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Bildung: Ein Essay
 
 

Bildung: Ein Essay (Taschenbuch)

von Hartmut von Hentig (Autor)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein hochgebildetes Plädoyer für eine Bildung in weltbürgerlicher Absicht." (Rheinischer Merkur)

"Ein geistreiches Buch, das Spaß macht, die Möglichkeiten von Bildung - losgelöst vom Hier und Jetzt - zu überdenken, um den Alltag vielleicht ein bisschen kindgerechter zu gestalten." (Die Welt)

"Ein gutes Buch, weil es gut tut. Weil es ehrlich ist und radikal. Und weil es Mut macht." (Deutsche Lehrerzeitung)


Kurzbeschreibung

"Die Antwort auf unsere behauptete oder tatsächliche Orientierungslosigkeit ist Bildung - nicht Wissenschaft, nicht Information, nicht die Kommunikationsgesellschaft, nicht moralische Aufrüstung, nicht der Ordnungsstaat, nicht ein Mehr an Selbsterfahrung und Gruppendynamik, nicht die angestrengte Suche nach Identität." Hartmut von Hentig
Hartmut von Hentigs Forderung: Die Rückkehr zum Wesentlichen "Bildung" als zentrale Aufgabe der Schule. Sein Bildungsbegriff: Abscheu und Abwehr von Unmenschlichkeit; Wahrnehmung von Glück; die Fähigkeit und den Willen, sich zu verständigen; ein Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen Existenz; Wachheit für letzte Fragen und die Bereitschaft zur Selbstverantwortung und Verantwortung in der 'res publica'.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine Bilanz, ein Paradigmen-Angebot und eine Anleitung,..., 4. Februar 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Bildung (Gebundene Ausgabe)
Herr Harmut von Hentig schrieb dieses Buch, weil für ihn Bildung nicht nur wichtiger als der „Jäger 90", die Schwebebahn und der Ausbau des Autobahnnetzes sei, sie ist auch wichtiger als die uns gewohnte Veranstaltung Schule. Seine Antwort auf die behauptete oder tatsächliche Orientierungslosigkeit heißt Bildung - nicht Wissenschaft, nicht Information, nicht die Kommunikationsgesellschaft, nicht moralische Aufrüstung, nicht Ordnungsstaat, nicht ein Mehr an Selbsterfahrungen und Gruppendynamik und nicht die angestrengte Suche nach Identität.

Von Hentigs Anliegen ist, dass sein Gegenstand „Bildung" mir zunächst nackt und bloß erscheint, unverhüllt „durch den Kult ihrer Priester und den Hohn ihrer Verächter, ein Findling, der Neugier und Nachdenklichkeit weckt, ein Begriff, den man erst bilden muss, nicht heraushauen aus dem Gestrüpp von Dogmatik und Polemik". Dem Autor gelingt es dann, dem Begriff „Bildung" Kleidung anzupassen, die schützt, zweckmäßíg und am Ende sogar schmückend genannt werden darf. Dieses Vorhaben vollzieht der Autor in 5 Abschnitten:

Zuerst stellt er sich die geläufigen Fragen nach den Bildungsgegenständen und -gütern, den Bildungsmustern und -verfahren, dem leitenden Menschenbild und dem Bildungsideal. Fragen, „die wir zu fragen" pflegen, im doppelten Sinne des Wortes.

Dann geht er auf notwendige Klärungen ein, ein Versuch, Bildung in einfache Elemente auseinanderzulegen.

Im dritten Abschnitt wagt er sich an mögliche Maßstäbe heran, an denen sich Bildung beweisen und bewähren muss.

Im Abschnitt 4 führt H. von Hentig eine Reihe von geeigneten Anlässen an, Quellen und Mittel einer Bildung, die den genannten Maßstäben genügen wird.

Der letzte Abschnitt befasst sich mit den wünschenswerten Folgerungen für die gegenwärtige Schulpraxis, vornehmlich die Unterrichtsfächer.

Sein Schlusswort ist sogleich ein Anfang.

Auf jeden Fall spricht Hartmut von Hentig dagegen, dass Schule in der Rolle einer Belehrungs-, Prüfungs- und Berechtigungsanstalt abgleitet und die von ihr zu erwartende zivilisierende Wirkung immer weniger erreicht. Er möchte allerdings auch keine Schule, die ausschließlich Sozialpädagogik vertritt und praktiziert. Denn aus beiden Schultypen werden keine Menschen hervorgehen, die sich zutrauen die Verhältnisse zu beurteilen und zu verändern. Ich bin davon überzeugt, dass mit Hilfe dieser Veröffentlichung Schule neu gedacht werden wird.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: - Geläufige Fragen - Notwendige Klärungen - Mögliche Maßstäbe - Wünschenswerte Folgen

