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Billig: Wie die Lust am Discount Wirtschaft und Gesellschaft verändert [Broschiert]

David Bosshart
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

22. Mai 2007
Wer zu viel bezahlt, ist blöd! Der Druck, immer billiger zu werden, ist zum Markenzeichen globaler Wirtschaftsprozesse geworden. Wal-Mart, der einflussreichste Händler der Welt, hat nur ein Motto: «Want more for less» - fordere mehr für weniger. Die Möglichkeiten des Global Sourcing und des Internet wirken in die gleiche Richtung. Wir alle lassen uns auf «billig» trainieren - doch der Preis dafür ist hoch, denn tiefe Preise bedeuten auch tiefe Einkommen. Und das Grundprinzip, alles immer schneller, besser und gleichzeitig billiger anzubieten und zu konsumieren, lässt sich nicht endlos steigern - einer der drei Aspekte wird immer leiden. Wir haben an einer Spirale zu drehen begonnen, die sich nicht so leicht stoppen lässt. Aber wohin führt uns der Billigtrend? David Bosshart zeigt: Der Weg in die Dienstleistungsgesellschaft ist ein Trugbild, solange wir nicht bereit sind, für Dienstleistungen zu zahlen. Ein spannendes Buch zu einem brandaktuellen Thema!

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Produktinformation

  • Broschiert: 184 Seiten
  • Verlag: REDLINE; Auflage: 1., Aufl. (22. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3636015087
  • ISBN-13: 978-3636015082
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 513.904 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Billig ist in, Geiz ist geil und wer zu viel bezahlt, ist blöd. Botschaften, die den Kunden von heute umhertreiben und Ausdruck sind eines "Discount-Phänomens", das als Vabanquespiel zwischen Lust und Frust unser Leben und unsere Gesellschaft verändert. David Bosshart gelingt es klar und nachvollziehbar, Hintergründe und Verflechtungen zu beleuchten, die diese Strömungen ermöglichen und forcieren. So stellt er beispielsweise die geringfügigen Möglichkeiten, politischen Einfluss auszuüben in Zusammenhang mit dem Kaufverhalten, kommt doch das Zücken des Portemonnaies oder der Kreditkarte einer Abstimmung in der Consumer-Democracy gleich -- direkt, unmittelbar und mit sofortiger Wirkung.

Doch wo Traditionen durch Trends ersetzt werden, wird Vielfalt mühsam und die Kundenkonfusion steigt. Mit der Kernfrage "Was ist was wert?" sind, so stellt der Autor klar, die meisten überfordert. Was liegt da näher, als auf das einfachste Unterscheidungskriterium zurückzugreifen, nämlich den Preis. Schließlich sind nicht nur Food und Fashion zu Dumpingpreisen inzwischen selbstverständlich, sondern auch Billig-Fliegen hat heute fast schon den Status eines Menschenrechtes. Dass die Billigwelle auch Bereiche wie Wissen oder Intimität mitreißt, wird in Kauf genommen, denn der Preis ist heiß! Noch schneller, besser, billiger ist der Leitspruch der Marktdemokratie.

