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Das Bildnis des Dorian Gray [Kindle Edition]

Oscar Wilde
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (245 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment.

Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit.

Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum: Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise.

Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft, um verborgene Sünden und geheimnisvolle Anziehungskräfte und um schwerwiegende Gefühle von Schuld.

Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele. --Daphne Unruh

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 30.11.2000
Da ist wirklich was los, im Wilde-Jahr 2000, resümiert Dirk Knipphals, aber unter den vielen Neuausgaben lohnt sich die des Dorian Gray wirklich. Denn J.W. Rademacher hat die Erstfassung ediert, die vor der ersten Buchausgabe in einer Zeitschrift erschien. In ihr kommen die "homosexuellen Aspekte der Handlung und der Figuren" stärker raus - und gerade dadurch tritt der Aspekt zurück, so Knipphals, denn er ist jetzt eben "ganz selbstverständlich". Fünf Kapitel aus der Buchfassung, ein Zugeständnis Wildes an zeitgenössische "Melodramatik", fallen weg. Die hätten aber zumindest in den Anhang der neuen Edition gehört, moniert der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 405 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 298 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004WLDGVS
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (245 Kundenrezensionen)
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Mehr über den Autor

Oscar Wilde, der mit vollem Namen Oscar Fingal O' Flahertie Wills Wilde hieß, wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und ist einer der bedeutendsten irischen Schriftsteller. Als schillernde Lichtgestalt des "L'art pour l'art" wurde er im viktorianischen England u. a. für sein extravagantes Auftreten bewundert. Häufig war der Dandy auch wegen seiner skandalträchtigen Werke im Gespräch, in denen er die Prüderie der damaligen Gesellschaft vorführte. 1890 veröffentlichte Oscar Wilde seinen berühmten Roman "Das Bildnis des Dorian Gray". 1895 wurde der Familienvater wegen Unzucht und Homosexualität zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach Verbüßung dieser Strafe verließ er - verarmt und gebrochen - England und lebte bis zu seinem Tod am 30. November 1900 in Paris.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
71 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell! 27. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in diesem Buch die hohle Welt des schönen Scheins!

Mit diesem Buch verewigte Oscar Wilde die selbstbezogen-gefühllose Spezies der "Dandys" -- ein Kunstbegriff, der durch Dorian Gray seine literarische Entsprechung fand. Er löste damit im Upperclass-London einen Boom aus, dem er selbst als "Trendsetter" Vorschub leistete.

Der Maler Basil Hallward portraitiert den jugendlich-frischen, unverbrauchten Dorian Gray. Er verfällt seiner unschuldigen Jugend und bannt alle diese Attribute so kunstvoll auf die Leinwand, dass Dorian fortan nur einen Wunsch hat: Das Portrait möge an seiner Statt altern, er selber sich seine jugendliche Ausstrahlung bewahren. Dieser Wunsch wird schließlich Wirklichkeit und Dorian Gray erfährt zukünftig, wie schrecklich es sein kann, eigentlich unmögliche Wünsche erfüllt zu bekommen. Dorian ist kein Held, dem Einfluss seines Freundes Lord Henry Wotton, der völlig skrupellos ist, komplett ausgeliefert.
Er lebt wüst und langweilt sich dennoch, macht sich - trotz seines blendenden Aussehens - viele Feinde und lebt fortan in der Furcht, an diesem Portrait seine eigene Verschlagenheit und charakterlichen Defizite ablesen zu können wie in einem Buch. So wird der Tausch zunehmend zur Bürde...
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schei??e zu Geld 5. September 2013
Von SG
Format:Kindle Edition
Vorsicht! Inzwischen werden ohne Kennzeichnung maschinelle Übersetzungen als deutsche Bücher verkauft, wie auch hier. Kostprobe aus dem "Blick ins Buch" (das ist also nun ein Muss vor dem Kauf): "Wer schöne Bedeutungen finden in schöne Dinge sind die angebaut". Um das zu verstehen einfach auf Translate Google zurück ins englische: "Those who find beautiful meanings in beautiful things are the cultivated." Voila, schon haben wir den verständlichen Originaltext. Empfehlung: Sich die Mühe und das Geld sparen und das engliche Original (kostenlos) kaufen (ASIN B0084AXZK0).
Update: Seit dem 6.9.2013 ist die maschinelle Übersetzung nicht mehr vorhanden, stattdessen nun eine kostenlose Version mit normaler Übersetzung.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entlarvend, unterhaltsam und anregend 6. Mai 2004
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Dorian Gray ist ein blonder, etwa 20jähriger Schönling, der in einem Stoßgebet sich wünscht, alles Leid, das er erfährt, alle Sünden, die er begeht und sein Alterungsprozeß sollen dem Bildnis widerfahren, daß ein Künstlerfreund von ihm angefertigt hat. Dorian selbst ist eher ein verzogener Weichling, der von einem Lord Henry als Versuchskaninchen benutzt wird. Henry will sehen, wie sehr er Dorian beeinflussen kann, seinen Egoismus schüren kann. Dorian selbst wird dabei immer gleichgültiger, weil auch seine Reue nur dem Bildnis widerfährt.
Etwas schwülstig und tümelnd bisweilen geschrieben, aber in Provokationsabsicht. Hochinteressant.
Status: Empfehlenswert.
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67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ach hätt' ich nur 6 Sterne zur Verfügung... 28. Juni 2004
Format:Gebundene Ausgabe
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's möglich.
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.
Wilde versteht es, exotische Redewendungen und Beschreibungen mit sündigen Gedanken zu verbinden. Auch wenn heute Liebe und Laster kaum mehr noch Sünden sind, läßt einen das Buch nicht mehr los. Der überraschende Schluss setzt dem Buch ein Denkmal. Zu recht ein immer und immer wieder gelesener und verfilmter Klassiker.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Gemälde 30. Oktober 2009
Von Bianca Wenzel TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
London 1890. Basil Hallward (Axel Malzacher) ist ein sehr talentierter Maler. So kommt es, dass er den jungen Dorian Gray (David Turba) malen will und verliebt sich auch noch in diesen. Dorian ist vom Anblick seines Bildes völlig geblendet und äußert den Wunsch, niemals altern zu wollen. Ein teuflischer Pakt sorgt letztendlich dafür, dass lediglich sein Bildnis altert, Dorian jedoch weiterhin in der Blüte des Lebens steht. Von seiner großen Liebe verschmäht, führt Dorian ein exzessives Leben, dessen Folgen lediglich auf seinem Abbild zu sehen sind. Hier zeigt sich jedem, der das Bild anschaut, der wahre Dorian Gray, der sich stetig verändert hat, aber dessen äußeres Erscheinungsbild immer noch das eines jungen hübschen Mannes ist...

