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Biographie des Hungers
 
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Biographie des Hungers [Gebundene Ausgabe]

Amélie Nothomb , Brigitte Große
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 205 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (24. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 325706697X
  • ISBN-13: 978-3257066975
  • Originaltitel: Biographie de la faim
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.884 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Amélie Nothomb
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kindheit und Jugend einer ewig hungrigen Diplomatentochter. Die äußeren Stationen: Japan, China, USA, Bangladesch, Burma und Belgien. Die inneren Stationen: Hunger nach Liebe, Hunger nach Leere und endlich Hunger nach Leben.

Über den Autor

Amélie Nothomb, 1967 in Kobe geboren, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten in Japan und China verbracht. Nach Abschluß ihres Philologiestudiums hat sie beschlossen, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie lebt in Brüssel. Die Autorin schreibt, seit sie siebzehn ist.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierende und geistvolle Unterhaltung ..., 19. August 2009
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Biographie des Hungers (Gebundene Ausgabe)
... bietet Amélie Nothombs neuester autobiographischer Roman: Geboren in Japan, wo sie die ersten drei Lebensjahre verbrachte danach aufgewachsen in China, New York und Bangladesh, durchlebt die kleine Amélie ein krasses Wechselbad von Ländern und Lebenssituationen; denn Ihr Vater muss als Diplomat immer wieder umziehen und die Familie geht stets mit. In Japan wird Amélie maßlos von ihrem japanischen Kindermädchen verwöhnt. In China folgt der Absturz aus dem Himmel der Vergötterung. Amélie sucht nun vor allem die Nähe zu ihrer Schwester, um dem isolierten Ghetto für Ausländer ein paar schöne Seiten abzugewinnen. Die anschließende Zeit in New York ist ein Traum für das kleine Mädchen, doch es birgt auch Suchtgefahren. Immerhin entdeckt Amélie nach Alkohol und Ess- und Hungeranfällen auch die Literatur und verbringt die an den glitzernden Aufenthalt in New York anschließende, deprimierende Zeit in Bangladesh fast ausschließlich lesend auf dem Sofa.

Ich kann hier längst nicht so gut beschreiben, was Amélie Nothomb aus ihrer Kindheit und dem Gefühl des Hungers macht, das in Wahrheit geistige und seelische Unerfülltheit ist. Aber es macht Spaß der Geschichte von Amélie zu folgen. Die Nothomb schreibt immer ehrlich bis gnadenlos, stets packend und nie langweilig. Ich empfehle das Buch daher wärmstens. - Vor allem für die beste Freundin, denn dies ist doch ein ausgesprochenes Frauenbuch, finde ich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Kein Roman, sondern lesenswerte Erinnerungen, 25. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Biographie des Hungers (Broschiert)
Amelie Nothomb hat hier eigentlich keinen Roman, sondern ihre Erinnerungen an ihre Kindheit als belgische Diplomatentochter in Japan, China, den USA, Bangladesh veröffentlicht.

Der rote Faden dieser Memoiren ist ihr Hunger - nach Süßigkeiten, nach Erfahrungen, nach Liebe, nach Leben. Nothomb schreibt mit dem obligatorischen Humor, der ihr eigenen Intelligenz und sprachlichen Gewandtheit, die jedes ihrer Bücher lesenswert machen. Auch diese, ihre, eigentlich traurige Kindheitsgeschichte, obwohl (oder gerade weil?) sie leicht und locker geschrieben ist.

Gut, dass Amelie nicht nach ihrem Vater kommt. Denn man kann vieles über ihre Prosa sagen, nur nicht, dass sie diplomatisch ist. Mit Gewinn für den Lesers.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Diplomatentochter auf Abwegen, 22. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Biographie des Hungers (Gebundene Ausgabe)
Wie kann der Hunger zum Thema einer Biographie werden?

Unglaublich aber wahr: Amélie Nothomb entwickelt aus dem Thema ' Hunger' eine ganze Theorie der Politik des Notwendigen. Am Beispiel der Insel Vanuatu auf den Neuen Hebriden zündet sie die Idee, dass der Mangel an Hunger auch den Kampfgeist und den Eroberungswillen lähmt.

Das Fehlen des Hungers und der Not führt zu fehlender Flexibilität und Lebendigkeit. Lethargisch und satt lehnen sich die Menschen zurück und leben ihrem Überfluss, der fast einem Überdruss gleicht.

Nach einer kurzen Einleitung kommt sie zu ihrer eigenen Geschichte, der eines Kindes, das ständig Hunger hat, aber einen Hunger im übertragenen Sinn: sie kann von Glück und Liebe, von Zufriedenheit und Schönheit nie genug kriegen!

Glorifizierend fast erscheinen Mutter, Schwester und das Au Pair Mädchen Inge als ausgewiesene Schönheiten. Dagegen kommt sich Amélie vor wie ein hässliches Entlein!

Als Diplomatenkind lebte sie in Japan, China, New York und Bangladesch. Die Länder, Menschen und Abenteuer weichen mit ihren Eindrücken für das Kind und junge Mädchen auf den unterschiedlichen Diplomatenposten erheblich voneinander ab. In Japan muss sie in einen japanischen Kindergarten gehen und hasst das korrekte und eintönige Leben. Umso mehr liebt sie ihr japanisches, sanftes Kindermädchen! In China gibt es den antikapitalistischen Kulturwahn, der überall waltet. New York und Amerika entfesselt sie zu Begeisterungsstürmen,--hier ist das Leben schön, leicht, heiter erhaben und einfach herrlich. Von hier nach Bangladesch und Burma legt man einen weiten Weg zurück vom Reichtum in die Armut! Hier aber beginnt auch für die Autorin ihre eigentliche Hungerbiographie: sie wird zum hungernden Teenager mit der Krankheit Anorexie.

Die Schilderungen der Autorin sind von witziger Einfachheit. Sie berichtet aus den Augen des heranwachsenden Mädchens zuerst mit vier, dann mit fünf, in New York mit zehn Jahren und stellt ihre innere Welt zur Schau. Mit ihren Blicken sieht man die Schönheit, die Freiheit und das Liebesleben der anderen, und träumt von all' dem Glück, das sie selbst noch erfahren will! Beliebt und heiter, verwöhnt und sicher kommt sie aus einem familiären Umfeld, in der alle gut gelaunt und freundlich sind.

Über allem schwebt der Geist eines wachen Kindes, das, wenn auch widerwillig, in Burma, Indien und überall auf den Stationen der Botschaften in fernen Ländern die Schönheit der Natur und die Eigenheiten der dort ansässigen Menschen erlebt. Amüsant und leicht, locker und heiter ist diese Lebensbiographie eines Kindes, das während der aufgezwungenen Wanderjahre zum jungen Mädchen heranwächst. Erst ganz zuletzt hört man vom Ernst einer Krankheit, die ganze Teenagergenerationen erfasst und gravierende Folgen haben kann.

Eine gewisse Eitelkeit kann man der Autorin nicht absprechen. Ihr eigenes Leben und ihre Größenphantasien stehen im Mittelpunkt einer Erzählung, in der es zu Beginn noch um Hexen und Feen, zuletzt aber um Alkoholismus und Anorexie geht, Auswüchse einer Jugend, die alles hat und nichts begehrt und daran krankt und fast zugrunde geht.

Zum Glück für sie findet die Autorin zur Literatur, die ihre Rettung sein wird.
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