Ich habe bereits Bücher gelesen, die sich mit aufregenderen Themen befassen. Ob die deutsche Kulturgeschichte überhaupt einen Platz in einem unterhaltsamen Kontext einzunehmen vermag, ist fragwürdig. Hier erschien jedoch ein Buch, das die Liebe zur Sprache mit dem Sachlichen meisterhaft eint. Bollenbecks "Bildung und Kultur" ist mit einem sprachlichen Feinschliff versehen, der seinesgleichen sucht, da er zwischen lyrischem "Glanz" und historischen "Elend" Deutschlands schwingt und überdies den semantischen Faden nie verliert, ja, graziele Wucht in Schrift verkörpert.
Ein Buch, das in keine einem breiten Publikum zugänglichen Bestsellerliste gehört. Das ist Regionalliga und nicht Bollenbeck. Bollenbeck ist schreibender Maradona (in Bestform). Ich bin begeistert!