165 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leider zu einseitig, 1. Januar 2001
Von Ein Kunde
Wer sich für eine amüsante und sehr kompakte Beschreibung vor allem der europäischen Geschichte interessiert, dürfte sich über die ersten knapp 200 Seiten freuen.
Auch die Abschnitte über Literatur, Kunst und Musik können einem diesbezüglichen Laien, wie auch ich einer bin, Neues vermitteln.
Daß eine solche Art der Zusammenfassung nicht frei von persönlicher Wertung sein kann, dürfte jedem klar sein. Kritische Anmerkungen anderer Leser, diese Zusammenfassungen befänden sich auf Bild-Zeitungsniveau, kann ich nicht nachvollziehen.
Die behandelten Themen sind sicherlich dazu geeignet,einem Leser mit durchschnittlichen Vorkenntnissen, einige neue Erkenntnisse zu bescheren, bzw. vergessenes Schulwissen wieder zu erlangen.
Aber gerade bei der Auswahl der Themen liegt das Problem :
Der Autor unterliegt nämlich, wie viele andere Geisteswissenschaftler, dem Irrtum, nur ihre eigenen Themen als wissens-notwendig zu erachten.
Sieht man von dem sehr verworrenen Abschnitt über Einstein ab, so werden keine Naturwissenschaftler und deren Arbeiten vorgestellt. Darüber hinaus, erklärt der Autor ausdrücklich, naturwissenschaftliche Kenntnisse seien für den gebildeten Menschen nicht nötig !
Gerade eine solche Meinung zeigt, wie schwer sich der Autor damit tut über seinen eigenen, wohl leider begrenzten, geistigen Horizont hinauszublicken.
Deshalb kann ich dieses Buch nur demjenigen empfehlen, der sich sehr kompakt über die wichtigsten Aspekte von
Geschichte, Literatur, Kunst und Musik informieren möchte.
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187 von 200 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie verhält man sich "gebildet"?, 17. März 2007
Über was sollte man Bescheid wissen? Was "muss" man wissen?
Die Zahl der Themen und Gegenstände, über die es Bescheid zu wissen gilt, ist nicht klein, aber mit ein wenig Engagement kann man sich innerhalb einiger Wochen schlau machen. Und zwar mit diesem blitzartigen Streifzug durch den Grundstock des humanistischen Bildungsguts, adressiert an alle Interessierten, an Gebildete wie Ungebildete gleichermaßen.
Ihnen widmet Schwanitz die erste Hälfte (knapp 400 Seiten) des Bandes unter dem Thema "Wissen". Das ist pointiert, witzig und, und tatsächlich erhellend dahingeplaudert.
Der eigentliche Kern aber ist der zweite Teil, der sich damit beschäftigt, das im ersten Teil erworbene Wissen "gebildet" anzuwenden. Er steht unter der Überschrift "Können". Ein "Schmankerl" und der heimliche Höhepunkt des Buchs sind seine Ausführungen über "Regeln, nach denen man unter Gebildeten kommuniziert" und Sachgebiete, die man in "gebildeter Gesellschaft" lieber unter den Tisch fallen lässt: Fußball, europäische Königshäuser, Fernsehprogramme...
Die Gewichtung, die Schwanitz vorgenommen hat, ist unter dem Anspruch des Buches "Alles, was man wissen muss" auf jeden Fall als gewagt zu bezeichnen.
Es ist schon an anderer Stelle kritisiert worden, dass die Naturwissenschaften praktisch ganz fehlen, da ihnen nicht einmal ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Es verstecken sich lediglich knapp 20 Seiten zwischen Philosophen und anderen (großen) Geistern, in denen der Leser dann schnell etwas zu Wissenschaft allgemein sowie zu Darwin, Einstein und Freud erfährt.
Der Stil ist locker, ein wenig schnoddrig und setzt andererseits schon einiges voraus.
Es wird eher der an dem (Hör-)Buch Freude haben, der alles Behandelte schon mehr oder weniger wusste und sich über die ironischen Querverbindungen und Seitenhiebe freuen kann. Ob ein völlig Ungebildeter mit dem Werk allzu viel anfangen kann, wage ich zu verzweifeln.
Zu viele Fremdwörter oder zu komplizierte Sätze enthält das (Hör-)Buch für mich nicht, ich bin allerdings als Vielleser/-hörer für eine solche Beurteilung eher ungeeignet.
Fazit:
Wer schon viel weiß oder einige Lücken füllen möchte, kann sich dieses Werk durchaus kaufen - er kann sicher etwas dazulernen, allerdings vor allem auf den Gebieten, über die auch viel geschrieben wird, also sicher nicht über Natur- oder Wirtschaftswissenschaften.
Wer noch nicht soviel weiß, sollte sich nicht zu viel versprechen und auch damit rechnen, einiges nicht oder falsch verstehen zu können, weil eigentlich eine ganze Menge vorausgesetzt wird.
Ob zehn Minuten vor einem Termin oder entspannt am Wochenende auf dem Sofa - der Griff zur Bildung ist durch dieses Hörbuch denkbar einfach. Und so macht sie auch Spaß.
"Eine Frechheit, ein Vergnügen und eine längst fällige Provokation", urteilte "DIE ZEIT" - ich schließe mich dem an.
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63 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Informativ, bündig aber eben auch subjektiv ..., 9. August 2006
Fürs Auto eine gute Gelegenheit durch die Jahrhunderte zu streifen, Wissenslücken (zumindest ein wenig) zu füllen und in unbekannte Bereiche vorzudringen.
Klar muss aber auch sein, dass (und das merkt man schnell in den Bereichen, in denen man sich selbst "auskennt") D.Schwanitz auch ein sehr strikter Verfechter seiner Meinung ist.Darüber lässt sich natürlich diskutieren ... Das macht auf eine Art anfällig dafür, dass man sein "Wissen" komplett übernimmt -inklusive SEINER Beurteilung des Ganzen.
Ist man sich dessen bewusst (denn dies ist kein dokumentarisches Buch- oder ein reines Lehrbuch) wird man bestimmte Schlussfolgerungen des Autors mit Vorsicht geniessen.
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