und warten, bis die Platte da ist. Ich kann persönlich damit einfach nicht soviel anfangen - ich mag es immer noch am liebsten, eine Platte/CD in Händen zu halten, sie aufzulegen und dann zu beurteilen, ob mich die in diesem Fall 10 Songs überzeugen oder nicht. Und bei 'Biophilia' ist dies der Fall. Den Rest brauche ich nicht. Der Kern bleibt für mich die Musik auf der Platte - und die passt! Dankeschön!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bizarre Schönheit. 8. Oktober 2011
Von Stefan TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Wer aufgrund der Vorabveröffentlichungen "Crystalline" und "Cosmogony" dachte, Björk kehrt zu den eingängigen Melodien zurück, wird nun eines Besseren belehrt. "Biophilia" setzt auf abstrakte und eigenwillige Soundspielereien und Björk ist wieder einen entscheidenten Schritt in ihrer Entwicklung als Gesamtkunstwerk vorangegangen. Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, wie sie von Album zu Album noch einen draufsetzt.

Am ehesten lässt sich das Album mit einem modernen Gemälde vergleichen: Man schaut es an, sieht die abstrakten Formen und Farben, und auch wenn man das Kunstwerk nicht immer versteht, so strahlt es doch eine faszinierende Schönheit aus, die einfach begeistert. So oder so ähnlich geht es mir beim Hören von "Biophilia", die Soundkulisse nimmt reichlich skurrile Wendungen, die Instrumentierung scheint unkonventionell und einige Klänge reichlich schräg, doch das Gesamtwerk überzeugt mich voll und ganz, ist einfach nur faszinierend schön. Anders als bei vorangegangenen Alben kommt die Extravaganz hier vor allem aus dem Sound während Björks Stimme und Gesang vergleichsweise zahm klingen.

Moon - Zarte fast zerbrechliche Harfenklänge eröffnen das Album. Hier liegt in der Ruhe die Kraft, schöner und verträumter Song, bei dem Björks Stimme klar im Vordergrund steht. Die Choruntermalung erinnert etwas an "Medulla".

Thunderbolt - Was anfangs etwas düster und getragen beginnt entwickelt sich zu einem elektronischen Soundgewitter. Musik und Gesang klingen gegensätzlich und spielen doch perfekt zusammen. Keltische Chorgesänge verstärken Björks Gesang. Genial und wunderschön.

Crystalline - Im Vergleich zur Singleversion wurde etwas der Beat herausgenommen, die Bässe klingen flacher und der Song dadurch ruhiger. Nichts desto trotz bleibt die wunderschöne Melodie und der leicht schräge aber gute Grundsound. Auch der holprige Ausklang wurde etwas angepasst. Ähnlich strahlend und faszinierend wie seiner Zeit "Joga".

Cosmogony - Hier bin ich dann schon etwas erschrocken. Die zauberhaften und schönen Bläserklänge der Singleversion wurden weitesgehend ausgeblendet und sind nur noch ansatzweise zu erahnen. Dafür erklingt ein dezenter Synthiesound und eine dramatische Chorbegleitung. Die Genialität von Björks Stimme und die herrliche Melodie sind dann doch unverändert und versöhnen mich mit dieser Albumversion. Nicht so stark wie die Singleversion aber doch eine besondere Klangperle.

Dark matter - Auch das ist Björk wie ich sie liebe: Bizarre Klangwelten und schräge Melodie. Der Song ist wohl der schwierigste des Albums, klingt fast außerirdisch, doch dranbleiben lohnt sich, er wächst mit jedem Hören.

Hollow - Das ist das unbestrittene Highlight des Albums. Der Sound mutet wie dramatische Orchestermusik an, und ist doch Elektronik in Perfektion. Auf diese stampfende und monotone Musik eine Melodie zu singen schafft wohl nur Björk. Der Spannungsaufbau und die Dramaturgie des Songs ist einfach geil.

Virus - Leichtfüßig und melodiös kommt dieser Song daher. Björks Stimme klingt gar lieblich und zuckersüß, so habe ich sie eigentlich auch noch nicht gehört, vielleicht ansatzweise auf "Vespertine". Dazu passt dann auch der etwas klimprige Glockenspielsound.

Sacrifice - Fast klingt der elektronische Sound wie in einem tibetischem Kloster. Björk singt dazu in gewohnter Schönheit. Dann beim Refrain erklingen plötzlich harte Elektrobeats, die aber immer wieder vom Ausgangssound übertönt werden.

Mutual core - Die ruhigen, elektronischen Orgelklänge der Strophen weichen relativ harten und basslastigen Technoklängen während des Refrains. Und so wechselt der Titel stetig von einem in's andere Extrem. Und sie wäre nicht Björk, wenn daraus nicht ein perfekter und absolut geiler Titel würde.

Solstice - Fast endet "Biophilia" wie es beginnt. Ruhig und getragen mit schönen Zupfklängen. Im Vergleich zum Opener konzentriert sich der Song nun aber voll auf Björks Stimme. Der minimalistische Sound lässt "Solstice" wie ein A-Capella Stück klingen. Schön.

Aus den 3 Bonustracks der Limited Edition sticht wohl die "Original 7 minutes version" von "Hollow" heraus. Nah am normalen Albumtrack nur etwas intensiver und länger ist sie das Sahnestück der 3 zusätzlichen Tracks. "Dark matter", der ohnehin schwierigste Titel des Albums erklingt in einer anderen aber nicht minder schwierigen Version. Und "Nattura" dürfte auch schon hinreichend bekannt sein, hat aber nun einen würdigen Platz auf einem Björk-Album bekommen. So muss jeder selbst entscheiden ob Standard oder Limited Deluxe Edition.

Positiv ist mir diesmal auch das Artwork aufgefallen. Das erste mal seit Jahren kann man ohne Probleme die Schrift lesen und auch optisch ist die gute Björk schön anzuschauen. Diverse Schikanen wie beispielsweise die Ton in Ton Schrift von "Medulla" oder der Aufkleberverschluss von "Volta" bleiben uns hier erspart.

Neue Fans wird Björk mit "Biophilia" wohl nicht gewinnen, doch wer ihr bis "Volta" gefolgt ist wird auch von diesem Werk begeistert sein. Diejenigen, die sich bereits nach "Vespertine" von ihr verabschiedet haben werden halt mal wieder enttäuscht sein. Was soll's, ich weiß was ich an Björk habe und liebe und bin mit diesem Album mal wieder glücklich und zufrieden.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von P. Weis
Format:MP3-Download
Ich liebe und bewundere Björk schon sehr lange. Ich kaufte mir dieses Album, ohne vorher reinzuhören und als ich es das erste mal hörte, kam es mir sehr befremdlich und sehr sperrig vor. Natürlich ist experimentelle Musik nie etwas, was man einfach mal so im Hintergrund laufen lassen kann, aber es war ein ganz anderes Gefühl, als bei den Alben davor. Nach dem ersten hören hatte ich das Gefühl, dass nichts eingängiges dabei war, dass mich nichts berührt hat und dass mir das Album nicht zusagt. Doch als ich andere Musik hörte, musste ich immer weiter an Biophilia denken, es hatte mich in ihren Bann gezogen. Nun läuft es ständig. Einige Lieder sind mir immer noch sehr befremdlich und ich kann mit ihnen so überhaupt nichts anfangen, aber beispielsweise "Virus", "Cosmogony" oder auch "Dark Matter" sind echte Perlen!
Mein Rat: Nach dem ersten Mal nicht gleich aufgeben, immer dranbleiben, die Schönheit entfaltet sich schon noch.
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