In den 50er Jahren strömten die kleinen Schmöker mit den eindrucksvollen Titelbildern in schwarz/blau einen geradezu magischen Zauber auf die meist jugendlichen Leser aus: Billy Jenkins - das war Abenteuer, Spannung, weite Welt und zudem nicht irgendein erfundener Westernheld. Billy Jenkins lebte! Das bewiesen die vielen Fotos die nach und nach in den Heften abgedruckt wurden und auch der Titelkopf der Hefte, der einen weißhaarigen Mann mit hartgeschnittenen Gesichtzügen und kühnem Blick zeigte. Billy Jenkins aber hatte mehr Vergangenheit als eine vielleicht doch nicht so ganz überzeugende Wild West-Historie. Das beweist Michael Zaremba in seinem Buch durch Zeitzeugen und nie gesehene Dokumente, die das Leben des "Helden" beleuchten. Der Zirkusstar, der Mensch, der Mythos Billy Jenkins wird in diesem Buch von vielen Seiten her beleuchtet. Dabei geht sicher ein wenig vom Glamour des Heftchenhelden verloren, aber eine Demontage findet auch nicht statt: Billy Jenkins, der Held unserer Kindheit, ist nach der Lektüre des Buches ganz einfach begreifbarer geworden, näher gerückt aber immer noch faszinierend.