Dieses schon 1999 erstmals veröffentlichte und mittlerweile zum Standardwerk gewordene Buch erscheint hier in einer überarbeiteten und durch neue Forschungsergebnisse erweiterten Neuauflage.
Karl Heinz Brisch darf mittlerweile als einer der bedeutendsten Analytiker weltweit gelten, der jenen wichtigen Ansatz von John Bowlby, dem Begründer der Bindungstheorie, weiter entwickelte.
"Die Bindungstheorie", hatte Bowlby einst geschrieben, "begreift das Streben nach engen emotionalen Beziehungen als spezifisch menschliches, schon beim Neugeborenen angelegtes, bis ins hohe Alter vorhandenes Grundelement ... Trotz der großen Bedeutung des Nahrungs- und Sexualtriebs ist die Bindung, ihrer lebenswichtigen Schutzfunktion wegen, als solche eigenständig."
Es lag schon lange nahe, aus dieser grundlegenden Theorie Ansätze für eine psychoanalytische und später auch familientherapeutische Therapie zu entwickeln. Denn viele der Patienten, die mit Problemen psychischer Art einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, leiden unter irgendwelchen Störungen ihrer primären Bindungen.
Von diesen Störungen und der "bindungsbasierten Psychotherapie" handelt dieses Buch, nachdem es eine grundlegende und umfassende Einführung in die Bindungstheorie, ihre Geschichte und ihre Konzepte gegeben hat. Zahlreiche Behandlungsbeispiele aus der klinischen Praxis bilden den Schwerpunkt eines Buches, das auch für den Laien, für Eltern und Erzieher etwa, verständlich und von hohem Interesse ist.