Titania Medien bietet uns wieder einmal eine gelungene Doppelfolge aus der Reihe "Gruselkabinett". Und auch, wenn sich anfangs die Frage stellt, ob diese Folge wirklich seinen Platz in dieser Reihe hat, so ist doch die unheimliche Atmosphäre, die sich durch das ganze Hörspiel zieht, Grund genug für 152 Minuten bester Gruselkabinett-Unterhaltung.

"Das Bildnis des Dorian Gray" ist wohl das bekannteste Werk Oscar Wildes und zeichnet sich nicht durch beständigen Grusel, sondern durch seine klugen und schönen Dialoge aus, die die erste CD beherrschen. Hier hätte vielleicht etwas gekürzt werden können, aber Freunde guter Literatur werden hier auch mal ein Hörspiel nach ihrem Geschmack finden. Unheimlich wird es etwas später und so gruselt man sich bei diesen zwei Folgen auf ungewohnte Art und Weise, aber nicht minder gut.
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4.0 von 5 Sternen Zeitlos
Ich kenne das Buch auf Englisch und Schwedisch und will sehen. ob es mich auch in meiner eigenen Sprache packt. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Stunden von Ernst Marnette veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jugend und Schönheit haben ihren Preis – Unheimlicher und...
Dieser 1891 erschienene Roman von Oscar Wilde (1854-1900) ist einer meiner liebsten Werke der klassischen Literatur. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Stunden von Robert Meyer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Was soll man sagen einfach ein toller Klassiker, der in jeden Sammlung gehört. Und ich immer wieder empfehlen würde.Ein muss.
Vor 4 Tagen von B.Sadowsky veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Absolut lehrreich und atemberaubend echte Atmosphäre
Dorian Gray ist ein unfassbar schöner junger Mann und sein Freund Basil, der Maler, ist fast in ihn verliebt, könnte man meinen, so sehr bereichert des Jünglings... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von Sarah Jordan 'Schwarzweisswelt' veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Sehr schön geschrieben, mit viel Sarkasmus und Humor. Wer nicht nur gerne liest, sondern dabei auch etwas gefordert werden will und dafür mit einem lächeln belohnt... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Amazon Kunde veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aktueller denn je …
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Jules Barrois veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen wahrhaft philosophisch :)
Tolles Buch, sehr empfehlenswert! :)
Viel mehr habe ich auch gar nicht zu sagen - es ist philosophisch und sehr inspirierend :)
Vor 12 Tagen von Murat Güreli veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ist Schönheit wirklich alles?
Dorian Gray ist laut Buchrücken „staunenswert schön“, „unverdorben“ und hat einen naiven Blick auf die Welt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von gst veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch für Kindle
Alles super gelaufen,sind mit der Ware sehr zufrieden,gerne wieder, es ist genau so wie der Verkäufer es beschrieben hat.
Vielen Dank
Vor 1 Monat von Rene Bodenhagen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesen!!!
Ich bin so begeistert von dem Buch. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, der entzückende Beschreibungen liebt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Anne veröffentlicht
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