-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
| ||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Doch wo Traditionen durch Trends ersetzt werden, wird Vielfalt mühsam und die Kundenkonfusion steigt. Mit der Kernfrage "Was ist was wert?" sind, so stellt der Autor klar, die meisten überfordert. Was liegt da näher, als auf das einfachste Unterscheidungskriterium zurückzugreifen, nämlich den Preis. Schließlich sind nicht nur Food und Fashion zu Dumpingpreisen inzwischen selbstverständlich, sondern auch Billig-Fliegen hat heute fast schon den Status eines Menschenrechtes. Dass die Billigwelle auch Bereiche wie Wissen oder Intimität mitreißt, wird in Kauf genommen, denn der Preis ist heiß! Noch schneller, besser, billiger ist der Leitspruch der Marktdemokratie.
Dabei legt Bosshart Wert darauf, dass billig nicht automatisch lausig schlecht bedeuten muss, sich gut und günstig nicht ausschließen müssen. Aber er betont auch, dass mehr denn je das Motto "Nur wer Geld hat, kann Zukunft horten!" im Mittelpunkt steht. Und wenn er von einer "Wal-Martisierung" der Gesellschaft spricht, leuchtet ein, wie kollektiv an einer Spirale gedreht wird, die die große Mehrheit nach unten drückt: "Wer ganz unten ist in der Lohnhierarchie, kann noch so schnell laufen, er wird nie auf ein respektables Auskommen kommen. Im Gegenteil: Er braucht die tiefen Preise, weil sein Lohn sinkt." Damit gelingt es Bosshart, den Billig-Hype als Ausdruck der Paradoxie einer sich globalisierenden Welt zu entlarven. Ein spannendes Thema, in Bossharts Buch durch solide Argumentation, Fallstudien und Hinweise auf weiterführende Literatur, Websites etc. gut aufbereitet. --Petra Günzel
Das Billigzeitalter Der Trend zum Discount - das ist vermutlich mittlerweile jedem klar geworden - ist in Wirklichkeit gar keiner, schon gar nicht einer, der sich auf bestimmte Konsumentengruppen beschränkt. Vielmehr handelt es sich um eine andauernde und folgenreiche Entwicklung. Was die Jagd nach Billigpreisen für die Wirtschaft bedeutet, wurde natürlich schon landauf, landab in der Wirtschaftspresse behandelt. Doch David Bossart, Trendforscher und Leiter des Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Instituts, skizziert die Problematik ungewöhnlich aufrüttelnd und schmissig. Es geht natürlich um Unternehmen wie Wal-Mart und Aldi, um das Billigfliegen und Fastfood. Der Autor analysiert scharf und auch kritisch. Bei der spannenden Analyse bleibt es allerdings weitgehend. So kann der Leser - und soll es wohl auch - am Ende selbst überlegen, wie wir aus dem Schlamassel - wenn es denn einer ist - wieder herauskommen. Noch eine Kleinigkeit: Liebe Marketingleute, schreibt doch bitte, bitte endlich wieder etwas normaler - oder gleich auf Englisch.
© manager magazin - Vervielfältigung nur mit Genehmigung
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Einige Zusammenhänge sind so einfach, das ich mich frage warum sie hierzulande noch nicht thematisiert wurden, wo das Thema Discount heilig ist und der billige Einkauf als Menschenrecht verteidigt wird. Die vielfältigen Nachteile und der langfristige Effekt werden aber völlig ausgeblendet.
Sehr zu empfehlen - allerdings nur 4 Sterne weil zu viel am Beispiel Wal Mart erklärt wird und die Dominanz dieses Händlers in Deutschland nicht bekannt und daher nicht sehr eindrucksvoll ist.
Was jedoch gegen das Buch von Bosshart spricht, sind die chaotische Aufarbeitung des Themas und die sprachlichen Schwächen. Was nützt eine vielleicht geschlossene Argumentationskette, wenn sie sich primär auf Fußnoten und Verweise stützt, die zum Zeitpunkt des Lesens nicht zur Verfügung stehen? Ohne diese Sekundärliteratur hat das Buch allzu oft etwas von einer "Friß oder stirb"-Argumentation. Da ist es wenig hilfreich, wenn Bosshart auch noch die jeweilige Gegenposition zu seiner Argumentation ausblendet. So treten beim Lesen vor allem zwei Effekte auf: Zum einen fragt man sich, wo der rote Faden ist und zum anderen, was der Autor eigentlich konkret sagen möchte. Bei der Beantwortung dieser beiden Fragen helfen leider weder der Text sonderlich weiter, noch die schon fast lächerlich anmutenden Abbildungen, die oftmals auf einer Shampoo-Flasche besser aufgehoben wären. Wer vor einigen Wochen das Interview mit Herrn Bosshart im Fernsehen (3Sat) gesehen hat, erwartet sicherlich einiges mehr von dem Buch.
Last, but not least, noch ein Bemerkung zu den sprachlichen Schwächen: Ich habe nichts gegen ein paar Anglizismen, aber Bosshart übertreibt es maßlos. Benötigen wir in einem deutschen Buch Überschriften wie "Im Age of Cheap ist Geld alles" oder "Stufe 3: You deserve it! - Economies of Access, reward and Instant Gratification"? Muss man dem Leser Management-Schlagwörter wie Yield Management, Offshoring oder ECR vor die Füße werfen, ohne diese auch nur mit einer Fußnote zu erklären? Dass es bei wissenschaftlichen Büchern auch anders geht, zeigen beispielsweise „Grenzen des Bewußtseins" von Ernst Pöppel oder „Fundamentals of Database Systems" von Elmasri und Navathe.
Kurzum, ein inhaltlich interessantes Buch mit viel ungenutztem Potential.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|