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Der große Traum von Bildung.  Auf den Spuren der großen Entdeckungsreisenden James Cook und Georg Forster
 
 
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Der große Traum von Bildung. Auf den Spuren der großen Entdeckungsreisenden James Cook und Georg Forster [Gebundene Ausgabe]

Christian Graf von Krockow
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 398 Seiten
  • Verlag: List Hardcover; Auflage: 1 (1. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471794352
  • ISBN-13: 978-3471794357
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 680.796 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian von Krockow
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

James Cook, der weltberhmte Kapit„n, und Georg Forster, der bekannte deutsche Naturforscher und Reisebuchautor, strebten nach umfassender Weltbildung. Jeder auf seine Art: Der eine Ksten erkundend, der andere forschend und schreibend. Christian Graf von Krockow erz„hlt nicht nur ihr Leben im Dienste von Bildung und Wissenschaft, sondern spiegelt in fiktiven Tagebucheintr„gen auch die atemberaubende Weltumsegelung von 1752-1757, bei der beide sich begegneten. Im Nachvollzug dieser Reise macht er ihre Erfahrungen fr den heutigen Leser transparent - und formuliert damit auf h”chst unterhaltsame und kenntnisreiche Weise ein altes und m”glicherweise neues Bildungsideal. Einer Bildung n„mlich, die auf das Zusammenwirken von Erfahrung und Wissen - und nicht zuletzt auf die Verlockungen des intellektuellen Abenteuers setzt.

Der Verlag über das Buch

Die Doppelbiographie über zwei Protagonisten der Bildungsreise -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Weltbildung zu erwerben, war im 18. Jahrhundert kein der heutigen Zeit mit ihrer Informationsüberflutung vergleichbares leichtes Unterfangen. Flugzeuge, die den wissbegierigen Menschen bequem von Kontinent zu Kontinent bringen, waren noch nicht erfunden. Wissen über ferne Völker, deren geographische Heimat, Fauna und Flora, ethnologische und historische Gegebenheiten konnte nur über wagemutige, entbehrungsreiche Land- oder Seereisen, deren Ausgang mehr als oft ungewiß war, erlangt werden. Während Portugiesen und Spanier ab Ende des 15. Jahrhunderts das Zeitalter der Entdeckungen einleiteten, übernahmen im 17. und 18. Jahrhundert Holländer, Engländer und Franzosen die Führung im Entdecken und Erforschen noch unbekannter Regionen.

Angeregt durch eine eigene halbjährige Schiffsreise um die Welt 1998/1999 erstellte der über zahlreiche historische Bücher zu preußischen und deutschen Themen - darin Sebastian Haffner ähnelnd - bekannte, frühere Politologieprofessor eine faszi-nierende Doppelbiographie zweier sehr unterschiedlicher Männer in ihrem Streben nach umfassender Weltbildung. Während der eine Meere und Küsten erkundete, diese bereits zu damaliger Zeit mit erstaunlicher Genauigkeit vermaß und kartographierte, beobachtete, forschte und hielt der andere seine Erkenntnisse durch Zeichnungen und Niederschriften im Stile eines klassischen Wissenschaftlers und Reiseschriftstellers fest.

Als einer der letzten großen Entdecker des 18. Jahrhunderts gilt der schottischstämmige 1728 in einem kleinen Dorf des nördlichen Yorkshire geborene Seefahrer James Cook. Er leistete während dreier Weltumsegelungen Bahnbrechendes zur Erforschung des pazifischen und subantarktischen Raums. Er entdeckte die australische Ostküste und zahlreiche Inseln in der Tuamotugruppe, den Neuen Hebriden, Neukaledonien oder den früheren Sandwich (Hawaii) - Inseln. Cook stellte die Doppelinselnatur Neuseelands fest und wies die Trennung Australiens von Neuguinea nach, indem er die dazwischenliegende Torresstraße befuhr.

Bei diesen Entdeckungsfahrten schoben sich, wenn auch im Interesse wirtschaftlicher Konkurrenz und nationalen Prestiges, wissenschaftliche Ziele in den Vordergrund. Es verwundert daher nicht, daß wissenschaftliche Forschungsreisende und Künstler, letztere um Landschaftseindrücke, Baulichkeiten und Menschen festzuhalten, allmählich an die Stelle von Piraten, Händlern und Missionaren trat. So gehörte zu Cooks zweiter Weltumsegelung der deutsche 1754 bei Danzig geborene Naturforscher Georg Forster. Zu seinen Aufgaben gehörte die lebensechte Abbildung von Tieren und Pflanzen, die er präparierte und in Herbarien mit in die Heimat nahm

