Obwohl schon vor bald 10 Jahren geschrieben, stellt das einführende Standardwerk von Hughes zur amerikanischen darstellenden Kunst (also Malerei, Architektur, Plastik, Moderne Kunstformen), das vielleicht Beste und Unterhaltendste dar, was man in deutscher Sprache dazu lesen kann. Angenehm im Stil, fast reportagehaft geschrieben, mit sicherem Blick für Details, das "Große Ganze" und den Menschen als Künstler - dazu noch ein großzügiger Einsatz von farbigen Abbildungen; so macht Kunstgeschichte Spaß. Zwar wird Hughes, je moderner die Kunst Amerikas wird, immer kritischer und im Einzelfall reicht diese Kritik auch zur Ablehnung - dennoch geleitet er den Leser sicher und vor allem kurzweilig durch Kunstströmungen und den Zeitgeist, auch wenn dies vor allem in der 2. Hälfte des 20 Jahrhunderts immer schwerer für ihn wird. Wirklich besonders zu empfehlen!