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Bioethik-Konvention und der Zugriff der Forschung auf den Menschen
 
 
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Bioethik-Konvention und der Zugriff der Forschung auf den Menschen [Broschiert]

Guido Sprügel
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 124 Seiten
  • Verlag: Pahl-Rugenstein Nachfolger (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3891442653
  • ISBN-13: 978-3891442654
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.059.128 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit den 80er Jahren vollzieht sich im Bereich der Entwicklung von Biologie und Medizin ein rasender Umbruch. Bisher unvorstellbare Fortschritte, wie z.B die Entschlüsselung des menschlichen Genoms, scheinen dem Menschen die unumschränkte Macht über "die Biologie" zu geben.
Auch im ideologischen Bereich findet ein Umdenken statt: von den allgemeinen Menschenrechten hin zu einer Bewertung des Menschen nach seiner "Biomasse". Der Mensch soll Forschungsrohmaterial werden. Und da ein Zugriff auf die "Gesunden" nicht so einfach möglich ist, wendet sich das Forschungsinteresse in erster Linie sogenannten nichteinwilligungsfähigen Menschen (z.B. Komapatienten) zu.
Die "Bioethik" als ideologisches Gerüst vertritt dabei als Teilethik den Anspruch einer universellen Ethik für das 21. Jahrhundert. Ethikinstitute, Ethikarbeitskreise und die Gremien des Europarates beschäftigen sich mit der "Bioethik".
Der Europarat ließ denn auch im Geheimen eine Konvention für den Bereich der Biomedizin entwickeln, in der dieses Gedankengut europaweit zum gültigen Maßstab für die Forschungen in den Bereichen Biologie und Medizin werden sollte. Was dann als "Bioethik-Konvention" durch eine Bürgerinitiative 1994 förmlich ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wurde, entsprach genau den negativen Erwartungen.
Ein breiter Protest regte sich in Deutschland. Der Europarat ließ die Konventionen überarbeiten und in veränderter Form 1996 einschließlich dem neuen Titel "Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin" herausgeben. In vielen Ländern des Europarates wurde sie daraufhin unterzeichnet - in Deutschland bis heute nicht.
Die Arbeit des Sonderpädagogen Guido Sprügel zeichnet diese Entwicklung der Konvention nach. Detailliert wird die Vorgeschichte der verschiedenen Konventionsentwürfe beschrieben, um dann die einzelnen Entwürfe anschaulich vorzustellen.
Der Autor beschreibt dabei auch die Reaktionen der offiziellen Politik und der gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland. Die Arbeit beinhaltet darüber hinaus einen Vergleich zwischen den Bestimmungen des Menschenrechtsübereinkommens und ausgewählten nationalen und internationalen Vereinbahrungen. Den Abschluß der Arbeit bildet eine kenntnisreiche Analyse der Berichterstattung über die Konvention in verschiedenen Fachpublikationen der Behindertenselbsthilfe. Im Anhang sind die Originalentwürfe der "Bioethik-Konvention" als Dokument enthalten.

Der Autor über sein Buch

Die Biomedizin-Konvention und der Zugriff auf den Menschen
Seit den 80er Jahren vollzieht sich im Bereich der Entwicklung von Biologie und Medizin ein rasanter Umbruch. Der Mensch wird nur noch nach seiner "Biomasse" bewertet. Ein Produkt dieser Entwicklung ist die "Biomedizin-Konvention" des Europarates. Das Buch schildert die Entwicklung der Konvention, die Reaktionen in Deutschland und die Aussagen anderer Rechtsnormen zur Forschung am Menschen. Darüberhinaus wird die Ideologie der "Bioethik" und die Konvention gesellschaftlich eingeordnet. Welche Interessen stehen hinter der Konvention? Eine detaillierte Analyse der Berichterstattung in Zeitschriften der Behindertenselbsthilfe runden das Buch ab.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Umbruch im Denken 12. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Ich gebe dem Autor recht - es vollzieht sich ein Umbruch im Gedankengebäude - und das weltweit. Sehr kenntnisreich geschrieben und voller Information.
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Ein verdammt wichtiges Thema 15. September 1999
Von Ein Kunde
So geht das mit der Biotechnologie nicht weiter. Ich fühle mich verängstigt und bedroht von der Entwicklung. Gut, dass es noch Bücher über dieses Thema gibt. So bleibt eine kritische Öffentlichkeit wach. Alle Achtung für den Titel!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Ein Kunde
Ich habe bereits eine Vorveröffentlichung gelesen und bin nun von dem fertigen Buch schlichtweg begeistert! Ein großes Lob den Recherchefähigkeiten des Autors!
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