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The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte
 
 
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The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte [Taschenbuch]

Michael Lewis , Ulrike Bischoff , Petra Pyka , Birgit Schöbitz
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

20.07.2010 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Wenn keiner an die Krise glaubt, lohnt es erst recht, auf sie zu setzen "Dieses Buch wird man einmal zu den wichtigsten über die jüngste globale Finanzkrise zählen." (Rezension der Originalausgabe)

05.10.2010 / Süddeutsche Zeitung: Als die Wall Street überschnappte "Eines der besten Bücher zur Finanzkrise ... Es ist hervorragend recherchiert und leicht lesbar, Pflichtlektüre für jeden, der über Wirtschaftsfragen mitreden will."

15.10.2010 / Handelsblatt: Von den Helden des Untergangs "Lewis nimmt seine Leser mit in die verrückte Welt der Spekulanten … Ihm gelingt es dabei, eine Geschichte zu erzählen, der die Leser gern folgen, unterhaltsam und spannend - alles andere als ein dröges Wirtschaftsbuch."

12.11.2010 / finanztreff.de: Aufarbeitung der Krise "Ein wunderbares Buch, ich kann es nur empfehlen." Bernd Niquet

22.12.2010 / Süddeutsche Zeitung: Die großen Helden "Wenn es ein Buch gibt, das die Wall Street beschreibt, wie sie wirklich ist, dann dieses."

30.01.2011 / NZZ am Sonntag: Krisengewinnler "Lewis gelingt eine ungewöhnlich detaillierte Darstellung der Ereignisse, teilweise brüllend komisch und trotz der trockenen Materie durchgehend unterhaltsam zu lesen."

18.03.2011 / Falter: Bücher zur Finanzkrise: Blicke in den Abgrund "Das Buch liest sich wie ein spannender Wirtschaftskrimi."

28.03.2011 / Profil: Monströse Geldmaschine "In seinem US-Bestseller erzählt der Journalist Michael Lewis, wie es zur bisher schlimmsten Wirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts kommen konnte - und findet dafür einen äußerst originellen, anschaulichen Zugang."

03.08.2011 / Neue Zürcher Zeitung: Wie der Wahnsinn seinen Anfang nahm "Eine detailreiche Schilderung der Entstehung vin Subprime- und Bankenkrise ... Wer das Debakel wirklich begreifen will, kommt am Werk von Lewis nicht vorbei." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Die wahre Geschichte hinter der großen Finanzkrise – spannend wie ein Krimi

Das ganze Geld ist nicht weg – es hat nur die Besitzer gewechselt. Was genau sich kurz vor der großen Finanzkrise hinter den Kulissen der Wall Street abspielte, erzählt der ehemalige Investmentbanker und heutige Bestsellerautor Michael Lewis auf eindrucksvolle Weise. In der wahren Geschichte über Gier und Maßlosigkeit im Herzen der Finanzwirtschaft legt er die zynischen Mechanismen der Märkte offen und erzählt von der Erfindung einer monströsen Geldmaschine: Eine Handvoll findiger Hedgefondsmanager ahnte den Zusammenbruch des Immobilienmarktes in den USA voraus und wettete gegen den Markt. Mit Erfolg.


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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Mir ging ein Licht auf. Der Chef der größten Bank der Welt ist strohdumm!", 19. Oktober 2010
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Diese Bemerkung schreibt der Autor Steve Eisman zu, der auf diese Weise ein Gespräch mit dem Chef der Bank of America über den amerikanischen Markt für minderwertige Hypotheken kommentierte. Eisman war einer der ganz wenigen Akteure in der amerikanischen Finanzwelt, der schon vor 2005 begann, massiv auf einen Zusammenbruch des Marktes für Subprime-Kredite zu wetten.

Dieses Buch schildert nicht nur die Geschichten und Einsichten dieser extremen Einzelgänger, sondern liefert damit auch den Beweis, dass die Implosion des amerikanischen Finanzsystems sehr wohl schon lange vor 2007 absehbar war. Die Schilderungen in diesem Buch lassen ganz nebenbei auch die Ahnungslosigkeit, die Korruptheit und den Grad der moralischen Verrottung dieses Systems erahnen. Wenn man bisher nicht verstehen konnte, wie genau die Krise von 2007/2008 entstand, dann erhält man mit diesem Buch ideologiefreie Einblicke in die wirklichen Zusammenhänge.

