Andreas von Rétyi hat ein Buch über die Bilderberger geschrieben. Das ist gut. Erstens, weil ich seinen Schreibstil mag, und zweitens, weil es an der Zeit ist, dass dieser "ehrenwerte" Verein endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.
Da treffen sich also jährlich die mächtigsten und reichsten Leute dieses Planeten, um über den Lauf der Welt zu beratschlagen. Ist das nicht prima? Nun ja - wenn sie uns dann freundlicherweise mitverfolgen ließen, was genau sie dort besprechen, dann wäre ich dieser Einrichtung gegenüber eigentlich ganz positiv eingestellt. Natürlich sollen diese Leute über die Probleme dieser Welt nachdenken, und zwar gründlich! Wenn ich aber lese, dass ihre Treffen nur unter strengster Geheimhaltung stattfinden, dann frage ich mich, was bitte, hier vor mir verborgen werden soll. Wenn ich dann lese, dass es auf einem Bilderberger-Treffen war, wo die Erhöhung der Ölpreise um das Vierfache beschlossen wurde und dass es die Bilderberger sind, die sich "Sorgen" um die Überbevölkerung machen, dann frage ich mich, ob nicht einige unserer Probleme dort erst erzeugt werden. Und wenn ich dann auch noch vom Autor erfahre, dass es reichhaltige Anhaltspunkte dafür gibt, dass dieselben Leute jeden, auch ihresgleichen, umlegen lassen, der ihre Pläne durchkreuzt, dann verstehe ich langsam, warum Leute jeden Journalisten, der zu ihren Treffen anreist, nach Möglichkeit gleich am Flughafen festnehmen und schon Tage im Voraus das Hotel und seinen gesamten Umkreis in eine Hochsicherheits-Zone verwandeln lassen. A propos: Mir kommt da gerade eine konstruktive Idee: Warum mauern wir nicht beim nächsten Bilderberger-Treffen einfach die Eingänge zu, sobald sie mal alle drin sind? Dann könnten nicht nur 'sie' sich sicherer fühlen, sondern zur Abwechslung wir auch.