Pressestimmen
Fast muss man warnen vor diesem Buch, so massiv, so jäh ist das Leseerlebnis. Es erwischt einen wie ein Faustschlag in Zeitlupe. (Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung)
Bilal ist die glänzende Analyse eines Journalisten, der sich nicht damit begnügt, dass Drama zu schildern, sondern mit seinen Fragen an unsere Verantwortung appelliert. (ARD, Titel, Thesen, Temperamente)
Fabrizio Gattis bedrückender Reisebericht liest sich spannend wie ein Abenteuerroman, er liefert aber auch Fakten und rechnet vor, was für ein Riesengeschäft Polizei und Militär mit den Flüchtlingen machen. ... Bilal ist die eindringliche Schilderung, wie die Sahara und das Mittelmeer in den letzten Jahren zu einem Massengrab geworden sind auch durch die rigorose Abschottungspolitik der Europäischen Union. (BR Zündfunk)
Bilal ist die glänzende Analyse eines Journalisten, der sich nicht damit begnügt, dass Drama zu schildern, sondern mit seinen Fragen an unsere Verantwortung appelliert. (ARD, Titel, Thesen, Temperamente)
Fabrizio Gattis bedrückender Reisebericht liest sich spannend wie ein Abenteuerroman, er liefert aber auch Fakten und rechnet vor, was für ein Riesengeschäft Polizei und Militär mit den Flüchtlingen machen. ... Bilal ist die eindringliche Schilderung, wie die Sahara und das Mittelmeer in den letzten Jahren zu einem Massengrab geworden sind auch durch die rigorose Abschottungspolitik der Europäischen Union. (BR Zündfunk)
Kurzbeschreibung
Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigtsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte Journalist und »italienische Wallraff«, der sich als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen. Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie zu Hunderten die Wüste, unter unvorstellbaren Entbehrungen. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der moderne Menschenhandel entlang der neuen großen Trecks ist auch ein brutales, hochprofitables Geschäft. Viele stranden, manche Spur verliert sich für immer. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen passieren, die gefährliche Überfahrt in viel zu vollen Booten übers Meer überleben, erwarten Auffanglager, die Menschenkäfigen ähneln. Doch auch wenn sie abgeschoben werden, sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihrer Heimat nicht ändert. Die moderne Odyssee der neuen Arbeitssklaven hat gerade erst begonnen.
Über den Autor
Fabrizio Gatti, Journalist beim »Corriere della Sera«, jetzt Chefreporter des »Espresso«, hat unter falschem Namen bereits als illegaler Erntehelfer, in Obdach losenquartieren, einer Strafanstalt sowie im Mafia- und Drogenmilieu gelebt und recherchiert. Dreimal wurde er während seiner Reportagen inhaftiert. 2007 erhielt Gatti den Europäischen Journalistenpreis.Friederike Hausmann, geboren 1945, Studium der Geschichte und Altphilologie in Berlin. Nach Promotion tätig als Lehrerin. Nach langjährigem Aufenthalt in Italien lebt sie heute als Autorin und Übersetzerin in München. Als Italien-Expertin schreibt sie für den Rundfunk sowie überregionale Tages- und Wochenzeitungen.