Achtung, liebe LeserInnen!
Jetzt kommt eine leider überlang gewordene Rezension für alle drei bioleo-Badepulver, da viele Aspekte des Umgangs mit den Badepulvern für alle drei Badepulver gleich sind, aber ich wollte Alles, was mein Vater, meine Frau und ich bisher zu dem Themenkreis in Erfahrung bringen konnten, gesammelt an euch weitergeben. Daher habe ich die Rezension bei allen drei Badepulvern identisch hineingestellt. Diese Rezension behandelt teilweise auch die derzeit am Markt befindlichen, beiden Bücher zum Thema Basisches Baden, da wir daraus die Vorgangsweise beim basischen Baden entnahmen und damit die LeserInnen wissen, woher die jeweiligen Tipps stammen.
Unsere Familie hat drei Packungen bioleo-Badepulver gekauft und heute (Fr.25.Nov.2011) geliefert bekommen: je eine Packung Jungbrunnen, Figura und Detoxy. Detoxy war für mich bestimmt, da ich kürzlich per Kofferdamsanierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Kofferdam_%28Zahnmedizin%29) beim Zahnarzt die letzten Amalgamplomben losgeworden bin, daher erschien uns die Anwendung des Detoxy-Pulvers bei mir optimal. Meine Frau hingegen hätte gerne etwas Unterstützung bei einer langsamen Gewichtsreduktion, daher schnappte sie sich das Figura-Pulver, um es auszuprobieren. Und mein leicht untergewichtiger Vater wählte das Jungbrunnen-Pulver für das nächste Vollbad. Die Pulver kamen in 2kg-Säcken aus durchsichtigem, aber ziemlich reißfesten Kunststoff und Wiegeversuche ergaben, dass am 2kg-Gewicht der Säcke nicht gemogelt wurde. Sie wogen sogar ein bißchen mehr als 2kg, also netto hat man sicher 2kg Pulver pro Packung erhalten. Das fanden wir sehr fair, da es leider nicht Standard ist, wie Mogelpackungen bei Herstellern verschiedenster Produkte immer wieder zeigen. Da das Paket am Freitag geliefert worden war, definierten wir das anschließende Wochenende als ersten Test, verteilten die drei Pulversäcke unter den "Testpersonen" und genehmigten uns jeder in seiner Familie ein genüßliches Vollbad am Samstag Abend, da jeder von uns da am meisten Zeit hat. Und am Sonntag besuchte uns mein Vater und wir tauschten unsere Erfahrungen aus. Generell stellten wir fest, dass keiner einen Ausschlag bekam, auch kein Hautjucken oder ähnliches. Die Haut fühlte sich weich und glatt an und spannte auch ohne jegliche Creme nicht! Es wird zwar in der Literatur darauf hingewiesen, dass Hautunreinheiten oder Hautjucken auftreten kann, dies aber auf starke Ausscheidungstätigkeit hinweist und nicht, dass das Pulver unverträglich sei und dass diese Erscheinungen bei einem neuerlichen Bad verschwinden. Wir jedenfalls hatten keine Probleme. Vor dem Baden sollte man die Badewanne gut ausspülen, um etwaige Putzmittelreste wegzubringen, die dann die Qualität des Badewassers beeinträchtigen. Obwohl beim Baden jeder von uns darauf achtete, beim Vollbad möglichst viele Hautbereiche möglichst dauernd unter Wasser zu behalten, war bei jedem von uns die Haut an den Fingerkuppen, die normalerweise bald faltig wird, wenn man so lange im Wasser ist, weit weniger faltig als erwartet und wurde auch schon bald nach dem Ende des Bades wieder glatt. Bei handelsüblichen Badewannen hatte allerdings jeder von uns das Problem, dass man nicht wie in einem Whirlpool, der ja groß und tief genug ist, bis zum Hals komplett unter Wasser sein kann, sondern immer ein Teil des Körpers nicht vom Wasser bedeckt ist. Und zu voll kann man das Wasser nicht einlassen, da durch die Überlauföffnungen der Badewannen dann Wasser abfließt. Das Problem des Bedeckens von möglichst viel Hautoberfläche löste jeder von uns etwas anders. Mein Vater, auch sonst ein unruhiger Geist, drehte sich immer wieder hin- und her. Er nahm den Hinweis wörtlich, dass möglichst jeder Körperteil möglichst oft vollständig dem Wasser ausgesetzt sein sollte. Und dass man auch beachten solle, dass an die Haut am Gesäß, da man ja drauf sitzt, dann kein Wasser kommt und die Haut dort nicht entgiften kann. Also legte er sich mal auf den Rücken, dann auf die linke oder rechte Seite, wobei er sich das unter Wasser befindliche Ohr zuhielt und dann sogar auf den Bauch, wobei er sich mit den Unterarmen aufstützte, den Auftrieb des Wassers ausnützend - wobei dann wiederum die Unterschenkel aus dem Wasser ragten. Zwar war also dennoch immer irgendein Körperbereich im Freien, aber durch diese "Turnübungen" kompensierte er dieses Manko - bis er dann müde wurde, sich auf den Rücken legte - und einschlummerte - aber nicht ertrank. Wir haben bei seiner Schilderung, die wir uns bildlich gut vorstellen konnten, herzlich gelacht. Wir gingen es im wahrsten Sinne ruhiger an als mein Vater. Meine Frau zog