Ein Ringblitz zum Preis von unter 100,- Euro. Mein erster Gedanke war: Wo ist der Haken an der Sache? Nachdem ich mir etliche Rezessionen angeschaut hatte, habe ich mir den Blitz dann doch bestellt und nach Erhalt ausgiebig getestet.
Das Gehäuse für Steuerung und Batterien ist ein einfaches Standartblitzgehäuse aus Kunststoff welches auf dem Blitzsockel der Kamera montiert wird und anstatt einer Blitzröhre ein Kabel am Schwenkkopf ausführt. Die Montage des Ringblitzes selbst erfordert ein bisschen Fingerspitzengefühl, ist aber ansonsten kein Problem. Hat man den Blitz montiert und mit vier AA Batterien bestückt kann es losgehen.
Der Blitz selbst hat außer dem Ein-Ausschalter weder eine zusätzliche Steuerung, wie etwa die teureren (und besseren) Canon Blitze, noch hat er irgendwelche Einstellmöglichkeiten. Hier muss man die kamerainterne Blitz-Anpassung verwenden wenn man gute Ergebnisse haben möchte, was bei mir dann auch gut funktionierte. Das ist s allerdings schon eher was für den ambitionierten Amateur, als für jemand der einfach drauf los knipsen will. In letzterem Fall ist dann ein Blitzgeräte mit umfangreicherer Automatik vorzuziehen.
Die Ausführung der beiden Gehäuses kann man am besten mit "billig" beschreiben. Die Gleichmäßigkeit des Blitzes ist in Ordnung und der Preis spricht absolut für das Gerät. Die Lichtleistung ist nicht der Brüller, vom Hersteller ist soviel ich weis eine Leitzahl von 14 angegeben.
Die höchst Blitzfolge, welche ich mit der EOS 40D erreicht habe, sind fünf Blitze hintereinander in ca. einer Sekunde, wobei die Helligkeit der einzelnen Bilder bei unverändertem Motiv leicht schwankte. Das Ziel, ausgeglichene Bilder zu knipsen, erreicht man sofern man sich mit der kameraspezifischen manuellen Blitzanpassung anfreunden kann.
Mann sollte wissen das es aufgrund des recht engen Filtergewindes von 52mm bei dem eine oder anderen Objektiv zu starken Vignetierungen kommen kann, vor allem im Weitwinkelbereich. Das ist nicht nur von der Brennweite und dem Objektivfiltergewinde Abhängig sondern auch von der Bauweise des Objektives. Am besten vor dem Kauf mit einer Papierschablone ausprobieren.