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Bildnis einer jungen Frau
 
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Bildnis einer jungen Frau [Broschiert]

Vanora Bennett , Karin König
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Produktinformation

  • Broschiert: 509 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (13. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596176239
  • ISBN-13: 978-3596176236
  • Originaltitel: The Portrait of an Unknown Woman
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 502.133 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Vanora Bennett
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es ist das Jahr 1526. Der berühmte Maler Hans Holbein kommt nach England, zu Sir Thomas More. Sein Auftrag: ein Portrait Mores im Kreis seiner Familie. Holbein lernt nicht nur den Kanzler Heinrichs VIII. gut kennen, sondern auch Meg, Mores Ziehtochter. Sie, die kluge, medizinkundige junge Frau, fasziniert den ehrgeizigen Maler. Aber auch John Clement, ein Mann mit dunkler, rätselhafter Vergangenheit, wirbt um Megs Gunst. Meg wird einen der beiden Männer heiraten und den anderen lieben. Und nur in Holbeins Gemälde wird das Geheimnis auf immer bewahrt...
Mitten in den Umbrüchen der Tudor-Zeit entfaltet sich die Geschichte um zwei der wichtigsten Gemälde Holbeins und das Schicksal einer jungen Frau, die nach der Wahrheit hinter den Bildern sucht.

Über den Autor

Vanora Bennett stammt aus London. Nach dem Universitätsabschluss in Russischer Literatur ging sie als Journalistin für Reuters ins Ausland und berichtete aus Angola, Kambodscha, Russland und Simbabwe. In London arbeitete sie dann als politische Redakteurin für "The Times. Vanora Bennett lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in London.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Porträt einer Familie 6. Oktober 2008
Von Skatersally TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der erste Roman von Vanora Bennett gibt einen Einblick in das Leben der Familie von Thomas More, dem Lordkanzler Heinrich VIII. Begrenzt von 1526 bis 1532 stellt sie die Zeit, die sie zusammen mit dem deutschen Maler Hans Holbein verbracht haben, in den Vordergrund. Der Künstler malte in diesen Jahren eines seiner wichtigsten Porträts und beobachtete zu diesem Zweck jedes Familienmitglied mit seinen Vorlieben und Eigenschaften. Dabei empfindet er für Mores Ziehtochter Meg mehr als Sympathie. Sie ist allerdings in ihren Lehrer John Clement verliebt, den sie später auch heiratet. Die vorsichtigen Annäherungen werden zurückgewiesen und Holbein kehrt erstmal nach Deutschland zurück. Ein romantischer Einfluss kommt in die Geschichte, als Holbein zurückkehrt, weil er Meg nicht vergessen kann.

Die Zeit war vom Umbruch der Kirche und der Abspaltung von Rom geprägt. Die Autorin lässt den Leser nachempfinden, warum Thomas More sich nicht vom katholischen Glauben lossagte und deswegen später hingerichtet wurde. Bemerkenswert sind die gut recherchierten politischen Ereignisse, die in ein alltägliches Familienleben des 16. Jahrhunderts eingebettet werden. Die Charaktere wirken natürlich und passen zur Epoche. Vanora Bennett berichtet weiterhin von verbotenen Bibelstunden, an denen Meg teilnimmt und lässt die Ziehtochter kritisch den Entscheidungen ihres Vaters gegenüber stehen. Dadurch tritt der Zwiespalt zwischen Religion, politischer Figur und Menschsein plastisch hervor.