Im Text wird mehrfach das extreme Beispiel eines Erdbeerpflückers erwähnt, der ein Jahresverdienst von ungefähr 14.000 Dollar nachweisen kann und dennoch einen Hypothekenkredit von über 750.000 Dollar erhält. Wer zum Teufel, so fragt man sich, leiht denn diesem Menschen soviel Geld, wo doch sofort klar ist, dass er es so nie wieder sieht? Die Antwort ist banal und erschreckend zugleich. Leute, die solche Kredite vergaben, verkauften sie sofort an Großbanken weiter und waren damit in der Regel jedes Risiko los.

Die Großbanken wiederum packten diesen Schrott in großen Paketen zusammen und legten zur Tarnung oben ein paar gute Anleihen darüber. Dann ließen sie sich das von einer Rating-Agentur bewerten. In diesen Agenturen sitzen Leute, die wie Beamte agieren, keine wirkliche Ahnung von diesen wunderbaren Finanzinnovationen besitzen und deswegen natürlich nicht über vernünftige Bewertungsmodelle für solche Konstruktionen verfügen. In der Folge erhielten diese synthetischen Anleihen (CDOs), die zum größten Teil aus Schrottpapieren bestanden, die höchste Bewertung von AAA. Damit galten sie als risikolos. Nach ihrer Verbriefung als Wertpapier wurden sie handelbar.

Man konnte mit diesem Zeug so lange gute Gewinne machen, wie die Häuserpreise in den USA stiegen. Michael Burry, war wohl der erste bedeutende Hedgefondmanager, der sich Prospekte solcher Papiere ansah und ihre Explosivität begriff. Er verstand, dass die meisten Schrotthypotheken einen Lockzins hatten, der zwei Jahre galt. Danach setzten Marktzins und Tilgung ein. Das wiederum würde dann sofort mit ziemlicher Sicherheit zum gleichzeitigen Platzen vieler solcher Papiere führen. Doch genau dieser Vorgang war bei der Konstruktion der CDOs als sehr unwahrscheinlich angesehen worden.

Burry überlegte, wie er gegen die CDOs spekulieren kann und brachte Leute bei Goldman Sachs und der Deutschen Bank dazu, entsprechende Kreditausfallversicherungen zu konstruieren oder bei anderen zu besorgen. Jemand der eine solche Versicherung verkauft, hat damit automatisch für den Gegenwert des entsprechenden CDOs geradezustehen, wenn dieses platzt. Goldman Sachs ließ sich diese Versicherungen vom weltgrößten Versicherer, der AIG, verkaufen und gab sie weiter. Die AIG hatte aber offenbar keinen Plan, wie die CDOs wirklich aufgebaut sind und behandelte sie mit Modellen, die man für gewöhnliche Verbraucherkredite benutzt. Als man dort endlich merkte, was man eigentlich versicherte, hatte man bereits im Versicherungsfall für 50 Milliarden aufzukommen.

Die Palette erschreckender Ahnungslosigkeit auf der einen und krimineller Energie auf der anderen Seite war enorm, denn während die einen überhaupt keinen Durchblick zu haben schienen, mussten andere ganz genau wissen, dass die Bewertungen ihrer Konstruktionen ein einziger Betrug waren. Auf die Frage, wer denn diesen Schrott am Ende kaufe, antwortete ein amerikanischer Händler der Deutschen Bank, der Burry und Eismann Kreditausfallversicherungen anbot: "Düsseldorf. Die dummen Deutschen. Sie glauben an Ratingagenturen. Sie glauben an die Regeln." (S. 119).

Michael Lewis hat mit seinem Buch die ganze Bandbreite zwischen Blindheit und moralischem Verfall im amerikanischen Finanzsystem offengelegt. Dazu gehört zum Beispiel auch das Verhältnis von Eigen- und eingesetztem Fremdkapital, das sich wohl über 1 zu 30 einpegeln dürfte. Ein Verhältnis, das jenseits von Gut und Böse ist, jedoch offenbar keiner Regelung unterliegt.

Wenn man das Buch genau liest, versteht man auch, dass bei dieser Krise kaum "entfesselte Märkte" im Spiel waren. Im Gegenteil. Was sich hier abspielte, passierte in ungeregelten, völlig undurchsichtigen und manipulierten Kanälen, für die man das Wort Markt nicht benutzen will.

