Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine possenhafte Verwirrung entsteht, die von einem gütigen Penner namens Puggy beobachtet wird, der in einem Baum in Arthurs Hinterhof kampiert. Puggy arbeitet im "Jolly Jackal Bar & Grill", in dem es gar keinen Grill gibt und wo stattdessen Schusswaffen und Bomben an einen Ableger der "Crips and Bloods" mit dem Namen "The Cruds" sowie an Penultimate Inc. verkauft werden (die vorhat, Kuba zu erobern). Doch als die begriffsstutzigen Schläger Eddie und Snake das "Jolly Jackal" ausrauben und Arthur ihnen erzählt, dass der Laden nur ein Aushängeschild für eine russische Gangsterbande ist, die Bomben verkauft, schnaubt der Inhaber: "Bomben? Quatsch! Nix Bomben -- ist Bar!"
Wird es Snake und Eddie gelingen, eine Koffer-Atombombe durch Miami zu schleusen, "wo sich die meisten Autofahrer am Verkehr und an den Gepflogenheiten ihrer jeweiligen Herkunftsländer orientieren"? Können Eliot und die Polizistin Monica Rodriguez die Rettung sein? Und was hat es mit der 150 Kilo schweren halluzinogenen Kröte, der vier Meter langen Pythonschlange Daphne, den Highway-Ziegen und dem "Denture Adventure"-Vergnügungspark für Senioren auf sich? Alles passt wunderbar zusammen, inklusive einiger dunkler Passagen, wie wir sie von Barry bisher nicht kannten. Aber seien Sie gewarnt: Wenn Sie dieses Buch lesen, während Sie Milch trinken, wird sie Ihnen irgendwann aus den Nasenlöchern geschossen kommen. --Tim Appelo
Kurzbeschreibung
Umschlagtext
"Während ich Dave Barrys "Big Trouble" verschlungen habe, bin ich vor Lachen vom Stuhl gefallen. Gott sei Dank lag da ein Kaminvorleger, also habe ich mir nicht weh getan. Dies ist das lustigste Buch, das ich in den letzten vierzig Jahren gelesen habe. Es ist wie eine Preston Sturges Screwball-Komödie, nur in Punk-Rock-Geschwindigkeit abgedreht. Aber eine Warnung muß sein: Bevor Sie "Big Trouble" lesen, sollten Sie um Ihren Stuhl herum ein paar Matratzen auslegen. Nur für alle Fälle." Stephen King
Über den Autor
Auszug aus Big Trouble. von Dave Barry. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Grillrestaurant, eine Bar ohne Grillrestaurant, schon seit fast drei Wochen. Für
Puggy war das ein persönlicher Rekord. Nach all den Jahren als
semi-professioneller Landstreicher dachte er jetzt ernsthaft daran, sich in
Miami niederzulassen, Wurzeln zu schlagen und sich womöglich einen Schlafplatz
in geschlossenen Räumen zu suchen. Obwohl er sich auf seinem Baum sehr wohl
fühlte.
In Miami gefiel Puggy einfach alles. Daß es warm war. Und daß die meisten
Polizisten offenbar nichts gegen Typen wie ihn hatten. Typen, die bereits durch
ihre bloße Existenz Gesetze zu brechen schienen, von denen Normalbürger keine
Ahnung hatten. Zum Beispiel, wie lange man irgendwo herumsitzen durfte, ohne
etwas zu bestellen oder zu kaufen. Die Einstellung der meisten Polizisten hier
in Südflorida schien zu sein: Hey, Mann, sitz hier rum, so lange du willst; wir
sind ja so froh, daß du nicht in der Gegend herumballerst!
Puggy gefiel auch, daß hier in Miami so viel Spanisch gesprochen wurde. Das gab
ihm das Gefühl, im Ausland zu leben, und das hatte er sich schon immer
gewünscht. Sein einziger Auslandsaufenthalt lag allerdings schon vier Jahre
zurück. Damals war er nach einem langen und verwirrenden Wochenende, das in
Buffalo angefangen hatte, auf der kanadischen Seite der Niagarafälle für ein
paar Stunden inhaftiert worden, weil er an einen Souvenirshop gepinkelt hatte.
Das Komische war, daß Puggy gar nicht vorgehabt hatte, nach Miami zu kommen. Er
hatte bloß eine Obdachlosenunterkunft in Cleveland verlassen und war Richtung
Süden getrampt, auf der Suche nach einem warmen Ort zum Überwintern. Der
Trucker, der ihn mitgenommen hatte, mußte seine Ladung im Hafen von Miami
abliefern, genau im Stadtzentrum.
Wie das Schicksal so spielte, fanden gerade Wahlen statt. Puggy war noch keine
Stunde durch die Straßen gewandert, als plötzlich ein weißer Van neben ihm
anhielt. Der Fahrer, ein älterer Mann, sprach ihn auf Spanisch an und hielt ihm
einen Zehndollarschein hin. Puggy dachte, der Mann wolle für das Geld einen
geblasen bekommen, und sagte freundlich wie immer: "Nein, danke!". Sofort ging
der Mann dazu über, Englisch zu sprechen, und sagte, Puggy brauche für diese
zehn Dollar bloß zur Wahl zu gehen und seine Stimme abzugeben.
"Bin nicht von hier", sagte Puggy.
"Kein Problem", sagte der Mann.
Also stieg Puggy in den Van. Auf dem Weg zum Wahllokal sammelte der Ältere noch
sieben Leute ein, von denen einige ziemlich übel rochen. Am Wahllokal
angekommen, gingen alle zusammen hinein, und der Mann erklärte ihnen, was sie
tun sollten. Die offiziellen Wahlhelfer schienen nichts dagegen zu haben.