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Big Thing
 
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Big Thing

Duran Duran Audio CD
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Musik

Bild des Albums von Duran Duran

Fotos

Abbildung von Duran Duran

Biografie

Die Re-Issue-Diskographie der englischen Pop-Ikonen von Duran Duran wird mit jetzt 2 Alben aus der 2. 80er-Hälfte erweitert, aus jener Zeit nach den durchaus erfolgreichen Zwischen-Bandprojekten Arcadia und Power Station und der Phase, als aus dem Quintett ein Trio wurde, mit Sänger Simon Le Bon, Keyboarder Nick Rhodes und John Taylor am Bass.

Dass sie dennoch weiterhin in der Lage waren, massive… Lesen Sie mehr im Duran Duran-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (16. Dezember 1996)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI
  • ASIN: B000024KBZ
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 94.119 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Big Thing 3:41EUR 0,99
Anhören  2. I Don't Want Your Love (LP Version) 4:05EUR 0,99
Anhören  3. All She Wants Is 4:35EUR 0,99
Anhören  4. Too Late Marlene 5:08EUR 0,99
Anhören  5. Drug (It's Just A State Of Mind) 4:38EUR 0,99
Anhören  6. Do You Believe In Shame? 4:23EUR 0,99
Anhören  7. Palomino 5:19EUR 0,99
Anhören  8. Interlude One0:33EUR 0,99
Anhören  9. Land 6:12EUR 0,99
Anhören10. Flute Interlude0:32EUR 0,99
Anhören11. The Edge Of America 2:37EUR 0,99
Anhören12. Lake Shore Driving 3:05EUR 0,99
Anhören13. Drug (It's Just A State Of Mind) (Daniel Abraham Mix) 4:21EUR 0,99


