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Bilder des Krieges - Kriege der Bilder: Die Visualisierung des Krieges in der Moderne
 
 
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Bilder des Krieges - Kriege der Bilder: Die Visualisierung des Krieges in der Moderne [Gebundene Ausgabe]

Gerhard Paul
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 534 Seiten
  • Verlag: Fink (Wilhelm); Auflage: 1., Aufl. (1. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770540530
  • ISBN-13: 978-3770540532
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 20 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 538.543 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerhard Paul
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie zuletzt der Irak-Krieg zeigt, sind moderne Kriege immer auch Kriege der Bilder. In seiner reich illustrierten Pionierstudie analysiert der Flensburger Historiker und Sozialwissenschaftler Gerhard Paul die Gesichter, die Ausprägungen und die Ursachen dieser Bilder-Kriege von den ersten fotografierten Kriegen des 19. Jahrhunderts bis zu den via Internet präsentierten und transportierten Kriegen der Gegenwart. Neun in die Darstellung integrierte "Visual Essays" mit mehr als 200 Abbildungen dienen der ästhetischen "Kennung" der einzelnen Kriege. Pauls Buch ist ein großer Wurf: die europaweit erste Gesamtdarstellung des Bildes und der Bilder des modernen Krieges.
Pauls Fragestellung zielt in eine doppelte Richtung: Wie und auf welche Weise setzte sich der moderne Krieg in Bilder um? Und wie geriet das Bild dabei selbst zur propagandistischen und militärischen Waffe? Ausgehend von den Kriegen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Krim-Krieg, Amerikanischer Bürgerkrieg, deutsche R eichseinigungs-Kriege, Pariser Commune, Spanisch-Amerikanischer Krieg), skizziert der Autor auf der Grundlage der internationalen Forschungsliteratur und eigener Studien die Visualisierung des modernen Krieges im 20. Jahrhundert (Erster Weltkrieg, Spanischer Bürgerkrieg, Zweiter Weltkrieg, Vietnam-Krieg) bis zu den post-modernen Kriegen der Gegenwart (Golf-Krieg, Kosovo-Krieg, Anschlag vom 11.9.2001, Krieg in Afghanistan). Ein Vorspann beleuchtet die ikonographischen Muster der Kriegsdarstellung in Malerei und Graphik von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert, die der frühen Kriegsfotografie vielfach als Vorbild dienten.
Im Zentrum der Darstellung stehen die modernen Bildmedien Fotografie, Film und Fernsehen. Abschließend wird die Rolle des Internets in den postmodernen Kriegen untersucht. Pauls überzeugend vorgetragene und belegte These ist, dass die immer stärkere Visualisierung des Krieges Hand in Hand mit dem Unsichtbarwerden seiner Realitäten geht, ja dass sich der moderne Kri eg letztlich der Darstellung in den Bildmedien entzieht. Diese formten das katastrophisch-antizivilisatorische Ereignis Krieg vielmehr zu einem zivilisatorischen Akt um und verpassten ihm damit eine visuelle und narrative Ordnung, die der Krieg per se nicht besitzt. Auf diese Weise - so Paul - trügen die modernen Bildmedien zur immer neuen Illusion der Plan- und Kalkulierbarkeit von Kriegen bei.
Mit seinem Buch leistet der Autor überdies einen Beitrag zum vielfach geforderten "Visual Turn" in den Geisteswissenschaften. Auch in diesem Sinne stellt Bilder des Krieges - Krieg der Bilder eine Pionierleistung dar.

Über den Autor

Gerhard Paul, geb. 1951, seit 1994 Professor für Geschichte an der Universität Flensburg; zahlreiche Veröffentlichungen zum NS-Herrschaftsapparat.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Flow
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorweg zu nehmen: dieses Buch ist kein Bild- oder Fotoband. Es ist ein ein Überblick über die historische Bildforschung zum Thema Krieg und Darstellung des Krieges. Als solche ist sie ein fundierter Überblick über die aktuellen Erkenntnisse und die Problemlage in diesem Bereich (und der noch "jungen" historischen Bildforschung im Allgemeinen). Jeder der eine Sammlung von möglichst vielen verschiedenen Kriegsdarstellungen sucht, ist hier also fehl am Platze. Paul zeigt in dem Buch, nach längeren Texten, immmer nur ausgewählte Beispiele zu den einzelnen Themenfeldern. Die Themengebiete erfassen die Darstellung des Krieges relativ vollständig vom Mittelalter bis in die heutige Zeit. Mag sein, dass die "asymmetrischen Kriege" (Irak usw.) etwas kurz kommen, allerdings hat Paul zu diesem Thema gesondert ein Buch veröffentlicht. Fazit: Ein gutes Buch für Fachleute und an Bildforschung interessierte Laien.
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9 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rausgeschmissenes Geld 26. Dezember 2005
Von Martin Mahle TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und ärgere mich nun um so mehr, daß ich soviel Geld ausgegeben habe.
Das Thema wird zwar in epischer Breite textlich abgehandelt, ist aber weder für den Laien noch für den Fachmann interessant, da wesentliche Teile in der Betrachtung des Autors fehlen. So ist z. B. der Falkland-Krise von 1982 nur ein kurzer Textabschnitt gewidmet, Fotos gibt es dazu gar keine. Die Bürgerkriege und Genozide in Afrika (z. B. Angola, Marokko, Ruanda, Somalia etc.) fehlen sogar völlig, ebenso wie die vielen Konflikte in Mittel- und Südamerika (z. B. Haiti, Nicaragua, Kolumbien etc.). Auch die schon viele Jahrzehnte andauernden europäischen Regional-Konflikte im Baskenland bzw. Nordirland finden keinerlei Erwähnung geschweige denn Abbildung. Vom Israel-Palestina-Problem ganz zu schweigen. Überhaupt das Bildmaterial: Nicht nur, daß die Zahl der Abbildungen auf über 500 Buchseiten sehr dürftig ist, innerhalb dieser Fotos findet der geneigte Leser kein einziges Bild, das er nicht schon vor dem Lesen dieses Buches gekannt hätte.
Dieses Buch eignet sich nicht einmal für die Vervollständigung einer entsprechenden Themensammlung; erkennbar wird dies daran, daß es einige Seiten im Buch gibt, in denen die Angaben zu den Literaturquellen mehr Platz einnehmen, als der eigentliche Text des Verfassers.
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