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Produktinformation
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Das Buch schildert Ereignisse zwischen den Monaten März und August des Jahres 2003, die das Leben von zwei Familien in Deutschland und Korea völlig verändert haben: Die erste Begegnung der erwachsenen Adoptivkinder mit ihrem Geburtsland; die Suche nach biographischen Details in den Kinderheimen; die Teilnahme an einer Suchsendung im koreanischen Fernsehen; vier Wochen später die erste Begegnung mit den biologischen Eltern; und schließlich der Besuch bei den biologischen Eltern.
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Dinge, die uns alle betreffen
Die Realität ist bekanntlich meist banal und der Alltag monoton, aber bisweilen passieren Dinge, die jede auch noch so kühne Fantasie übertreffen und einem den Boden unter den Füßen wegreißen. In „Bin ich ihr ähnlich?“ erzählt Gerd Schinkel die Geschiche einer Adoption und die dramatischen Schicksalswendungen, die sie bewirkt. Hätte sich ein Drehbuchautor so etwas ausgedacht, würde man ihm wohl wegen Forcierung des Spannungsbogens belächeln.
Der Inhalt eines Buches ist natürlich extrem wichtig, doch genau so entscheidend ist die Art und Weise, wie eine Story übermittelt wird. In diesem Fall liefert das Geschehen wohl den idealen Stoff für einen kommerziellen mit allen bewährten Zutaten des Kitsches gewürzten Reality-Roman, und viele hätten einen solchen daraus gemacht. Doch Kitsch und Kommerzialisierung der Gefühle sind bestimmt nicht Schinkels Ding. Der kritische Verstand und das wachsame Reflektieren werden bei ihm auch in den bewegendsten Momenten nicht ausgeschaltet. Ohne in billige Sentimentalität zu verfallen, schafft es der Autor feinste Gefühlsschwankungen und diffenrenzierte Stimmungen zu sezieren und Verblüffendes in einem nüchternen Ton rüberzubringen. Und gerade dadurch wird man als kritischer Leser in einen Strudel der Emotionen hineingezogen.
Ist „Bin ich ihr ähnlich?“ etwa bloß ein Buch für Adoptiveltern und Adoptivkinder? Mitnichten. Denn es geht in diesem Werk beileibe nicht nur um Adoption, sondern auch um Umgang mit dem Fremden, um Zweifel und Zerrisenheit, Mut und Vertrauen, Liebe und Angst vor dem Verlassenwerden, und das sind natürlich Dinge, die uns alle betreffen.
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