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Produktinformation
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Sie bietet in ihren neuen Erzählungen einen bunten Querschnitt aus unserer verrückten Alltagswelt -- den ganz normalen Wahnsinn eben.
Da ist die junge Mutter, die für ihre Tochter nur das Beste will, selbstverständlich kein Plastikspielzeug, schon gar keine Barbie-Puppe und nur Nahrung aus gesundem, biologisch-dynamischem Anbau. Daß sie dabei restlos verbiestert wird, das Lachen verlernt und ihrer Familie durch ihre Nervosität und Hektik den letzten Nerv tötet, merkt sie gar nicht. Da wirkt das von ihr beschäftigte, dunkelhäutige Au-Pair Mädchen aus Amerika herrlich unkompliziert und erfrischend: Gerade so wie eine jener roten Tüten mit knusprigen Pommes, die natürlich nur heimlich verdrückt werden dürfen und zu keinem Zeitpunkt auf dem Speisezettel der Familie zu finden sein werden.
Doris Dörrie beschreibt mit einer schonungslosen Ehrlichkeit das Nerven der Kinder, die Kleinlichkeit der Mütter, den Haß unter den besten Freundinnen und den täglichen Kleinkrieg zwischen den Ehepartnern.
Da engagiert sich das liberale Öko-Ehepaar für die vietnamesischen Asylanten und versteckt sich am Schluß hinter zugezogenen Gardinen, weil es die Freundlichkeit der Familie Hung auf Dauer nicht mehr ertragen kann.
Doris Dörrie verbindet einige ihrer besten Geschichten miteinander. Zuerst stellt sie die Nöte und Sorgen der besorgten Mutter mit ihrer heranwachsenden Tochter dar. In der folgenden Story dreht die Tochter den Spieß um und nimmt ihre Mutter so haarscharf ins Visier, daß sie deren unsinnigen Verhaltensweisen und Gewohnheiten wie unter dem Mikroskop zerpflückt. Hier zeigt Doris Dörrie, daß sie mit ihrem Erzähltalent aus dem vollen schöpfen kann.
Sie beschreibt die aufgeklärte, alternative Intellektuellenszene auf so herrlich offene Weise, daß man beim Lesen nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Doris Dörrie hält Tausenden von Frauen und Familien den Spiegel vor und nicht immer ist der Blick in den Spiegel angenehm, aber ehrlich. --Manuela Haselberger
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Und doch ist man auch betroffen über die Schilderung einzelner Schicksale, und über das Netz an Zwängen, Verpflichtungen und Beziehungen, in denen die Menschen gefangen sind. Es kann dabei um die besten Freundin, den eigenen Freund oder Ehemann, die eigenen Kinder oder um eine ungleiche Liebesbeziehung gehen, dargestellt anhand von kurzen Momentaufnahmen oder längeren Entwicklungen. Und gerade weil Doris Dörrie in ihren Geschichten nicht wertet, nicht urteilt, weder lobt noch tadelt, sondern einfach nur beschreibt, ist dieses Buch ein wunderbar anschaulicher Spiegel der 90er. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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