BSE, Vogelpest, Genmais und Gammelfleischskandal haben Bioprodukten in Deutschland einen starken Marktaufschwung beschert. Bio ist in - längst auch beim Wein.
Aber was unterscheidet biologische Weinerzeugung eigentlich genau vom kontrolliert-integrierten Anbau bzw. vom naturnahen? Und wie ist es mit der Biodynamik?
Diese Fragen beantwortet W. Römmelt, Inhaber einer Weinschule, Weinakademiker und Autor in Fachzeitschriften so detailliert wie kein Zweiter. Verbandspolitik, Umgang mit Düngung, Schädlingsbekämpfung und Pilzbefall, Ertragsreduktion, Schwefeleinsatz, Gärhefen, Kellerarbeit, Dynamisierung, Homöopathie, Terroirdebatte - auf alle diese Punkte und viele weitere geht er in sehr gut lesbarem Stil ein.
Die sachlichen Informationen werden geschickt aufgelockert und sinnvoll ergänzt durch 21 Interviews mit ökologisch oder biodynamisch arbeitenden Winzern aus mehreren Ländern. Die Topwinzer Phillipp Wittmann, Steffen Christmann und fünf weitere Deutsche, J.P. Frick (Elsass), N. Joly (Loire), L. Lurton (Bordeaux) u.a. erklären, warum sie umgestellt haben, welche Ziele sie damit verfolgen und was dies mit Weinqualität zu tun hat.
Als studierter Volkswirt nimmt Römmelt auf der Höhe der Zeit auch die globale Bioweinproduktion und die Marktsituation in den Blick. Den Abschluss bilden Übersichtstabellen und ein internationales Verzeichnis ausgewählter Biowein-Erzeuger, einschließlich ihrer Internetadressen, geordnet nach Ländern und Regionen.
Wer sich differenziert über Biowein informieren will, kommt an diesem Buch absolut nicht vorbei!