VideoMarkt
Drama von Kim Ki-duk um einen jungen Mann, der sich in fremden Wohnungen häuslich einrichtet und dabei auf die Liebe seines Lebens trifft.
Blickpunkt: Film
Nach dem Silbernen Bären für die beste Regie der Berlinale 2004 für 'Samaria' durfte der enorm fleißige südkoreanische Filmemacher Kim Ki-duk in Venedig erneut jubeln. Für 'Binjip', der erst nachträglich in den Wettbewerb aufgenommen worden war, konnte der 44-Jährige nun den Silbernen Löwen, wieder in der Regie-Kategorie, in Empfang nehmen. 'Binjip' handelt von einem jungen Mann, der sich in fremden Wohnungen häuslich einrichtet und dabei auf die Liebe seines Lebens trifft. Traumhafte Bildkompositionen, ein wunderbarer Erzählrhythmus und betörende Hauptdarsteller festigen Kim Ki-duks Ruf, ein ganz Großer der internationalen Filmkunst zu sein.
Ob Berlin oder Karlsbad, Vancouver oder Locarno - auf welchem Festival Kim Ki-duk mit seinen Werken auch auftritt, stets liegt ihm das internationale Publikum zu Füßen. Auch auf der soeben zu Ende gegangenen 61. Biennale gab es für ihn und seine beiden mit ihm angereisten Hauptdarsteller Lee Seung-yun und Jae Hee tosenden Beifall und stehende Ovationen. 'Binjip' markiert seinen nunmehr elften Spielfilm innerhalb von nur neun Jahren - eine sensationelle Frequenz, die keineswegs zu Lasten der Qualität geht. Wie schon sein verstörend-brutaler 'Seom - Die Insel' ist 'Eisen 3', so heißt 'Binjip' übersetzt, in erster Linie ein Zwei-Personen-Stück. Darin sieht man den liebenswerten Herumtreiber Tae-suk wie er - zunächst noch harmlos - Reklamezettel an Wohnungstüren befestigt. Ein paar Tage später taucht der junge Mann aber erneut in der Gegend auf und bricht in eben jene Domizile ein, an deren Eingang der Werbefolder immer noch hängt. Dort macht er es sich dann gemütlich, bedient sich aus dem Kühlschrank und nimmt ein Bad. Bevor Tae-suk weiterzieht, repariert er defekte Elektrogeräte, manipuliert Waagen, wäscht Wäsche und räumt penibel auf. Eines Tages begegnet er überraschend der hübschen Sun-hwa, die unter den Gewalttätigkeiten ihres Mannes leidet. Mit Hilfe eines Golfschlägers, jenem titelgebenden Eisen 3, der auch in der Folge noch eine wichtige Rolle spielen wird, hält Tae-suk den aggressiven Gatten in Schach und nimmt mit Sun-hwa Reißaus. Als die Polizei durch Zufall auf seine Fährte gelockt wird, ist es mit dem Glück des frischgebackenen Liebespaares schon wieder vorbei.
Schein oder Sein, was ist wahr, was ist Traum? Wo beginnt die Imagination und was davon ist knallharte Realität? Kim Ki-duk liebt es, das Publikum in seine Welt zu entführen und dort nach allen Regeln der Kunst irre zu leiten. Wenn etwa der tragische Held im Gefängnis darbt und damit beginnt, in seiner kargen Zelle mit dem Wärter ein schattenhaftes Versteckspiel zu treiben, spätestens dann weiß man, dass es das südkoreanische Regie-Genie auf unsere ureigenen Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte nach Liebe und Geborgenheit abgesehen hat. Diese global gültigen Emotionen packt er in Bilder von ungeheurer Wucht und Präzision, die für sich sprechen. Deshalb fällt bei Kim Ki-duk auch kein Wort zu viel - der Held selbst ist gar 'stumm'. Nachdem Pandora mit 'Frühling, Sommer, Herbst, Winter... Frühling' knapp 180.000 Besucher in den Bann zog, wird der Verleih nun auch dieses veritable Meisterwerk in die deutschen Kinos bringen. lasso.