Dr. Karl-J. Kluge

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Bildung zwischen Gesellschaft und Schulalltag, 18. März 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Bildung (Taschenbuch)
Bildung ist zur Zeit wieder ein viel diskutierter Begriff. Von Hentig versucht diesen Tatbestand, den gesellschaftlichen bzw. politischen Einfluss, darzustellen. Für ihn spielen andere Wege zum unterrichtlichen Alltag eine große Rolle. Er zeigt jedoch auch neben seiner Kritik an der Bildungspolitik in Deutschland die Chancen der schulischen Bildung, d.i. die Fächerkombinationen und deren Curricula, auf. Er zeigt Diskrepanzen zwischen z.B. Qualifikation und Bildung auf. Bisweilen ist der Text schwierig zu verstehen. Ein guter Leitfaden sind die 14 Sätze, in die dasBuch eingeteilt ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sein und Nicht-Sein der "Bildung", 3. Oktober 2008
Von pl (Siegen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Was ist eigentlich gemeint, wenn man von Bildung spricht? Definitionen des Wörtchens sind ebenso zahlreich wie vage. Definitionen von "Bildung" liegen zumeist zwischen den beiden Polen der materialen und formalen Bildungsvorstellungen. Besitzt man etwa eine materiale Bildungsvorstellung, so subsummiert man also unter den Begriff die Anhäufung von Wissensgegenständen. Ein formales Bildungsverständnis bedient hingegen die Vorstellung von Bildung als Lernen von Verfahren zur Aneignung von Welt, oder kurz gesagt - in Schleiermachers Formulierung - als "Lernen des Lernens". Weitere Bildungsvorstellungen gehen von Bildung als "Mündigkeit","Emanzipation" des Menschen aus oder sprechen von einer "Erziehung auf höherer Stufe".

All diese ehernen Vorstellungen von Bildung werden von v. Hentig nicht einfach abgelehnt. Er entwickelt im Laufe seiner Abhandlung in fünf Abschnitten ein eigenes Verständnis des Begriffs, er gibt ihm - wie von Hentig selber betont - seine "Kleider".

In einem ersten Abschnitt werden erst einmal die "geläufigen Fragen" nach Bildungsgütern und Bildungsgegenständen beleuchtet. Dabei wird schnell klar, dass - als ein Dilemma - die Findung eines angemessenen Bildungsbegriffs häufig schon daran scheitert, dass die falschen Fragen gestellt werden; wie die danach, was Bildung im ökonomischen Sinne zu leisten vermag. Bildung besitzt einen Eigenwert.

In einem zweiten Abschnitt wird dann Bildung von falschen Implikationen bereinigt und ganz rudimentär definiert als Prozess, durch den etwas Gestalt annimmt.

Diese Formulierung ist sehr allgemein; und daher bedarf es "möglicher Maßstäbe", an denen sich Bildung bewähren muss. Diese Maßstäbe sind allerdings nicht zu verwechseln mit etwaigen Bildungsstandards, Schlüsselqualifikationen oder Gegenstänen, Schwierigkeitgraden etc.; d.h. sie sind nicht von Natur aus gegeben, sondern sie sollen vor allem plausibel sein. Maßstäbe sind im Sinne Hentigs das "woran sich Bildung bewährt". Der Autor formuliert insgesamt sechs Maßstäbe und zwar: a) Abscheu und Abwehr von Unmenschlichkeit; b) die Wahrnehmung von Glück; c) die Fähigkeit und den Willen, sich zu verständigen; d) ein Bewusstsein von geschichtlichkeit der eigenen Existenz; e) Wachheit für letzte Fragen; f) die Bereitschaft zur Selbsverantwortung und Verantwortung in der res publica.

Der anschließende Abschnitt zeigt dann Anlässe, Quellen und Mittel einer Bildung auf, die solchen oben genannten Maßstäben genügt. Dabei handelt es sich zur Überraschung vieler um ganz alltägliche und normale Lebenstätigkeiten; Hentig nennt zehn. Damit möchte der Autor nicht etwa eine Abkehr von der Schule erreichen, sondern schreibt auch den Bildungseinrichtungen die Chance zu, die zehn Lebenstätigkeiten zu realisieren. Dafür geht er in einem letzten großen Abschnitt auf die wünschenswerten Folgerungen für die Schulpraxis ein und entwickelt anhand seines Bildungsbegriffs vier zentrale Forderungen für die Schule.

Das Essay insgesamt ist sehr anspruchsvoll gehalten, es ist aber gleichzeitig auch geprägt von der Schulpraxis des Autoren; v.a. mit der Bielefelder Laborschule und dem Oberstufenkolleg des Landes NRW. Dennoch ist es eine ansprechende Möglichkeit, das eigene Bildungsverständnis zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
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3.0 von 5 Sternen Jenseits dieser Welt
Hentigs Essay "Bildung" dreht sich um die fundamentale Frage, was Bildung sei. Sein Buch ist nicht zugleich als Lehrbuch wie etwa die "Bildung" von Schwanitz zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2002 von Michael Elster

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