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Biographie des Hungers [Gebundene Ausgabe]

Amélie Nothomb
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

24. März 2009
Kindheit und Jugend einer ewig hungrigen Diplomatentochter. Die äußeren Stationen: Japan, China, USA, Bangladesch, Burma und Belgien. Die inneren Stationen: Hunger nach Liebe, Hunger nach Leere und endlich Hunger nach Leben.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (24. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325706697X
  • ISBN-13: 978-3257066975
  • Originaltitel: Biographie de la faim
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.979 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende und geistvolle Unterhaltung ... 19. August 2009
Von isy3
Format:Gebundene Ausgabe
... bietet Amélie Nothombs neuester autobiographischer Roman: Geboren in Japan, wo sie die ersten drei Lebensjahre verbrachte danach aufgewachsen in China, New York und Bangladesh, durchlebt die kleine Amélie ein krasses Wechselbad von Ländern und Lebenssituationen; denn Ihr Vater muss als Diplomat immer wieder umziehen und die Familie geht stets mit. In Japan wird Amélie maßlos von ihrem japanischen Kindermädchen verwöhnt. In China folgt der Absturz aus dem Himmel der Vergötterung. Amélie sucht nun vor allem die Nähe zu ihrer Schwester, um dem isolierten Ghetto für Ausländer ein paar schöne Seiten abzugewinnen. Die anschließende Zeit in New York ist ein Traum für das kleine Mädchen, doch es birgt auch Suchtgefahren. Immerhin entdeckt Amélie nach Alkohol und Ess- und Hungeranfällen auch die Literatur und verbringt die an den glitzernden Aufenthalt in New York anschließende, deprimierende Zeit in Bangladesh fast ausschließlich lesend auf dem Sofa.

Ich kann hier längst nicht so gut beschreiben, was Amélie Nothomb aus ihrer Kindheit und dem Gefühl des Hungers macht, das in Wahrheit geistige und seelische Unerfülltheit ist. Aber es macht Spaß der Geschichte von Amélie zu folgen. Die Nothomb schreibt immer ehrlich bis gnadenlos, stets packend und nie langweilig. Ich empfehle das Buch daher wärmstens. - Vor allem für die beste Freundin, denn dies ist doch ein ausgesprochenes Frauenbuch, finde ich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Roman, sondern lesenswerte Erinnerungen 25. Mai 2010
Von Hilla
Format:Broschiert
Amelie Nothomb hat hier eigentlich keinen Roman, sondern ihre Erinnerungen an ihre Kindheit als belgische Diplomatentochter in Japan, China, den USA, Bangladesh veröffentlicht.
Der rote Faden dieser Memoiren ist ihr Hunger - nach Süßigkeiten, nach Erfahrungen, nach Liebe, nach Leben. Nothomb schreibt mit dem obligatorischen Humor, der ihr eigenen Intelligenz und sprachlichen Gewandtheit, die jedes ihrer Bücher lesenswert machen. Auch diese, ihre, eigentlich traurige Kindheitsgeschichte, obwohl (oder gerade weil?) sie leicht und locker geschrieben ist.
Gut, dass Amelie nicht nach ihrem Vater kommt. Denn man kann vieles über ihre Prosa sagen, nur nicht, dass sie diplomatisch ist. Mit Gewinn für den Lesers.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wasserrausch 24. April 2009
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die hochbegabte Amélie schüttet im Alter von 11 Jahren innerhalb kürzester Zeit unglaubliche Mengen von Wasser in sich hinein, bis ihre Mutter es ihr verbietet. Permanent hat sie das Gefühl, vor Durst zu sterben. Noch schlimmer aber ist ihr unstillbarer Hunger nach Liebe und ihr Begehren des Absoluten ...

Die belgische Autorin und Diplomatentochter Amélie Nothomb beschreibt in "Biographie des Hungers" die Stationen ihrer Kindheit auf eindringliche Art und Weise. Ich liebe ihren ironischen Stil sehr, der mir auch bereits in "Staunen und Zittern", "Die Reinheit des Mörders" und in "Böses Mädchen" gefiel. Amélie verbringt ihre früheste und glückliche Kindheit in Japan (bis 1972), bevor die Familie in das China der Kulturrevolution übersiedelt. Dort bleiben ihr als fünfjährige Terror und Argwohn nicht verborgen - ihr ist es z.B. als Ausländerin verboten, mit Chinesen zu sprechen (die Zusammenhänge und die ruchlosen Schandtaten der "Viererbande" wird sie aber erst später verstehen).

Im Alter von 8-11 Jahren ist die Familie nach New York abgeordnet, wo für Amélie eine Art Delirium beginnt: drei Jahre lang lebt sie wie im Rausch ... Es ist köstlich, Amélies Betrachtungen z.B. über das belgische Au-pair-Mädchen Inge und deren Schwärmereien für einen älteren, seriösen Amerikaner oder ihre Anschauungen über ihre damaligen Mitschülerinnen zu lesen. Ihr kindliches Urteil ist: "Mädchen sind total bescheuert." Sie erlebt viele schmerzliche Abschiede und versucht aus jedem Land so viel wie möglich an Erinnerungen mitzunehmen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Diplomatentochter auf Abwegen 22. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wie kann der Hunger zum Thema einer Biographie werden?
Unglaublich aber wahr: Amélie Nothomb entwickelt aus dem Thema ' Hunger' eine ganze Theorie der Politik des Notwendigen. Am Beispiel der Insel Vanuatu auf den Neuen Hebriden zündet sie die Idee, dass der Mangel an Hunger auch den Kampfgeist und den Eroberungswillen lähmt.
Das Fehlen des Hungers und der Not führt zu fehlender Flexibilität und Lebendigkeit. Lethargisch und satt lehnen sich die Menschen zurück und leben ihrem Überfluss, der fast einem Überdruss gleicht.

Nach einer kurzen Einleitung kommt sie zu ihrer eigenen Geschichte, der eines Kindes, das ständig Hunger hat, aber einen Hunger im übertragenen Sinn: sie kann von Glück und Liebe, von Zufriedenheit und Schönheit nie genug kriegen!
Glorifizierend fast erscheinen Mutter, Schwester und das Au Pair Mädchen Inge als ausgewiesene Schönheiten. Dagegen kommt sich Amélie vor wie ein hässliches Entlein!

Als Diplomatenkind lebte sie in Japan, China, New York und Bangladesch. Die Länder, Menschen und Abenteuer weichen mit ihren Eindrücken für das Kind und junge Mädchen auf den unterschiedlichen Diplomatenposten erheblich voneinander ab. In Japan muss sie in einen japanischen Kindergarten gehen und hasst das korrekte und eintönige Leben. Umso mehr liebt sie ihr japanisches, sanftes Kindermädchen! In China gibt es den antikapitalistischen Kulturwahn, der überall waltet. New York und Amerika entfesselt sie zu Begeisterungsstürmen,--hier ist das Leben schön, leicht, heiter erhaben und einfach herrlich. Von hier nach Bangladesch und Burma legt man einen weiten Weg zurück vom Reichtum in die Armut!
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