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Die Bildlichkeit symbolischer Akte
 
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Die Bildlichkeit symbolischer Akte [Gebundene Ausgabe]

Barbara Stollberg-Rilinger , Thomas Weissbrich , Gottfried Korff , Gerd Althoff , Birgit Franke , Philippe Bordes , Ruth E Mohrmann , Jörg J Berns , Thomas Lentes , Carsten P Warncke , Werner Freitag , Michaela Völkel , Christine Tauber , Thomas Weigel , Birgitte B Johannsen , Jutta Götzmann , Hans U Thamer , Jürgen Heidrich


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Kurzbeschreibung

Symbolische Akte haben in der Vormoderne stets eine starke visuelle Präsenz – als »spectacula« gelten den Zeitgenossen feierliche Umzüge und Krönungen, Prozessionen und Weihen. Ihr suggestiver Schauwert erweist sich dabei als Inszenierungsstrategie, die entscheidend zur wirksamen Vermittlung politischer und religiöser Botschaften beiträgt. Die Bildlichkeit symbolischer Akte lässt sich auf mehreren, eng miteinander verbundenen Ebenen beobachten: Einzelne Gesten und Gebärden der Akteure weisen bildliche Qualität auf, vor allem aber die komplexen Handlungsfolgen von Ritualen und Zeremonien. Sie werden als öffentlich sichtbare ›lebende‹ Bilder aufgeführt und auch als solche verstanden – das gegenseitige Sehen und Gesehenwerden ist für sie kennzeichnend. Auf performativer Ebene können darüber hinaus materielle Bilder in diese Handlungen einbezogen werden, sei es als Gegenstand religiöser Verehrung, zum Zwecke politischer Propaganda oder als repräsentative Erinnerungsmedien. Auf der Rezeptionsebene schließlich sind symbolische Akte ein prominentes Thema von Darstellungen in Publizistik, Historiografie und bildender Kunst. Ihre ephemere Bildlichkeit kann damit zumindest teilweise festgehalten werden, wobei sie freilich nach medialen Strategien geformt und (re)inszeniert wird.

Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes befassen sich mit diesen drei Aspekten der Bildlichkeit symbolischer Akte. Der Band dokumentiert eine internationale Tagung, die der Sonderforschungsbereich 496 »Symbolische Kommunikation und politische Wertesysteme« an der Universität Münster im Oktober 2007 veranstaltet hat. Sie diente unter anderem zur wissenschaftlichen Vorbereitung der Ausstellung »Spektakel der Macht. Rituale im Alten Europa 800–1800« im Kulturhistorischen Museum Magdeburg. Die Beiträge aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen thematisieren anhand von ausgewählten Fallbeispielen Zusammenhänge und intermediale Wechselbeziehungen zwischen Bildern und Handlungen, Artefakten, Texten und Tönen. Den räumlichen und zeitlichen Rahmen der Untersuchungen bildet das »Alte Europa« vom frühen Mittelalter bis zur Französischen Revolution.


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