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Mit "Big Thing" wurden Duranduran (wie sie sich für dieses Album schrieben) 1988 erwachsen. War der Vorgänger "Notorious" noch in einer Zeit der Umbrüche entstanden - Roger Taylor fehlte, und Andy Taylor konnte nur noch gerichtlich gezwungen werden, ein paar Gitarrenparts im Studio einzuspielen -, so war hier von Anfang an klar, dass Taylor/Rhodes/LeBon alleine verantwortlich sein sollten. Hinzu kamen u.a. die von "Notorious" bekannten Steve Ferrone und Warren Cuccurullo, an den Reglern saß statt Nile Rodgers Jonathan Elias.
"Big Thing" sollte auch das lästige Teenieband-Image abschütteln. Mit bösen Sprüchen in Interviews und der Weigerung, auf Medien-Promo-Tour zu gehen, stellten sich Duranduran aber eher selbst ein Bein. Die Shows, auf denen das neue Material vorgestellt werden sollte, waren auch nur schlecht besucht - und die Fans wollten doch eher die alten Hits hören.
Dennoch gelang mit der ersten Single "I Don't Want Your Love" ein elektronisch-funkiger Tanzflächenhit (Nr. 4 in USA), wobei die Albumversion um einiges zahmer klingt als die von Shep Pettibone aufgepeppte Single. Auch Auskopplung Nummer Zwei, "All She Wants Is", ein äußerst experimenteller Dancekracher mit einem künstlerisch hochwertigen, wenn auch etwas sexistischen Video, in dem die Musiker von Puppendoubles "gespielt" wurden, schaffte es noch in die höheren Regionen der Charts (UK-Nr. 9). Dazu trugen wohl auch die diversen House-Remixe, die in verschiedenen Formaten veröffentlicht wurden, bei. Die Hallentour durch Europa geriet 1989 dann aber zum Desaster, weil das Publikum ausblieb. Auch Single-Nr. 3, "Do You Believe In Shame?", stagnierte weithin unbekannt auf den hinteren Chartspositionen, obwohl unzählige Versionen (z.B. vier verschiedene 7"es und eine limitierte 10"-Vinyl) auf den Markt kamen. Der Song selbst, von einigen als Rip-Off des Oldies "Suzy Q" abgetan, ist eine der schönsten Duran-Stücke überhaupt. Es geht darin um den Tod und wie man mit dem Verlust umgeht: "'Cos I believe a little part of you inside of me will never die". Dazu gibt es ein traurig-schönes Video, das von dem chinesischen Filmemacher Chen Kaige in New York gedreht wurde. Dieser Song allein rechtfertigt eine 5 Sterne-Bewertung.
Auch die anderen Stücke entwickeln eine Tiefe, die auf früheren Duran-Alben nicht erreicht wurde: LeBon verarbeitete erstmals konkrete Erlebnisse und vermied die Anhäufung von interessant klingenden Floskeln (man versuche einmal, einen beliebigen Song von "Seven And The Ragged Tiger" zu übersetzen). Deutlich wird das in der Abschiedsballade "Too Late Marlene" oder in dem sozialkritischen "The Edge Of America". Musikalisch zeigt sich in den härteren Nummern das Ende der 80er angesagte Acid-House, aber es entstanden auch akustisch gehaltene Songs wie das schwebende "Land" oder das mystische "Palomino". Das schräge Instrumental "Lake Shore Driving" wartet zum Schluss noch mit einer kreischenden Gitarre auf, die man so auch noch nie bei DD gehört hatte. Warren Cuccurullo war angekommen (und sollte ein Jahr später auch schon fest zur Besatzung gehören). Einzig das von Duncan Bridgeman gemixte "Drug (It's Just A State Of Mind)", bei dem es etwas platt um Sex geht, sticht negativ aus dem ansonsten wunderbar durchhörbaren Album heraus. Die Diskussion über diesen Remix hätte fast zum Ausstieg von John Taylor geführt, und inzwischen hat auch Nick Rhodes kapiert, dass sie das besser gelassen hätten; aber damals wollte man halt um jeden Preis hip sein. Wer die wesentlich angenehmere Originalversion hören möchte, schaffe sich die Wiederveröffentlichung des Albums an - dort ist sie als "Daniel Abraham Mix" als Track 13 hinten angeklatscht.
Ich war bei der Veröffentlichung von "Big Thing" zwar erst 14, aber schon auf dem Weg vom chartsergebenen Teeniefan und BRAVO-Leser zu etwas komplizierterer Musik (Kein Wunder, waren die damaligen Hitparaden verseucht von Stock/Aitken/Waterman...). Mit Duranduran gelang mir diese "Transformation" spielend. Kurz darauf entdeckte ich Prince und las den Musik Express. Nicht, dass das irgendetwas bedeutet. Ich wollte nur verdeutlichen, was "Big Thing" in Durans Geschichte ist: Ein Reifezeugnis. Leider gelang damals aber nur die endgültige Trennung von den Teeniefans - das angepeilte erwachsenere Publikum zog es dadurch natürlich noch lange nicht an. Und so fristet "Big Thing" ein Dasein im Schatten, birgt aber so manche Überraschung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geheimtip 4. April 2009
Von PlutonX
Format:Audio CD
Nach Abschluß der "Strange Behaivour" Tour 1987/88 begaben sich die Herren Taylor/Rhodes/Lebon erneut ins Studio um das Album "BIG THING" mit Produzent Jonathan Elias einzuspielen, welches Herbst 1988 erschienen ist.

In einer Zeit wo der Musikmarkt mit Stock/Aitken/Waterman Produktionen nahezu überschwemmt wurden und die nächste Generation von Teenie Bands wie BROS die Kiddy/Teenie Herzen höher schlagen ließen, stellt dieses Album ein sehr mutiger, komerziell nicht so erfolgreicher Milestone der Band dar. Trotzdem blieb die Band Ihrem Motto "Kein neues Album, hört sich wie das vorangehende an" treu.