Dabei legt Bosshart Wert darauf, dass billig nicht automatisch lausig schlecht bedeuten muss, sich gut und günstig nicht ausschließen müssen. Aber er betont auch, dass mehr denn je das Motto "Nur wer Geld hat, kann Zukunft horten!" im Mittelpunkt steht. Und wenn er von einer "Wal-Martisierung" der Gesellschaft spricht, leuchtet ein, wie kollektiv an einer Spirale gedreht wird, die die große Mehrheit nach unten drückt: "Wer ganz unten ist in der Lohnhierarchie, kann noch so schnell laufen, er wird nie auf ein respektables Auskommen kommen. Im Gegenteil: Er braucht die tiefen Preise, weil sein Lohn sinkt." Damit gelingt es Bosshart, den Billig-Hype als Ausdruck der Paradoxie einer sich globalisierenden Welt zu entlarven. Ein spannendes Thema, in Bossharts Buch durch solide Argumentation, Fallstudien und Hinweise auf weiterführende Literatur, Websites etc. gut aufbereitet. --Petra Günzel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Bosshart ist CEO des Gottlieb-Duttweiler-Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, eines der führenden europäischen Think Tanks. Er ist Autor diverser Publikationen u.a. von «Kultmarketing», «Die Zukunft des Konsums» und Referent bei Veranstaltungen in Europa, den USA und Asien. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Handel und Konsum, Management und gesellschaftlicher Wandel. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Billig ist nicht umsonst... 28. März 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist absolut zu empfehlen. Es liefert absolut fundiert Beispiele und Auswirkungen der "Geiz ist geil" Philosophie, die nicht nur im Handel (sondern auch in der Textilbranche, Reisebranche etc.) vorzufinden ist. Anders als in der hiesigen Diskussion beschreibt er aber vor allem die negativen Auswirkungen (Arbeitsplatzvernichtung, schlechtbezahlte Arbeit, Umgehung sozialer Standards, Outsourcing zum Kunden) ohne dabei im Verdacht zu stehen, ideologische Gründe für seine Kritik zu haben.
Einige Zusammenhänge sind so einfach, das ich mich frage warum sie hierzulande noch nicht thematisiert wurden, wo das Thema Discount heilig ist und der billige Einkauf als Menschenrecht verteidigt wird. Die vielfältigen Nachteile und der langfristige Effekt werden aber völlig ausgeblendet.
Sehr zu empfehlen - allerdings nur 4 Sterne weil zu viel am Beispiel Wal Mart erklärt wird und die Dominanz dieses Händlers in Deutschland nicht bekannt und daher nicht sehr eindrucksvoll ist.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant, chaotisch und mit wernig Tiefgang 25. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Keine Frage, das Buch ist interessant. In keinem anderen Buch habe ich so viel über das Discount-Phänomen und seine Auswirkungen gelesen. Vor diesem Hintergrund mag man David Bosshart auch seine oftmals allzu positive - schon fast idealisierende - Grundhaltung zur "Geiz ist geil"-Mentalität verzeihen. Es spricht nicht gegen ein Buch, wenn es zum Widerspruch reizt.
Was jedoch gegen das Buch von Bosshart spricht, sind die chaotische Aufarbeitung des Themas und die sprachlichen Schwächen. Was nützt eine vielleicht geschlossene Argumentationskette, wenn sie sich primär auf Fußnoten und Verweise stützt, die zum Zeitpunkt des Lesens nicht zur Verfügung stehen? Ohne diese Sekundärliteratur hat das Buch allzu oft etwas von einer "Friß oder stirb"-Argumentation. Da ist es wenig hilfreich, wenn Bosshart auch noch die jeweilige Gegenposition zu seiner Argumentation ausblendet. So treten beim Lesen vor allem zwei Effekte auf: Zum einen fragt man sich, wo der rote Faden ist und zum anderen, was der Autor eigentlich konkret sagen möchte. Bei der Beantwortung dieser beiden Fragen helfen leider weder der Text sonderlich weiter, noch die schon fast lächerlich anmutenden Abbildungen, die oftmals auf einer Shampoo-Flasche besser aufgehoben wären. Wer vor einigen Wochen das Interview mit Herrn Bosshart im Fernsehen (3Sat) gesehen hat, erwartet sicherlich einiges mehr von dem Buch.
Last, but not least, noch ein Bemerkung zu den sprachlichen Schwächen: Ich habe nichts gegen ein paar Anglizismen, aber Bosshart übertreibt es maßlos. Benötigen wir in einem deutschen Buch Überschriften wie "Im Age of Cheap ist Geld alles" oder "Stufe 3: You deserve it! - Economies of Access, reward and Instant Gratification"?
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geiz ist eben doch nicht Geil 28. Oktober 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Wal-Mart, der einflussreichste Händler der Welt, hat nur ein Motto: "Want more for less". Wir alle lassen uns auf "billig" trainieren, doch der Preis dafür ist (zu) hoch... tiefe Preise bedeuten auch tiefe Einkommen. Das Grundprinzip, alles immer schneller, besser und gleichzeitig billiger anzubieten und zu konsumieren, lässt sich nicht endlos steigern, einer der drei Aspekte wird immer leiden. Wir drehen an einer Spirale, die sich nicht so leicht stoppen lässt. Der Weg in die Dienstleistungsgesellschaft führt in eine Sackgasse, solange wir nicht bereit sind, für Dienstleistungen zu zahlen.
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