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Bin ich zu blöd?: Der Handy-Hotline-Technik-Terror. [Taschenbuch]

Sibylle Herbert
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag; Auflage: 1., Auflage (23. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041541
  • ISBN-13: 978-3462041545
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 268.629 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sibylle Herbert
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hilfe, meine Mikrowelle versteht mich nicht - wie uns der Alltag überfordert.

Der Alltag wird immer komplizierter, die Welt wird unbedienbar. Mit ihrem ironisch-verzweifelten Aufschrei spricht Sibylle Herbert allen Kunden und Usern aus der Seele - und zeigt auf, wie wir uns die Zumutungen unserer Zeit mit einfachen Tricks vom Leibe halten können. Wieso schafft man es nicht, die Uhrzeit an der neuen Hightech-Mikrowelle einzustellen? Jeder verzweifelt für sich allein. An der Paketstation, im Parkhaus oder an PINs und TANs. Doch Millionen andere um uns herum verzweifeln ebenso. Digitalkameras, Navis, Mobiltelefone, MP3-Player, Fernseher, Radiowecker, Kochherde, Waschmaschinen, Kinderspielzeug, Fahrkartenautomaten, Computer, die Welt des Internet - alles wird komplizierter. Wir müssen uns auf völlig undurchsichtigen Märkten zurechtfinden, mit Hotlines verhandeln und schauen, dass wir in der virtuellen computerisierten Lebenswelt nicht verloren gehen. Kellner, Bankangestellter, Schaffner, Kassierer, Techniker, Softwareexperte, Tankwart, Einzelhandelskaufmann, Paketbote, Reiseberater - wir haben unzählige Jobs. Aber wir haben kein ordentliches Anstellungsverhältnis in der Post-Bahn-Peek&Cloppenburg-TUI-Real-Ikea-JET-Vapiano-Starbucks-Deutsche-Bank-Lufthansa-Telekom-Welt. Kein Wunder, dass 24 Stunden nicht mehr reichen, um all das zu managen, was zu unserem Alltag gehört. Sibylle Herbert zeigt, wie Experten versuchen, Benutzerschnittstellen zu optimieren, und stellt sich einem Selbstversuch in einem Usability-Labor. Sie verrät, wie man dem alltäglichen Minuten-Diebstahl ein Schnippchen schlägt, wie man einen neuen Fernseher kauft, ohne von Plasma, LCD, FULL-HD, HD Ready, DVBT eine Ahnung zu haben - oder, wie man sein Auto aus dem Parkhaus befreit, obwohl der Automat 22.000 Euro für eine Stunde Parken verlangt.

Über den Autor

Sibylle Herbert wurde 1956 in Köln geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. 1981 begann sie ihre journalistische Laufbahn beim Westdeutschen Rundfunk. Heute ist sie politische Redakteurin beim Hörfunk. Schwerpunkt ihrer journalistischen Tätigkeit ist unter anderem die Sozialpolitik. 2005 veröffentlichte sie ihr erstes Buch: Überleben Glücksache Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet. Seitdem tritt sie als Expertin in Fragen der Gesundheitspolitik häufig im Fernsehen auf. Sibylle Herbert wurde mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnet. Sie lebt in Köln und hat zwei Töchter.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schöne, neue Welt! 22. November 2009
Format:Taschenbuch
Liest man die ersten Zeilen dieses Buches, fühlt man sich noch fast als Teilnehmer einer gemütlichen Runde im Verlagswesen bei einem Glas Champagner. Dann aber geht es los: ist doch in dieser Runde der Gedanke aufgekommen, einmal über den Sinn und Unsinn unserer heutigen Verkaufs-Sicherheits - und Kommunikationswelt nachzudenken.
Da wird sehr bald klar, dass es um Zahlen, Pins, Hotlines, Tans und Beschreibungen moderner Konsumtitel wie DVDs, Telefone, Waschmaschinen und...und.....und geht.
Alsbald schwirrt einem der Kopf vor Zahlen, Vorgängen zur Selbstbedienung beim Einkauf, Zusammenbau von Möbeln, Beschreibungen von Installationen für Telefone, Handys, Fernseher etc. Ob beim Flugeinschecken oder bei der ausufernden Zahl von Hinweisen zur Erlangung einer Auskunft über so genannte Hotlines: bis man einen richtigen sprechenden Menschen erreicht, kann es lange dauern! Man fasst sich an den Kopf, denn just jetzt begreift man, dass wir schon mitten in einer schönen neuen Welt leben, in der frühere Bedienungs- und Dienstleistungen aller Art noch von dafür bezahlten Menschen ausgeübt wurden.

