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In Bildern reden. Die neue Redekunst aus Ditkos Schule
 
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In Bildern reden. Die neue Redekunst aus Ditkos Schule [Gebundene Ausgabe]

Peter H. Ditko , Norbert Q. Engelen


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Kurzbeschreibung

Bonn redet nach seinem Munde: Tausende von Politikern, Wirtschaftlern und Lobbyisten sind bereits durch die Rednerschule des Peter H. Ditko gegangen. Gerade Newcomer auf dem politischen Parkett haben die Chance genutzt, sich an der 'Bonner Rednerschule' den letzten Schliff für Diskussion und Vortrag zu holen.

Vorwort

»Die Geisteswissenschaften« - schrieb vor kurzem Wolfgang Frühwald, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in der Zeit - »sind auf Streit und Gelehrtenzank hin angelegt. Das muß so sein. Ja, das muß so sein«. Und genau so muß es auch in der Politik sein, muß es in allen Bereichen sein, in denen es um endgültige Wahrheiten längst nicht mehr gehen kann, sondern in denen es statt dessen um Meinungen - wenn auch begründete! - geht. Vor allem für die Politik in einer Demokratie sind Streit und Zank - oder sagen wir es gemäßigter: ist Auseinandersetzung geradezu lebensnotwendig.

Doch kein Streit, keine Auseinandersetzung kann fruchtbar sein, wenn das, um was es geht, sich dem Publikum weitgehend nicht mehr erschließt, weil es entweder unter die Kategorie »Sprechblase und Allgemeinplatz«, fällt oder unter der Rubrik »Kanzleideutsch« abgeheftet werden kann. Beides ist einer klaren Aussage abträglich. Beides ist aber auch furchtbar langweilig.

Das Dilemma kennt jede gute Redenschreiberin und jeder gute Redenschreiber aus der Praxis. Da geht es nicht nur darum, möglichst nicht eine allgemeine theoretische Abhandlung zu schreiben, sondern das, was über die Zuhörerinnen und Zuhörer »hereinbricht«, soll klar und allgemein verständlich sein und - Tribut an eine Gesellschaft, die die Soziologie längst als »Erlebnisgesellschaft«, beschreibt - die zentrale Motivlage des erlebniszentrierten« Menschen treffen: die Sehnsucht nach »psychophysischen Ereignissen«. Man kann diese Forderung - wie die Autoren dieses Buches es tun als das Bedürfnis nach »Erlebnisrhetorik« bezeichnen, man kann sie aber auch als die Einlösung eines uralten Anspruchs an die Kunst der Rede sehen: des Anspruchs an die Ästhetik des gesprochenen Wortes.

Die Autoren stellen den Zusammenhang implizit selbst her, wenn sie schildern, wie Cicero einmal davon schwärmte, wie er mit Erfolg ,in seinen Farbtöpfen« gerührt habe, um seine Zuhörer zu entzücken. Gemeint ist der geplante Zugriff auf den Bilderreichtum der Sprache als Mittel, der Rede Glanz und Lebendigkeit zu verleihen, ihr so gleichsam Leben einzuhauchen. Was anderes aber ist Leben als die gesuchten psychophysischen Ereignisse?

Und da sind wir bereits mitten im Leben« des Buches. Denn ob Erlebnisse oder Bilder, bei beidem handelt es sich um Elemente, die primär mit einer Aktivierung der rechten Gehirnhälfte einhergehen, also mit jenem synthetisierend arbeitenden Gebiet, das auch unsere Gefühlswelt beherbergt. Und hier liegt der entscheidende Angriffspunkt des Buches. Wenn nämlich - so fragen die Autoren - der Gefühlswert der Worte einen so großen Einfluß auf die Zuhörer hat, »was liegt dann näher, als beim Reden darauf zu achten, daß die rechte Gehirnhemisphäre des Zuhörers angesprochen wird? «

In der Tat: Selten sind sie geworden, die erfrischenden sprachlichen Elemente in der politischen (und auch in der wirtschaftlichen) Landschaft jene Elemente mithin, die vor allem den rechten Teil des Gehirns ansprechen und die eine Rede spannend, vergnüglich und zuhörenswert machen. Um so mehr ist es zu begrüßen, daß nun ein Buch auf dem Markt ist, das umfassend und kurzweilig an dieses Thema herangeht. Wir wünschen ihm viel Erfolg.

Für den Förderkreis politische Rhetorik in der Bundesrepublik Deutschland Rudolf Dreßler (MdB)

Joschka Fischer (MdB)

Dr Heiner Geißler (MdB)

Aufmerksame Leserinnen und Leser werden es schnell merken: In diesem Buch wird durchgehend die männliche Form verwendet. Dies bedeutet jedoch keinerlei Diskriminierung des Weiblichen, sondern dient ausschließlich der besseren Lesbarkeit und Textökonomie. Auch die von feministischer Seite vorgeschlagene Formel »Personen, die... « scheint uns nicht dazu geeignet, das »unhandliche« und »barocke« Erscheinungsbild zu verdrängen.


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