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Binärcode: Der Astronomie-Krimi: Der Astronomie-Krimi. Mit einer Krimi-Analyse der ZEIT WISSEN Redaktion [Gebundene Ausgabe]

Christian Gude
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 243 Seiten
  • Verlag: edel; Auflage: 1 (8. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941378473
  • ISBN-13: 978-3941378476
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 15,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 205.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Gude
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hauptkommissar Karl Rünz gerät auf einer Brachfläche im Norden Darmstadts in einen Hinterhalt. Ein Unbekannter fällt einem Scharfschützen zum Opfer, und beinahe hätte es auch ihn erwischt. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, steht Rünz vor zwei existenziellen Fragen: "Werde ich wirklich mit Nordic Walking anfangen?" und "Wer hat diesen dicken Italiener ermordet?" Und dann ist da noch dieses rätselhafte, verschlüsselte Signal, auf das er sich keinen Reim machen kann. Rünz-Fälle sind anders. Ironisch, zynisch, politisch unkorrekt. Sie vereinen präzise wissenschaftliche Recherche mit Sprachwitz. "Binärcode" ist eine faszinierende Reise durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit einem Reiseleiter, den man eigentlich nur lieben oder hassen kann.

Über den Autor

Christian Gude wurde 1965 in Rheine/Westfalen geboren. Er studierte Geographie in Mainz und lebt heute in Darmstadt. Für ein international operierendes Consulting-Unternehmen arbeitet er als Marketingexperte.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich gebe es offen zu. Viele der astronomischen Beschreibungen konnte ich nicht vollständig folgen. Auch suchte ich vergeblich nach einem Element, was einem Krimi doch ureigen ist: nach Spannung. Und warum starb der Italiener und später die Prostituierte? Also, es ist aus meiner Sicht nicht einfach, dem eigentlichen Kriminalfall zu folgen, weil das Buch wie eine Art Big Mac aufgebaut ist. Zwischen dem Hauptkrimi liegen etliche Scheiben dazwischen, die wie deplaziert in die Geschichte dazugeflochten werden. Die kaputte Beziehung des Kommissars zu seiner Frau, ihre Sitzungen beim Eheberater, astronomisches Kauderwelsch wie aus einem Fachbuch für Astronomie kopiert, bis ins kleinste Detail Beschreibungen irgendwelcher Waffengattungen.
Ein Buch zum Weglegen? Nö. Dieser Krimi ist eben anders. Und darin liegt sein Reiz. Ich habe allein über den Romanhelden Rünz Tränen gelacht. Einzelne Passagen meiner Frau vorgelesen. Ich werde bei der Art von Komik an alte Zeiten erinnert: an Colambo, Kojak und Oliver Hardy und Stan Laurel. Ich weiß nicht warum, aber ich fand das Buch lesenswert und werde auch die nächsten Abenteuer von Kommissar "Rünz" nicht versäumen wollen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ralf KvF
Format:Gebundene Ausgabe
Der Astronomie-Krimi "Binärcode" ist einer von zwölf Wissenschafts-Krimis der Zeit-Edition, die Kriminalromane aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen von Forensik über Mathematik bis zur Ozeanologie umfasst. In "Binärcode" gerät Hauptkommissar Rünz im Norden Darmstadts in einen Hinterhalt, bei dem ein Unbekannter und eine französische Kollegin Opfer eines Scharfschützen werden. Nachdem er leichtverletzt, aber mit der Diagnose eines Hirntumors, das Krankenhaus verlässt, beginnt er mit der Ermittlung der Hintergründe des Anschlages. Bei dem Toten handelt es sich um einen italienischen Luft- und Raumfahrttechniker, der ehemals beim European Space Operations Center angestellt und dort Mitarbeiter des Rosetta-Raumsondenprojekts war. Wie sich herausstellt, beschäftigte er sich mit der Möglichkeit des Vorhandenseins extraterrestischer Sonden/Aufklärer in unserem Sonnensystem und hat Datenveränderungen an der Sonde Rosetta während ihrer Flugphase vorgenommen, um einen Asteroiden "abzuhören". Eine weitere Spur in Richtung auf die Täter führt zur russischen Konsularabteilung.
Gude beschreibt mit viel Liebe zum Detail die Ermittlungsumgebung und alltäglichen Begebenheiten, die seinen Hauptkommissar während seiner Tätigkeit flankieren. Sein Schreibstil ist direkt und nötigt dem Leser stets ein Lächeln ab. Die zwischenmenschlichen Dialoge seines Helden Rünz mit Ärzten, Nachbarn, Freunden, Ehefrau und Vorgesetzten erlangen einen regelrechten "Kultstatus" und sind immer einen Lacher wert. Political correctness kann man von einem Rünz kaum erwarten. Die am Ende des Romans eingefügte Krimianalyse, die Roman und Realität vergleicht, ist eine inovative Variante der Buchbewertung und Kritik, die genauso interessant zu lesen ist, wie der eigentliche Roman. "Binärcode" wird nicht mein letzter Wissenschafts-Krimi gewesen sein.
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Von dadaxel
Format:Gebundene Ausgabe
In Hessen wird scharf geschossen: Kommissar Rünz (und damit auch dem Leser) fliegen in Darmstadt die Fetzen um die Ohren. Am Ende liegen zwei Leichen auf einer Industriebrache, ein dicker Italiener, dem der Anschlag galt, und die französische Austausch-Polizistin Charli, die in den Schusswechsel geriet. Einerseits ist das für die deutsche Provinz gleich zu Beginn des Buchs eine überdurchschnittliche Opferrate, aber andererseits sollte man auch nicht jeden in Deutschland beheimateten Krimi an der realen Verbrechensstatistik messen, weil sonst das Kapitalverbrechen in der deutschen Unterhaltungsliteratur nicht mehr vorkommt. Und gerade das, was Autor Christian Gude bezweckt, nämlich Kriminalgeschichten mit Lokalkolorit zu erzählen, müsste sich dann auf Einbrüche und Diebstähle beschränken, was sich so interessant lesen würde wie der Polizeibericht in der Heimatzeitung.