Die Singleauskopplungen waren für mich persönlich eine gute Wahl. Der von Shep Pettibone remixed "I dont want your love" ist ein gewaltiger Kracher. Unverständlich, warum diese Version nicht den Weg als Bonustrack auf das Album schaffte, denn die LP Version ist leider klanglich etwas zu schwach. Auch die 2 Auskopplung "All she wants is" glänzende mit einer vielzahl von Remixen (Euro Dub, American Remix) und zeigt die klangliche vielfalt, die dieser abgemischte Titel zu bieten hat. "Do you believe in Shame" ist eine der schönsten Balladen, die die Band bis dato geschrieben hat und ist Alex Sadkin gewidmet (er war als Produzent an Seven & the ragged Tiger sowie Arcadias So Red the Rose beteiligt), welcher 1987 tragischerweise bei einem Autounfall starb. Auch findet sich dieser Titel als Abspannmusik des Thrillers "Tequila Sunrise(mit Mel Gibson, Michelle Pfeiffer und Kurt Russel) wieder.

Fazit: Nachdem ich mit dem 1986 Album "Notorious" so verwöhnt wurde war dieser Brocken klanglich anfangs schwer zu verdauen. Die PR Auftritte der Band (Stichwort Bravo Interview:Hassen Duran Duran ihre Fans?) machten es einem Fan nicht einfach, das tun und handeln der Band zu verstehen. Das Resultat waren halbvolle Tourneehallen in Europa sowie ein starker Imageverlust.

Heute, nach über 21 Jahre ist "BIG THING" ein unverzichtbares Juwel, was die damalige AcidHouse Zeit überlebt hat und mit der klanglichen Vielfalt überzeugen kann. Absoluter Hörtipp ist die Ballade "Too late Marlene". Von daher gibt es 4*
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Zwei Jahre nach dem erfolgreichen "Notorious" erschien mit "Big thing" das fünfte Studioalbum von Duran Duran. Ruhiger, weniger einheitlich, vor allem aber deutlich unzugänglicher präsentierte sich die neue Platte, was ein Grund für die gegenüber dem Vorgänger deutlich abgesunkenen Verkaufszahlen gewesen sein könnte.

Der das Album eröffnende Titelsong sowie die beiden Nachfolger bringen die Dominanz von Rhythmus und Technik, hinter die die Melodik relativ stark zurücktritt. Ohne Zweifel sind sie gediegen, ausgefeilt instrumentiert, angenehm zu hören und insgesamt sehr gelungen. Dennoch erscheinen sie im bis dahin vorliegenden Gesamtwerk der Band durchaus untypisch und ein wenig unter deren Möglichkeiten.

"To late Marlene" markiert einen Stilwechsel. Die Dominanz von Technik und Rhythmus weicht dem Primat von Melodik und Stimmung. Wesentlich filigraner und zurückhaltender mit einem beinahe vorsichtig agierenden Le Bon ist der Titel ein kleines aber feines Stück Synthie-Pop, das man in dieser Art bisher nur sehr selten gehört hat. "Drug" nimmt die Zurückhaltung seines Vorgängers völlig heraus und leitet in schnellere, unruhigere Gefilde über. Rau und energiegeladen dominieren auch hier wieder Rhythmus und Instrumente. Der stilistische Gegensatz zu Vorgänger und Nachfolger könnte kaum größer sein. "Do you belive in shame" führt wieder in ruhigere Gefilde. In vieler Hinsicht ähnelt es "To late Marlene", ist allerdings wesentlich rauer, mit einem Tick mehr an Depression und Verzagtheit. In seiner depressiven Stimmung wirkt bedeutend länger und gewichtiger, als er es von seiner Spielzeit her ist.