Cook und Forster haben beide ausführliche Reiseberichte verfaßt über ihre gemeinsame Entdeckungsreise, blickten hierbei mehr nach außen als nach innen, auf die Arbeit der Besatzung, Wind und Wetter, auf die Abenteuer und Eindrücke von fremden Welten und Völkern. Denn davon wollte man in Europa hören. Angeregt durch den Reisebericht von 1771 des französischen Weltumseglers Bougainville über Tahiti und andere neuentdeckte paradiesische Inseln interessierte die europäische Elite weniger die Gespräche und Gefühle der Schiffsreisenden als Erlebnisse und Schilderungen „der Wilden", der Maoris und Polynesier. Aus heutiger Sicht ging es Krockow aber gerade um die Innenansichten der Menschen an Bord der Entdeckungsschiffe. Was geschah während der meist öden Reisezeit der Schiffe, in der es keine Landgänge gab, und man quälend eng aufeinandersaß? Wo blieben die Entdeckerfreuden, wenn die Entbehrungen sich häuften? Wie entwickelten sich die Umgangsformen, wenn nur Männer unter sich waren und diese dann den Frauen der „Wilden" begegneten? Was wurde aus dem Traum von Vernunft oder von Südseeparadiesen, wo es doch darum ging, im Konkurrenzkampf mit anderen Mächten Europas im Namen seiner Majestät des Königs die englische Flagge zu hissen? All diese Fragen beantworten fiktive Tagebucheintragungen der beiden Protagonisten, die der Autor im Wege der einfühlenden Rekonstruktion auf Grund der zahlreichen gründlichen (zu Cook vornehmlich englischsprachigen) Studien erstellt hat. Aufschlußreich ist die bereits am Druck erkennbare Differenzierung zwischen Cooks - besser dokumentierten - Eintragungen und jenen von Georg Forster, die die unterschiedliche Sichtweise des kühlen pragmatischem Denken verhafteten englischen Kapitäns und des jungen schwärmerischen deutschen Naturforschers, Literaten und späteren Revolutionärs erkennen lassen.

Das 370 seitige gut geschriebene Buch läßt den Leser hautnahe James Cooks zweite große Entdeckerreise hautnah miterleben. Diesem für die damalige Zeit atemberaubenden Unternehmen von 1772 bis 1775 (und nicht, wie der Buchdeckeltext weismachen will, schon 20 Jahre früher) entspräche heutzutage wohl nur eine Fahrt zum Mond oder Mars. Der Leser erfährt von den beachtlichen Ergebnissen der Reise: Widerlegung der antiken Vorstellung von der Existenz eines imaginären Südkontinents, Vermessung und Kartographierung der neuseeländischen Küste, Verbesserung der Lebensbedingungen auf den Schiffen, Skorbutbekämpfung durch Mitnahme von Sauerkraut auf die langen Reisen ohne frische Nahrungsmittel. Krockow beläßt es nicht bei der Reiseschilderung. In geraffter Form erläutert er, wie es für beide „Helden" weiterging. Cook - seiner geruhsamen, aber langweiligen englischen Landexistenz überdrüssig - erlitt bei einer weiteren Seereise auf Hawaii einen tragischen Tod. Forster dagegen starb unter ärmlichen Verhältnissen im französischen Exil, nachdem ihn aufgrund seines realitätsblinden Einsatzes für den Anschluß der Mainzer rheinischen Republik an das revolutionäre Frankreich als Vaterlandsverräter der Bannstrahl des Reiches getroffen hatte.

Fazit: Ein farbiges, lehrreiches und unterhaltsames Buch voller Gedankenanstöße des 1927 in Hinterpommern geborenen Autoren. Auch wenn zum Nachvollziehen der Entdeckungsreise in den Buchdeckelseiten eine Karte mit der von der ‚Resolution' befahrenen Route hilfreich gewesen wäre, bleibt Krockows Werk eine faszinierende Hommage an zwei große Männer ihrer Zeit. Zwangsläufig wird sich der an der Thematik interessierte Leser entscheiden müssen, ob er sich zuerst einem weiterführenden Werk über James Cook zuwenden soll oder ob er lieber doch mit Klaus Harpprechts Biographie ‚Georg Forster oder die Liebe zur Welt' dem Traum von Bildung eines deutschen Schöngeists nachspüren will.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolle Doppelbiographie! 17. Oktober 2009
Von PST VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Einfühlsam, unterhaltsam und lehreich erzählt von Krockow von der gemeinsamen Weltumseglung von James Cook und Georg Foster. Das Leben der beiden Protagonisten bis zu dieser Reise wird zuvor in einer kurzen Biographie erzählt. Nach Ende der Reise wird das restliche Leben der beiden wiederum als klassische Biographie zu Ende erzählt. Diese beiden Teile zusammen sind ca. 1/4 des Buches, der Hauptteil ist die gemeinsame Reise, die in Form von, zum Teil fiktiven, Tagebucheinträgen erzählt wird.

Dies mag mühsam klingen, aber dem "Meister der Biographie" gelingt es, den Leser zu fesseln - jedenfalls fesselte es mich.

Wie bei jeder seiner Biographien, die ich gelesen habe gelingt es von Krockow auch hier wieder, sowohl eine detaillierte Beschreibung der Persönlichkeiten, als auch des Umfeldes zu geben. Dabei behält er aber stets eine achtungsvolle Distanz der beschriebenen Personen - er dringt nie 'unanständig' in ihre Privatsphere ein.

Von Krockow war der beste Biograhienschreiber, den ich bislang gelsesen habe.

Das einzige kleine Manko -jedenfalls der Ausgabe, die ich las: Es gibt keine Weltkarte, die die Stationen der Reise zeigt.
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