Kurzbeschreibung
Bergwandern in alpinen Regionen ist eine der populärsten Sportaktivitäten mit vielen positiven Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Strukturen des Bewe-gungsapparats. Allerdings sind Bergwanderer häufig, insbesondere nach langen und steilen Abstiegen, mit Beschwerden in den Gelenken der unteren Extremitäten konfrontiert, die mit hohen Gelenksbelastungen beim Gehen in geneigtem Gelände in Verbindung gebracht werden. Fragebogengestützte Interviews und wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Beschwerden hauptsächlich beim Abwärtsgehen im Bereich des Kniegelenks auftreten, wobei die Belastungen beim Abwärtsgehen stets höher sind als beim Aufwärtsgehen. Belastungen beim Auf- bzw. Abwärtsgehen lassen sich erheblich reduzieren und somit entsprechend steuern durch Reduktion des Gefälles, durch die Reduktion von Schrittlänge und Schrittfrequenz, durch Gehen auf Treppen anstatt auf geneigten Flächen und durch Einsatz von Tourenstöcken. Die in diesem Band dargestellten Untersuchungsergebnisse zeigen zahlreiche Indizien für einen Zusammenhang zwischen Beschwerden und Belastungen beim Bergwandern auf.
Über den Autor
Prof. Dr. Hermann Schwameder studierte an der Universität Innsbruck Leibeserziehung und Mathematik und promovierte im Fach Sportwissenschaft. Gegenwärtig ist er Professor am Institut für Sportwissenschaften der Universität Salzburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit bilden Grundlagen- und angewandte Forschung und Lehre in den Bereichen Biomechanik sowie Bewegungs- und Trainingswissenschaften.