Sibylle Herbert hat sich einmal die Mühe gemacht, aufzulisten, wo überall Fallstricke auf uns warten; eine beträchtliche Übersicht ist entstanden, die einen schwindeln macht. Und doch: fühlt man sich nicht auch getröstet, dass man nicht alleine nur "zu blöd" ist? Geht es doch unseren Mitmenschen nicht anders als uns selbst: sie scheitern an den Tücken der Technik und werden an sich selber irre. Wenn plötzlich 22000,- ¤ für einen Parkschein gefordert werden, und man sicher sein kann, dass ein Irrtum vorliegt, so ist das nicht mehr witzig, wenn niemand erreichbar ist, der einem aus der Patsche hilft.

Ein witziges, lebendiges und ironisch auflistendes Mahnmal ist unter der Feder von Sibylle Herbert entstanden: sich nicht alleine zu fühlen in einer Zeit, die von uns Allwissenheit verlangt und in der wir Bankangestellter, Flugassistent, Kassierer und Möbelschreiner in einem zu sein haben.

Herrlich, erfrischend, konfrontativ und aufklärend erscheint das Buch. Man möchte hoffen, dass die vielen Erfinder aller unserer schönen und angeblich vereinfachenden Neuerungen auf die Idee kommen mögen, wenigstens technische Beschreibungen so herzustellen, dass sie nicht für aber auch JEDES Gerät eine neue Einführung erforderlich macht!

Fazit: niemand wird sich heute ohne Grundkenntnisse in der Computertechnologie noch an den Kauf technischer Hilfsmittel herantrauen. Darüber hinaus hat sich das Klauen der Bankräuber ebenso in die virtuelle Welt verlagert wie der Einkauf fast aller Güter, und die Ticketbestellungen für welche Events auch immer so wie so.
Eine flott geschriebene Satire auf unser neuzeitliches Leben hat Sibylle Herbert geschrieben.

"Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe," möchte man mit dem guten alten Wilhelm Busch sagen, der mit diesem Ausspruch die Streiche von Max und Moritz unterstrichen hat.
Wohin das Leben in dieser neuen Technikwelt wohl noch führen wird?
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eigentlich bekomme ich Ausschlag, wenn ich die Bücherstapel "Lebenshilfe"(oder so ähnlich)nur von weitem sehe...
Der Titelfragestellung: Bin ich zu blöd,konnte ich mich diesmal aber doch nicht entziehen, zu oft hatte ich mir diese
Frage vor allem im Hinblick auf technische Geräte schon selbst gestellt... Und dann, beim Lesen, fühlte ich mich endlich mal verstanden! Darin erschöpfte sich das Lesevergnügen aber nicht - ich fühlte mich auch informiert!!!!
Was dieses Sachbuch von so vielen anderen unterscheidet ist, dass es gründlich recherchiert ist, so dass man auch eine Menge über Zusammenhänge unserer"Schönen Neuen Welt" (siehe meine Vor-Reszensentin)erfährt.
Das Buch ist temporeich, spannend(!), und der Witz ist nicht peinlich drübergestülpt (wie so häufig in diesem Genre),
sondern ist der Sache immanent.Absolut empfehlenswert!!!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Insgesamt sehr vergnüglich zu lesen und - in Maßen - sogar mit konkreten Tipps versehen, wie man es schafft, sich in der immer schneller drehenden Welt auf Dauer zurechtfinden und endlich auch einmal die Frage stellt, ob man das immer muss.
So ganz logisch geht es aber nicht immer zu: wer sein Billy-Regal in den Kofferraum wuchtet, muss sich nicht beschweren, dass man bei Ikea die Möbel-Endmontage an den Kunden delegiert hat - dafür kann man es halt auch direkt mitnehmen und es wird ja auch keiner gezwungen, dort zu kaufen.
Etwas inkonsequent auch, dass sich die Autorin seitenlang genüsslich über die Tücken und Pleiten beim misslungenen Stromanbieterwechsel auslässt, aber sich ein paar Seiten weiter in einem anderen Zusammenhang wundert, dass nur ca. 10% der Stromkunden ihrem kunden-desorientierten Versorger den Rücken kehren.
Trotz der kleinen Schönheitsfehler aber ein sehr unterhaltsames, pointiertes und intelligent geschriebenes Buch - noch dazu sorgfältig recherchiert, in dem man sich oft wiedererkennt und das Mut macht, nicht jeden Blödsinn unreflektiert mitzumachen.
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