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am 23. Mai 2011
Tiere und Pflanzen haben in Jahrmillionen der Evolution komplexe technische Probleme gelöst. In Versuch und Irrtum, Mutation und Selektion wurden "optimierte" Konstruktionen geschaffen, von denen Ingenieure und Materialwissenschaftler lernen können. Eine innovative neue Disziplin, die Bionik, ist entstanden, die in den letzten zehn Jahren eine immer bedeutendere Rolle spielt.

Einer der international bedeutendsten Forscher und einer der großen Vordenker der Bionik, Prof. Werner Nachtigall aus Saarbrücken, legt nun den rund 215 Seiten umfassenden Band "Bionik als Wissenschaft" vor. Der Titel hätte nicht passender sein können. Grundlegende Mechanismen, die philosophischen Hintergründe, aber auch sehr ausführlich die einzelnen Teilschritte von der tatsächlichen biologischen Beobachtung bis zur technischen Umsetzung werden dargestellt. Auf jeder Seite merkt man die jahrzehntelange Erfahrung des renommierten Autors. Das Buch ist keine "leichte" Lektüre für Anfänger, sondern richtet sich vielmehr an interessierte Naturwissenschaftler und Ingenieure, die möglichst schon ein wenig Vorwissen haben und sich tiefer in die Materie einarbeiten wollen. Hier gibt es kaum eine bessere Empfehlung als Grundlage für das Studium oder Nachschlagewerk bei den aktuellen Forschungsvorhaben.

Prof. Dr. Wilhelm Barthlott
Universität Bonn
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TOP 500 REZENSENTam 13. November 2013
Der renommierte, mittlerweile emeritierte Bionik-Professor Werner Nachtigall bietet mit dem vorliegenden Band eine grundsätzlichere wissenschaftstheoretische Einordnung der Bionik an.
Davor hatte er schon mit drei Büchern die eigentlichen bionischen Lehrinhalte vermittelt, nämlich
1. die allgemeinen bio-physikalischen Grundlagen Biomechanik: Grundlagen Beispiele Übungen
2. ein Lehrbuch zur Bionik Bionik: Grundlagen und Beispiele für Ingenieure und Naturwissenschaftler und
3. eine Beispielsammlung Bionik in Beispielen: 250 illustrierte Ansätze

Besonderen Wert legt der Autor auf die Systematisierung der Vorgehensweise in den drei essentiellen Schritten: A. Grundlagenforschung (Technische Biologie), B. Abstraktion und C. Umsetzung (Bionik). Diese fnden auch in den drei großen Themenblöcken im Buch ihren Niederschlag:
A. Biologische Basis: Erforschen , Beschreiben, Beurteilen
B. Abstraktion biologischer Befunde: Herausarbeitung allgemeiner Prinzipien
C. Umsetzung in die Technik: Konzeptuelles, Prinzipienvergleich, Vorgehensweise
Nachtigall stellt seine LU-Methode (von lat. Luscinus für Nachtigall) in den Kontext anderer systematischer Vorgehensweisen zur Ideenfindung, wie z.B. der TRIZ-Methodik des russischen Marinepatentprüfers Altshuller.

Im Vergleich zu seinem Lehrbuch zur Bionik ist Nachtigalls Rechtschreibung besser geworden. Ausgerechnet für das wichtigste seiner Werke hatte er überhastet auf die amtliche Rechtschreibung umgestellt oder besser auf das, was er dafür hielt. Bezeichnenderweise hatte er genau im dem Feld, in der sich inhaltlich am wenigsten auskannte, mit der besonders hanebüchenen Schreibweise (Nummerische Optimierung) das auch weithin signalisiert. Auch in diesem Buch ist der (allerdings sehr kurze) Abschnitt 1.7 "Physikalismus und Reduktionismus", der die meisten Rechtschreibfehler aufweist, wieder genau der, der auch inhaltlich zu wünschn übrig läßt. Fast durchgängig schreibt Nachtigall "nicht reduktiv" statt "nicht-reduktiv" oder "nichtreduktiv". Auch wenn Nachtigall etwas übereifrig und wissenschaftlich unüblich Zitate in die amtliche Schreibweise zwangsübersetzt, zitiert er Weber (2005) in Philosophie der Biologie: Eine Einführung (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) fast richtig. Im Original heißt es dort: "Dieses Ergebnis ist unbefriedigend, denn keiner würde behaupten wollen, dass z. B. die Evolutionstheorie letztlich auf die Physik reduziert werden kann. Im letzten Abschnitt wird deshalb ein alternativer Vorschlag unterbreitet, einen (wenigstens teilweise) nichtreduktiven Physikalismus zu formulieren."
Als Grund, warum Nachtigall selbst einem reduktivem Physikalismus anhängt, obwohl er für ihn nicht vorstellbar wäre, führt er den zweifelhaften Analogieschluß an, daß früher einmal auch der Vitalismus plausibel gewesen wäre, aber heute von Bildfläche verschwunden sei. Das wäre das Schicksal, das dem nicht-reduktiven Physikalismus noch bevorstünde. Der reduktive Physikalismus sei zwar nicht vorstellbar, aber da "nicht vorstellbar" ja auch der Ausdruck sei, den man den Vertretern des "Intelligent Design" vorhalte, bevorzuge er den Ausdruck "derzeit noch nicht erforschbar und verstehbar".

FAZIT
Von den oben angeführten Kritikpunkten abgesehen ist dieser methodenorientierte Band eine hervorragende Abrundung der Bionik-Lehrwerke Nachtigalls.
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