Ob Berlin oder Karlsbad, Vancouver oder Locarno - auf welchem Festival Kim Ki-duk mit seinen Werken auch auftritt, stets liegt ihm das internationale Publikum zu Füßen. Auch auf der soeben zu Ende gegangenen 61. Biennale gab es für ihn und seine beiden mit ihm angereisten Hauptdarsteller Lee Seung-yun und Jae Hee tosenden Beifall und stehende Ovationen. 'Binjip' markiert seinen nunmehr elften Spielfilm innerhalb von nur neun Jahren - eine sensationelle Frequenz, die keineswegs zu Lasten der Qualität geht. Wie schon sein verstörend-brutaler 'Seom - Die Insel' ist 'Eisen 3', so heißt 'Binjip' übersetzt, in erster Linie ein Zwei-Personen-Stück. Darin sieht man den liebenswerten Herumtreiber Tae-suk wie er - zunächst noch harmlos - Reklamezettel an Wohnungstüren befestigt. Ein paar Tage später taucht der junge Mann aber erneut in der Gegend auf und bricht in eben jene Domizile ein, an deren Eingang der Werbefolder immer noch hängt. Dort macht er es sich dann gemütlich, bedient sich aus dem Kühlschrank und nimmt ein Bad. Bevor Tae-suk weiterzieht, repariert er defekte Elektrogeräte, manipuliert Waagen, wäscht Wäsche und räumt penibel auf. Eines Tages begegnet er überraschend der hübschen Sun-hwa, die unter den Gewalttätigkeiten ihres Mannes leidet. Mit Hilfe eines Golfschlägers, jenem titelgebenden Eisen 3, der auch in der Folge noch eine wichtige Rolle spielen wird, hält Tae-suk den aggressiven Gatten in Schach und nimmt mit Sun-hwa Reißaus. Als die Polizei durch Zufall auf seine Fährte gelockt wird, ist es mit dem Glück des frischgebackenen Liebespaares schon wieder vorbei.
Schein oder Sein, was ist wahr, was ist Traum? Wo beginnt die Imagination und was davon ist knallharte Realität? Kim Ki-duk liebt es, das Publikum in seine Welt zu entführen und dort nach allen Regeln der Kunst irre zu leiten. Wenn etwa der tragische Held im Gefängnis darbt und damit beginnt, in seiner kargen Zelle mit dem Wärter ein schattenhaftes Versteckspiel zu treiben, spätestens dann weiß man, dass es das südkoreanische Regie-Genie auf unsere ureigenen Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte nach Liebe und Geborgenheit abgesehen hat. Diese global gültigen Emotionen packt er in Bilder von ungeheurer Wucht und Präzision, die für sich sprechen. Deshalb fällt bei Kim Ki-duk auch kein Wort zu viel - der Held selbst ist gar 'stumm'. Nachdem Pandora mit 'Frühling, Sommer, Herbst, Winter... Frühling' knapp 180.000 Besucher in den Bann zog, wird der Verleih nun auch dieses veritable Meisterwerk in die deutschen Kinos bringen. lasso.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Drama von Kim Ki-duk um einen jungen Mann, der sich in fremden Wohnungen häuslich einrichtet und dabei auf die Liebe seines Lebens trifft.
Kurzbeschreibung
Tae-suk bricht in Häuser ein, deren Eigentümer verreist sind. Er will nichts stehlen, er will dort nur vorübergehend wohnen. Jedes Mal fühlt er sich wie zu Hause: er kocht, duscht, schläft, erledigt kleine Reparaturen und liegen gebliebene Hausarbeiten. Nach ein paar Tagen verlässt er die fremden Häuser und sicht sich ein neues Refugium. Tae-suks Ritual wird unterbrochen, als er in einer luxuriösen Villa das unglücklich verheiratete Model Sun-hwa trifft. Eine außergewöhnliche Liebe beginnt. Gemeinsam ziehen sie von einer leer stehenden Wohnung zur nächsten, bis die Polizei ihrem anarchischen Treiben ein vorläufiges Ende bereitet...