ein weißes Baumwoll-T-Shirt an, durchnäßte es während der gesamten Badezeit immer wieder durch möglichst weites Eintauchen im Wasser und las dann auf den Rücken liegend ein Buch. So blieb durch das T-Shirt auch ihr Oberkörper und ihr Bauch naß. Das mit dem T-Shirt ist übrigens einem Tipp aus dem Buch von Sonja Alkaline nachempfunden. Ich hatte in dem Buch "Basisches Baden" von Andrea Hofmann gelesen, dass die Hauptausscheidung der Säuren bei Frauen im Bauch-, Gesäß und Oberschenkelbereich sei und bei Männern die Kopfhaut. Bei Säureüberschuss sei schütteres Haar oder eine mehr oder minder ausgeprägte Glatze die Folge. Derlei Probleme habe ich zwar noch nicht und kann auch nicht nachvollziehen, warum Männer hauptsächlich über die Kopfhaut Säuren ausscheiden sollten, aber vorbeugen schadet ja nicht. Wie nun aber das basische Badewasser auf den Kopf bekommen? Da fiel mein Blick auf das Glas, in dem ich meine 20 dkg Badepulver auf der Küchenwaage abgewogen hatte. Ich leerte das Pulver in die Wanne und rührte mit dem Badethermometer um. Das sehr feine, weiße Pulver verteilte sich sehr schnell und gleichmäßig und blieb anscheinend in der Schwebe, da ich, als ich ins Bad stieg, mich nicht fühlte, als säße ich am Sandstrand. Da am Anfang das Badewasser ja noch nicht mit Säuren meiner Haut total durchmischt sein kann, kippte ich mir nun in den ersten Minuten immer wieder ein Glas voll Wasser über den Kopf. Es rann mir auch übers Gesicht und über die geschlossenen Augen, aber es brannte nicht in den Augen. Allerdings habe ich es mir dann nicht aus den Augen geribbelt. Ich ließ die Haare naß und legte mich in die Wanne und legte mir ein immer wieder ein vom Badewasser nasses Handtuch auf Brust und Bauch und so kamen auch diese Körperteile hinsichtlich Kontakts mit dem mit Badepulver vermischten Wasser nicht zu kurz (dieser Tipp stammt übrigens auch aus dem Buch von Sonja Alkaline). Später überlegte ich, ob ich mir die Haare waschen sollte, aber dann siegte meine Experimentierfreudigkeit und ich ließ die Haare so, wie sie waren, trocknen. Leicht struppig wurde meine Haarpracht zwar und erinnerte - allerdings kaum sichtbar - an mit Trockenshampoo gepudertes Haar, aber der Großteil kämmt sich schnell wieder raus, wenn das Haar trocken ist. Und da ich eine 1 cm-Stoppelhaarfrisur habe, stand die nun schön ab und ich sah aus wie in die Steckdose gekommen. Tja, nicht jedermanns Sache, aber über Nacht beließ ich das Badepulver auf der Kopfhaut, damit an die Kopfhautoberfläche nachdrängende Säuren Basenmaterial zum Neutralisieren vorfinden. Am nächsten Morgen spülte ich mir die Haare mit reinem Leitungswasser ab und der Struppieffekt war wieder perdu. Leider habe ich noch kein basisches Haarshampoo entdeckt, das ohne Ummengen an Chemie, Mineralölprodukten, Parfums, Glycerin etc. auskommt und hoffe da auf Produkte von bioleo. Wir alle Drei versuchten mehr oder weniger konsequent, uns nach dem Baden nicht abzutrocknen, um das Badepulver noch wirken zu lassen und hüllten uns nachher zum Trocknen in Bademäntel und legten uns auf unsere Betten bzw. unter die Bettdecken. Nur zwischen den Zehen trocknete sich jeder von uns vorsichtshalber gut ab. Klarerweise geht dieses "Lufttrocknen" besonders im Winter nur, wenn das Badezimmer und auch die Wohnung gut aufgeheizt sind. Meine Frau, der normalerweise eher heiß als kalt ist, drehte heroisch den Heizkörper im Bad kaum auf. Im Badewasser war ihr bis zuletzt nicht kalt, obwohl es schon erkaltet war, aber dann, als sie aus dem Wasser stieg, schlüpfte sie sofort bibbernd in den dicksten Bademantel, den sie finden konnte und sauste zähneklappernd unter die Bettdecke. Zu bedenken ist auch, dass das Wasser in Metallbadewannen schneller auskühlt als in Kunststoff und es auch nicht egal ist, ob die Wanne frei steht oder eingebaut, also rundum verfliest ist. Die Badewassertemperatur sollte lt. Badeosmose-Theorie nicht über 37 Grad C liegen, da dann die Säuren besser aus dem Körper gezogen werden. Das ist nicht für jeden angenehm. Mein Vater nimmt normalerweise immer Vollbäder so heiß wie gerade noch erträglich und scheint gerne gekochten Krebsen Konkurrenz zu machen. Daher empfand er die Badetemperatur als kühl. Wärmt man das erkaltende Badewasser durch Nachfüllen mit heißem Wasser wieder auf 37 Grad auf, sollte man immer wieder mit einem pH-Messer oder mit pH-Meßstreifen aus Indikatorpapier überprüfen, wie der pH-Wert gerade ist und ggf. Badepulver nachgeben. Der pH-Wert sollte möglichst nicht absinken, sonst sollte man etwas Badepulver nachgeben, aber wirklich nur wenig, da es Konzentrate sind.
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