Joseph Chilton Pearce war 59, als er dieses Buch schrieb und 76, als er es in die gegenwärtige Form überarbeitete. Sein Spezialgebiet ist die Kindesentwicklung, ein Fach, das er auch am Jung Institut in der Schweiz lehrte. Biologie der Transzendenz basiert auf seine Erfahrungen in diesem Bereich, die ihm gezeigt haben, wie wichtig die Rolle der Eltern und besonders der Mutter als Modell für das Kind ist. Diese Rolle lässt sich aber erst dann richtig spielen, wenn man die negativen Seiten der herrschenden Kultur verstanden hat. So fragt er, Wenn unsere Geschichte so reich an noblen Idealen und erhabenen Philosophien ist, die sich am Transzendenten orientieren, warum geben wir uns dann so scheusslichen Verhaltensweisen hin?" Das Buch ist die beste Antwort auf diese Frage, die mir bis jetzt bekannt geworden ist, da sie im ersten Teil die biologische Basis für unser Handeln erklärt, im zweiten der Frage nach der Anatomie des Bösen nachgeht und im dritten den Weg zum inneren und äusserem Frieden zeigt.
Pearce hat verstanden, dass sich Spiritualität und die moderne Naturwissenschaften nicht ausschliessen und dass beide dieser grossen Erkenntnissysteme der Menschheit auf die gleiche Realität hinweisen. Diese ist viel mehr, als unsere fünf Sinne erfassen können. Wer die gegenwärtigen Probleme verstehen möchte und wie man sie löst, kommt um dieses Buch nicht herum.
Michel Mortier