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Biographie des Hungers [Broschiert]

Amélie Nothomb , Brigitte Große
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. April 2010
Kindheit und Jugend einer ewig hungrigen Diplomatentochter. Die äußeren Stationen: Japan, China, USA, Bangladesch, Burma und Belgien. Die inneren Stationen: Hunger nach Liebe, Hunger nach Leere und endlich Hunger nach Leben.

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Produktinformation

  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (27. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257240422
  • ISBN-13: 978-3257240429
  • Originaltitel: Biographie de la faim
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 246.304 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende und geistvolle Unterhaltung ... 19. August 2009
Von isy3
Format:Gebundene Ausgabe
... bietet Amélie Nothombs neuester autobiographischer Roman: Geboren in Japan, wo sie die ersten drei Lebensjahre verbrachte danach aufgewachsen in China, New York und Bangladesh, durchlebt die kleine Amélie ein krasses Wechselbad von Ländern und Lebenssituationen; denn Ihr Vater muss als Diplomat immer wieder umziehen und die Familie geht stets mit. In Japan wird Amélie maßlos von ihrem japanischen Kindermädchen verwöhnt. In China folgt der Absturz aus dem Himmel der Vergötterung. Amélie sucht nun vor allem die Nähe zu ihrer Schwester, um dem isolierten Ghetto für Ausländer ein paar schöne Seiten abzugewinnen. Die anschließende Zeit in New York ist ein Traum für das kleine Mädchen, doch es birgt auch Suchtgefahren. Immerhin entdeckt Amélie nach Alkohol und Ess- und Hungeranfällen auch die Literatur und verbringt die an den glitzernden Aufenthalt in New York anschließende, deprimierende Zeit in Bangladesh fast ausschließlich lesend auf dem Sofa.

Ich kann hier längst nicht so gut beschreiben, was Amélie Nothomb aus ihrer Kindheit und dem Gefühl des Hungers macht, das in Wahrheit geistige und seelische Unerfülltheit ist. Aber es macht Spaß der Geschichte von Amélie zu folgen. Die Nothomb schreibt immer ehrlich bis gnadenlos, stets packend und nie langweilig. Ich empfehle das Buch daher wärmstens. - Vor allem für die beste Freundin, denn dies ist doch ein ausgesprochenes Frauenbuch, finde ich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wasserrausch 24. April 2009
Von Daggi TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die hochbegabte Amélie schüttet im Alter von 11 Jahren innerhalb kürzester Zeit unglaubliche Mengen von Wasser in sich hinein, bis ihre Mutter es ihr verbietet. Permanent hat sie das Gefühl, vor Durst zu sterben. Noch schlimmer aber ist ihr unstillbarer Hunger nach Liebe und ihr Begehren des Absoluten ...

Die belgische Autorin und Diplomatentochter Amélie Nothomb beschreibt in "Biographie des Hungers" die Stationen ihrer Kindheit auf eindringliche Art und Weise. Ich liebe ihren ironischen Stil sehr, der mir auch bereits in "Staunen und Zittern", "Die Reinheit des Mörders" und in "Böses Mädchen" gefiel. Amélie verbringt ihre früheste und glückliche Kindheit in Japan (bis 1972), bevor die Familie in das China der Kulturrevolution übersiedelt. Dort bleiben ihr als fünfjährige Terror und Argwohn nicht verborgen - ihr ist es z.B. als Ausländerin verboten, mit Chinesen zu sprechen (die Zusammenhänge und die ruchlosen Schandtaten der "Viererbande" wird sie aber erst später verstehen).

Im Alter von 8-11 Jahren ist die Familie nach New York abgeordnet, wo für Amélie eine Art Delirium beginnt: drei Jahre lang lebt sie wie im Rausch ... Es ist köstlich, Amélies Betrachtungen z.B. über das belgische Au-pair-Mädchen Inge und deren Schwärmereien für einen älteren, seriösen Amerikaner oder ihre Anschauungen über ihre damaligen Mitschülerinnen zu lesen. Ihr kindliches Urteil ist: "Mädchen sind total bescheuert." Sie erlebt viele schmerzliche Abschiede und versucht aus jedem Land so viel wie möglich an Erinnerungen mitzunehmen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Roman, sondern lesenswerte Erinnerungen 25. Mai 2010
Von Hilla
Format:Broschiert
Amelie Nothomb hat hier eigentlich keinen Roman, sondern ihre Erinnerungen an ihre Kindheit als belgische Diplomatentochter in Japan, China, den USA, Bangladesh veröffentlicht.
Der rote Faden dieser Memoiren ist ihr Hunger - nach Süßigkeiten, nach Erfahrungen, nach Liebe, nach Leben. Nothomb schreibt mit dem obligatorischen Humor, der ihr eigenen Intelligenz und sprachlichen Gewandtheit, die jedes ihrer Bücher lesenswert machen. Auch diese, ihre, eigentlich traurige Kindheitsgeschichte, obwohl (oder gerade weil?) sie leicht und locker geschrieben ist.
Gut, dass Amelie nicht nach ihrem Vater kommt. Denn man kann vieles über ihre Prosa sagen, nur nicht, dass sie diplomatisch ist. Mit Gewinn für den Lesers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Haben Sie gewusst, dass die Menschen auf der Südseeinsel Vanuatu keinen Hunger kennen, weil sie alles im Überfluss besitzen ? Mit dieser Information macht Amelie Nothomb ihr neues Buch auf, in dem sie erzählt von ihrem Leben und den vielen Lesern ihrer Bücher einen biographischen Einblick gibt, der sie manches der letzten Bücher besser verstehen lässt.

Denn ihr ganzes Leben bestand und besteht aus Hunger, wie sie immer wieder - ihr Leben als belgische Diplomatentochter beschreibend- erzählt. Doch es ist nicht nur der Hunger nach Nahrungsmitteln. Sie ist auch in der Lage, literweise Wasser in sich hineinzuschütten, und sehr früh schon Unmengen an Alkohol. Doch der Hunger, der sie ganz besonders heftig quält und sich für mich als die Quelle ihres ganzen Lebens und ihrer erstaunlichen Produktivität als Schriftstellerin herausstellt, ist der Hunger im übertragenen Sinn: der Hunger nach Liebe, nach Zuwendung, der Hunger nach Glück , Schönheit und Bewunderung.

Amelie Nothomb erzählt mit einer lockeren, dennoch aber immer wieder sehr von sich selbst eingenommen Sprache über ihr Leben als kleines Kind, das sie in Japan, dann in New York , später dann in Bangladesh verbracht hat. Ihr Bericht umfasst die Zeit von ihrem vierten bis etwa zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Schüttet sie zunächst Unmengen an Alkohol in sich hinein, und leidet lange an Anorexie, entdeckt sie irgendwann das Lesen, und kann davon nicht mehr lassen. Sie liest wie süchtig und so schreibt sie auch: jedes Jahr ein Buch, oder auch mehr.

In Frankreich landen alle ihre Bücher sofort auf der Bestsellerliste.
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