Ein äußerst skurriles Reisebuch über ein Paar das auswandert zum Ende der Welt, auf eine der vollkommen abgelegen Südseeinseln, welche man heute noch finden kann. Der Autor J. Maarten Troost beschreibt in seinem Buch BILLARD MIT KOKOSNÜSSEN, wie er auf Kiribati landet und welche Folgen diese Entscheidung für beide hatte.
Wir müssen hier weg, das ist sozusagen das Zivilisationsfazit welches der Autor mit seiner Freundin kurz fasst. Weg von Klimaanlagen, Ärzten, Risikovorsorge und der täglichen Rush-hour. Doch das es gerade KIRIBATI sein musste, na ja.
Kiribati liegt am anderen Ende der Welt, zumindest von Europa aus betrachtet. Kiribati besteht aus mehreren Inseln und etwa 8.000 Einwohnern, welche sich nicht um den Rest der Welt kümmern. Dorthin will also unser geschätztes Paar auswandern...
Alles läuft unplanmäßig und mit steigendem Aufenthalt machen sich Ansichten breit, welche eine Rückkehr in die Zivilisation unmöglich machen könnten.
Der Autor beschreibt herzerfrischend und sehr genau, wie es so ist, dass Inselleben in der Südsee und mit was man sich herumschlagen muss, inklusive kühlschrankgroßen Kakerlaken. Haie sind cool und nicht grässlich und wenn die Freundin Denuefieber bekommt, dann geht das schon vorbei, so etwa nach zwei Wochen, außer der Virus befällt lebenswichtige Organe, doch schließlich ist es nicht Ebola, oder?!
Als einem langsam dämmert, dass zu langes Leben auf Kiribati auch Nachteile haben kann, beispielsweise kennt man sich nicht mehr mit Fahrstühlen aus oder hält Hawaii für zu kalt, da fasst man den Entschluss das es zurück in die Zivilisation gehen muss, leider oder besser Gott sei Dank?!
Ein Buch zum schmunzeln, lachen und sich informieren, falls da noch jemand ist, welcher in die Südsee auswandern will.
Empfehlenswert!