Pearl Jam setzen mit ihrem neuen Album einen weiteren Meilenstein. Beim ersten Hören hört man immer wieder Elemente, die einen an die Smashing Pumpkins, Green Day oder Soundgarden denken lassen. Doch bereits nach einmaligem Hören verschmilzt die Musik zu etwas, was nur eine Bezeichung verdient - Pearl Jam. Das Album bietet trockenen Garagenrock und musikalische Extravaganz, es verbindet die Innovationsfreudigkeit von "No Code" mit dem fesselnden Rock von "Vs." und "Vitalogy". Die Vielfalt und Bandbreite der musikalischen Elemente lässt das Werk zu einem Meisterstück werden, bei dem man keinen Song missen möchte. Sogar Eddie Vedders kleine Spaßeinlage "Soon Forget" würde fehlen, wäre sie nicht da. Die Texte handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen, kritisieren aber auch gesellschaftliche Missstände. Der neue Mann am Schlagzeug, Matt Cameron, steht seinen Vorgängern um nichts nach und verleiht dem Spiel eine ganz besondere Note. "Sleight of Hand" wird förmlich vom Schlagzeug getragen. Das Solospiel von Mike McCready drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern gibt dem jeweiligen Stück seine Stimmung, wie auf dem hypnotischen "Of the Girl". Stone Gossard und Jeff Ament beeindrucken wieder mal durch ihre genialen Songwriterqualitäten, und zu Eddie Vedder bleibt nur eins zu sagen - er bleibt eine der wenigen herausragenden Persönlichkeiten der heutigen Musik. Dieses Album ist ein absolutes Muss für jeden, der ein wenig Rock'n'Roll in seinem Herzen trägt.