Obwohl man besser dran ist, wenn man wenigstens weiß, was ein CDO ist, liest sich dieses sehr gut geschriebene Buch für Interessierte mehr als spannend, weil es aus der persönlichen Perspektive von klarsichtigen Außenseitern verfasst wurde und somit den ganzen kriminellen Irrsinn, der auch den deutschen Steuerzahler noch lange beschäftigen wird, jenseits von platten Mainstream-Ansichten darstellt.

Fazit.
Ein sehr erhellendes Buch, das die amerikanische Subprime-Krise aus der Sicht von Leuten schildert, die massiv und erfolgreich auf den Zusammenbruch des Hypothekenschwindels spekuliert haben.
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der große (Aus)Verkauf, 22. Oktober 2010
Um es kurz zu machen: Das Buch ist einfach Megaklasse. Es liest sich wie ein Roman, an manchen Stellen bildhaft wie ein Comic und der Erkenntnisgewinn ist riesig. Michael Lewis beschreibt seine Protagonisten sehr anschaulich. Ihre Handlungen, ihre Wandlungen, ihre Erkenntnisse und ihre Urteile. Und diese fallen mehr als eindeutig aus. Was auffällt ist, dass in dem Buch an mehreren Stellen von "den dummen Deutschen in Düsseldorf" die Rede ist. Und das Urteil über die Händler, die Rating Agenturen, die Investmentbanken fällt dazu wirklich nicht besser aus. Aber was noch mehr auffällt ist, dass selbst die handelnden Akteure offenbar selbst das herannahende Unheil nicht gesehen haben, oder vielmehr nicht sehen wollten. Zum Beispiel beschreibt Lewis sehr anschaulich ein Treffen von 7.000 Händlern und Akteuren in Bezug auf den Handel mit den "Schrottanleihen", die alle nur in eine Richtung dachten: Aufwärts! Das es auch mal abwärts gehen könnte, entsprach offenbar nicht ihrer Gedankenwelt. Nur mehr eine Handvoll von Beteiligten hat "schon" im Januar 2007 in die andere Richtung gedacht. Von der großen Mehrheit verachtet, verspottet und im wahrsten Sinne des Wortes für verrückt erklärt, haben sie sich trotzdem in Ihren Ansichten und Handlungen nicht beirren lassen. Dass sie an der Krise auch noch prächtig verdienen würden, hat damals noch niemand geahnt.

Das Buch ist auch für den "Laien" durchaus verständlich. Es ist in der deutschen Übersetzung sehr anschaulich geschrieben. Der zum Teil ironische, manchmal auch etwas sarkastische Witz verleitet wirklich zum Lachen. Wenn der Hintergrund und die folgenden Ereignisse nicht so traurig wären. Und an anderen Stellen liest man die Ausführungen mit großen Augen und offenem Mund. So offen wird hier von sprichwörtlichem "Betrug" geschrieben, dass einem die Spucke wegbleibt. Insgesamt also auch zu dem Lehrmaterial noch eine Spitzenlektüre mit hohem Unterhaltungsgewinn.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Begeisterung! (Doch die Täuschungen gehen weiter), 4. November 2010
Ein großes Lob für dieses Buch, weil es auf der einen Seite das erste Buch ist, das tatsächlich die genauen Details der Konstruktion der CDOs erläutert und auf der anderen Seite aus Sicht derjenigen geschrieben ist, die früh erkannt haben, dass da etwas nicht stimmen kann.

Ich hatte im Zuge der Krise stets gedacht, es gäbe da viele Spezialisten, die genau wüssten, was abläuft, nur dass ich nicht an sie heran komme. Jetzt ist mir dieser Zahn gezogen. Niemand wusste etwas Genaues. Das macht dann auch die Faszination dieses Buches aus, diese Schilderung der Suche nach den Fakten.

Großartig ist auch die Schilderung der Short-Spekulanten. Man muss schon ein Mensch und ein Charakter wie Eisman oder Burry sein, um so etwas zu machen. Und ich weiß genau, dass 99,9% aller Marktinteressierten weder so sind noch so sein wollen. Tragisch auch der Ausgang für diejenigen, die alles als Erste gewusst haben: Sie sind fortan Außgestoßene. "Dabei war nichts anderes passiert, als dass er Recht behalten und die Welt sich geirrt hatte und die Welt ihn dafür hasste."

Für die Normalos wird es sich deshalb auch zukünftig als besser erweisen, sich erneut auf der falschen Seite zu befinden. Von daher irritiert das große Lob für dieses Buch sehr. Die Täuschungen gehen also unvermindert weiter.
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