Und in der Tat ist es auch eine gute Überleitung von der insgesamt lauten und schnelleren ersten Albumhälfte. Was nun folgt, kann nur mit dem Begriff höchstklassig adäquat beschrieben werden. "Palomino" nimmt den Rhythmus völlig heraus und setzt vollends auf Melodie, Instrumente und Stimmung. Eine zurückhaltende, eigentlich stille und doch opulent wirkende Produktion, zusammen mit einer wunderschönen Melodie und dem Gesang Le Bons schaffen einen außerordentlich sinnlichen Titel, in dem man sich völlig verlieren kann. Etwas Derartiges bekam man auf den Vorgängern noch nicht zu hören. Die Melodie verbreitet Dunkelheit, aus der Stimme und Instrumente wie strahlende, aber einsame Lichter heraustreten.

"Interlude one" fungiert für rd. 32 Sekunden als eine kleine, filigrane, vor allem jedoch absolut notwendige Überleitung zum nun folgendem "Land". Die Feinheit "Palominos" findet seine konsequente Fortsetzung, die Instrumentierung wird jedoch deutlich komplexer und macht den Titel zum am meisten sphärischen des Albums. Sanft wird man dahin getragen, die Dualität von leichter Depression und Hoffnung ist überwältigend. Die Dunkelheit "Palominos" wird in hellere Gefilde übergeleitet - gleich dem Heraustreten aus einem dunklen Gewölbe in einem nebligen Herbsttag. Obwohl vergleichsweise eingängig, scheint "Land" aus der Zweidimensionalität" normaler Popmusik auszubrechen und in neue Gefilde von Nachdenklichkeit und Besinnung zu führen. Die große Länge von über sechs Minuten erscheint keinesfalls überzogen, sondern ist notwendig, um dem Titel Zeit zu geben, sich zu seiner vollen Erhabenheit zu entfalten.

Das langsame Ausklingen scheint "Land" sich ins Nichts auflösen zu lassen. Das nun folgende "Flute Interlude" fungiert erneut als kurze, notwendige Überleitung. The "Edge of america" nimmt das sphärische von "Land" heraus und kommt in gewisser Weise wieder zum Wesentlichen - der Nebel weicht kristallgleicher Klarheit. Zurückhaltend in seiner Instrumentierung, mit einem vorsichtig agierenden Le Bon sowie einer wunderschönen Melodie, die zusammen mit dem Text Melancholie und Hoffnung zugleich zelebriert, formt sich ein weiterer überragender Titel, der für mich wie seine beiden Vorgänger zum besten gehört, was die Gruppe bis dahin geschaffen hat. Direkt wird in den Nachfolger übergeleitet, der als Instrumental mit rauen Gitarren und Bässen das Album abschließt, wobei die Intensität zum Ende stetig gesteigert wird. Gewissermaßen als Nachspiel wird auf der vorliegenden CD eine leicht modifizierte Version von "Drug" eingebracht, die gegenüber ihrem Gegenstück jedoch nichts wesentlich Neues bringt.

"Big thing" markiert eine bedeutende Etappe im Schaffen der Band. Kennzeichneten sich die Vorgängeralben durch eingängige, sehr oft "laute" Titel, die ungeachtet individueller Unterschiede ein eindeutig erfassbares und zusammenhängendes Ganzes formten, ist dieses Werk durch den Gegensatz von Technik und Rhythmus auf der einen und Melodik und Stimmung auf der anderen Seite dominiert. Die ersten Titel sind keinesfalls schwach, ganz im Gegenteil, dennoch treten sie gegenüber den Stücken der zweiten Albumhälfte deutlich zurück, die neben ihrer überragenden künstlerischen Qualität auch Nachdenklichkeit und Reife ausstrahlen. Ein Wechsel von jugendlicher Unbekümmertheit zu erwachsener Besinnung scheint sich anzubahnen. Das dieser mit dem Nachfolger "Liberty" nur bedingt weitergeführt wurde, ist eine andere Geschichte.

Rückblickend ist "Big thing" ein zwar uneinheitliches, aber doch anspruchsvolles und ob einiger herausragender Titel insgesamt sehr gelungenes Werk aus der Spät- und Reifephase des Synthie-Pops, das - mit ein bisschen Zeit und Offenheit - nicht nur dem Fan dieser Musik-Gattung gefallen dürfte.

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