Soweit, so gut. Zum Darmstädter Umfeld gehört die Raumfahrt dazu, was Gude als Hintergrund für "Binärcode" nutzt. Eine spannende, nachvollziehbare Kriminalstory um diesen Themenbereich zu schreiben, ist dagegen eine ganz andere Sache. Am Ende fragt man sich, ob wirklich jeder von einer fixen Idee beseelte Freak die ins All gesendeten Signale nach seinem Geschmack manipulieren kann. Wohl eher nicht. Gude hatte offensichtlich großes Interesse daran, in seine Geschichte das Weltraumflair seiner Heimatstadt einzuweben. Vom populär-wissenschaftlichen Standpunkt her leistet er dabei eine ganze Menge, hat er doch akribisch recherchiert und sein Buch von wissenschaftlichen Fachleuten gegenlesen lassen. Vom Unterhaltungswert aber geht das konzeptionell nicht auf. Für diese Genre wirkt sich der wissenschaftliche Hintergrund eher verwirrend aus: Als Krimi ist das Buch zu wissenschaftlich, als Wissenschaftsbericht zu kriminell.

Was den Leser aber zu weiten Teilen versöhnen sollte, ist die ausgefallene Hauptfigur des Kommissar Rünz, ein schrulliger Waffennarr mit Beziehungsproblemen und einem guten Auge für die Neurosen seines Chefs. Dieser sehr schräg angelegte Charakter lässt Gude viel Raum für sarkastischen Witz, freche Bonmots und eine lockere Sprache, die auch manche Handlungsklippe erfolgreich überwindet. Es bleibt aber auch hier vieles in der Schwebe, wird angerissen und nicht zu Ende geführt (wie etwa die Paartherapie), wirkt dadurch etwas überfrachtet. Ein oder zwei Ticks weniger hätten es auch getan. Aber Gude hat ja mit Rünz einen Serienhelden kreiert, da möchte man schon heute an Schreibstoff für morgen denken. Wer also eine längere Bahnfahrt vor sich hat, kann sich mit diesem Buch ohne Spätfolgen die Zeit vertreiben.
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