Zum Ende der Romanbiografie serviert Bennett eine ausführliche Bildbeschreibung zu einem der bekanntesten Gemälde Holbeins. Sie deutet Metapher und liefert Erklärungen zu den fast unbemerkten Hinweisen. Diese kann man auf der Rückseite des Buchumschlags gleich nachschauen. Das Porträt wird immer wieder von Historikern zur wahren Identität John Clements herangezogen, der dabei einer der Prinzen aus dem Tower darstellen soll. Die Prinzen sind die eigentlichen Erben des Throns der Plantagenets. Allerdings wurde diese Theorie bislang nicht bestätigt. Die Lektüre ist gut strukturiert und kommt ohne übermäßige Aktionen aus. Dennoch ist sie alles andere als langweilig. Geschichtsinteressierten Lesern kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von utaliana
Format:Gebundene Ausgabe
Ich gebe es zu: Ich habe 200 Seiten benötigt, bis ich mich eingelesen hatte. Erst ab da war das Stadium erreicht, in dem ich das Buch nicht mehr weglegte. Und jetzt, da ich es durchgelesen habe, leide ich unter Entzug...
Grundlage der Geschichte ist Holbeins Bild von der Familie Thomas Mores. Der Bildaufbau, jeder Fingerzeig der Hände, jede Blickrichtung, die Position eines jeden Gegenstandes hat eine Bedeutung, einen tieferen Sinn - und der wird in dem Roman Stück für Stück enthüllt. Vor den Ereignissen, die die Reformation in England auslöst und außerdem untrennbar verbunden mit dem Wirken Thomas Mores, entwickelt die Autorin eine spannende Geschichte um bedrohliche Familiengeheimnisse, gleitet aber niemals ins Kitschige ab, auch wenn Liebe und andere große Gefühle eine große Rolle spielen.
Der große Schwachpunkt des Buches ist die Übersetzung. Abgesehen von dem durchgehend falsch übersetzten Konjunktiv finden sich etliche grobe Grammatikfehler, die das Lesevergnügen trüben und an manchen Stellen die Verständlichkeit einschränken. Außerdem hat man nur wirklich Spaß an der Lektüre, wenn man sich einigermaßen auskennt in Reformationsgeschichte, englischer Geschichte und allgemeiner Geschichte und Volkskunde, sonst bleiben wichtige Zusammenhänge verborgen und man liest nur die Liebesgeschichte, die vordergründig abläuft, ohne daß man die vielschichtig im Hintergrund aufgebaute Handlung verstehen kann. Wenn zu Beispiel ein tot geglaubter, unter falschem Namen lebender Erbprinz in einer Wirtshausprügelei lauthals bedauert, sein Schwert nicht bei sich zu haben, stehen einem die Haare zu Berge - aber nur, wenn man weiß, daß er sich damit verraten hat, denn nur Militärangehörigen und Adligen war das Tragen einer Waffe erlaubt.
Also, vor dem Lesen Begriffe wie Tudor, Plantagenet, Thomas More, Hans Holbein d.J., Erasmus von Rotterdam und Kratzer googeln, dann ist das Lesevergnügen noch größer!
Fazit: Sehr lesbar, ein wunderbares Stück Renaissancegeschichte, brilliant illustriert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von €nigma
Format:Gebundene Ausgabe
Wer den Klappentext liest, erwartet vielleicht einen seichten Liebesroman mit dem Motiv "eine Frau zwischen zwei Männern". Weit gefehlt!
Es handelt sich hier um einen sehr anspruchsvollen, intelligenten Roman in einer ebenso anspruchsvollen Sprache mit teils sehr langen, verschachtelten Sätzen, die die volle Aufmerksamkeit des Lesers fordern.
Der Roman spielt zur Zeit Heinrichs VIII, nimmt allerdings auch immer wieder Bezug auf die Jahre zuvor, als die Tudors an die Macht kamen. Die Hauptfigur ist jedoch nicht der König, sondern Thomas Morus und seine Familie. In einem zweiten Handlungsstrang, der sich teilweise mit dem ersten verbindet, steht der Maler Hans Holbein der Jüngere im Mittelpunkt, der viele Jahre seines Lebens in England verbrachte und Portraits nicht nur der Königsfamilie als auch der Familie Morus und anderer damaliger VIPs anfertigte.
Der Handlungsstrang um die Familie Morus wird aus der Ich-Perspektive der Ziehtochter Meg Giggs erzählt, der andere ist eine Erzählung in der 3.Person über Hans Holbein.
Die eigentliche Thematik dieses Romans ist in meinen Augen der Konflikt zwischen der Katholischen Kirche und dem Protestantismus, der auf dem europäischen Festland bereits tobt und nun -nicht zuletzt wegen der "geheimen Sache" des Königs (sein Scheidungsbegehren und die gewünschte Heirat mit Anne Boleyn) - auf England übergreift. Der Humanist Morus ist innerlich zerrissen: einerseits ist er fortschrittlichem, wissenschaftlichen Denken zugetan, andererseits ist er ein eifriger Verfechter des katholischen Glaubens, der sich dazu berufen fühlt, das Ketzertum auszurotten, indem er vermeintliche Ketzer foltern und verbrennen lässt. Als Ketzer qualifiziert man sich schon, wenn man es wagt, die frühneuenglische Bibelübersetzung des William Tyndale lesen zu wollen, weil man vom lateinischen Wort Gottes nichts versteht!
Seine Härte und Unnachgiebigkeit in Glaubensfragen führt zu großen Unstimmigkeiten zwischen ihm und seiner Ziehtochter Meg, die sich von seiner religiösen Intoleranz abgestoßen fühlt. Als auch ihr Ehemann John Clement, der frühere Hauslehrer der Morus-Kinder, sie enttäuscht, weil er ihren (Stief)vater verehrt und nicht für sie Partei ergreift, flieht sie in die Arme Hans Holbeins...
Die Figuren in diesem Roman sind alle historisch belegt, jedoch wird auch eine ungeheuerliche Theorie aufgestellt, die sich nach Meinung einiger Betrachter aus dem Familienportrait der Mores ableiten lässt.

Das berühmte Familiengemälde soll auch noch andere Geheimnisse verbergen, deren Wahrheitsgehalt ich nicht beurteilen kann, die aber intelligente Gedankenspiele der Autorin darstellen.
Dieses Buch lässt sich nicht leicht herunterlesen und erfordert (vor allem für Nicht-Anglisten) einige Extra-Recherchen, aber es ist faszinierend und für Leser, die sich für die Tudors interessieren, absolut zu empfehlen.
Sehr informativ ist auch die Homepage der Autorin , die umfangreiche Hintergrundinformationen zum frühen 16.Jahrhundert bietet. 4,5 Sterne
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