Die junge Dame mit der so eigentümlichen Reibestimme, eine Mixtur aus Rod Steward, Nina Simone und Aretha Franklin, ist wieder da. Der kurze, prägnante Titel ihrer Neuveröffentlichung ist 'Big' und so scheint sich Chanteuse auch zu fühlen, selbstsicher und voller Optimismus ob der eigenen Möglichkeiten. Vorbei die quälenden Zweifel und Seele-schürfenden Selbstfindungsprozesse, die beide letzten Alben charakterisierten, zurück zu den Anfängen ihrer Debüt-CD 'On How Life Is', ihre neue CD 'Big' fängt damit an, eine alte Beziehung zu beenden und neu zu starten. Auf dem Eröffnungstrack "Finally Made Me Happy" wird sie von einer skat-freudigen Natalie Cole unterstützt, mit großem Gospel-Piano und einem eindringlichen Refrain singt Macy: "You finally made me happy when you walked out that door". 'Big' ist wahrscheinlich das souligste Album, dass die eigenwillige Künstlerin bis dato vorgelegt hat und dies tut den 13 Tracks, die alle von will.i.am, Ron Fair und Macy selbst produziert wurden, nur gut. Die Grammy-Gewinnerin sicherte sich bei ihren Ausflügen in Funk-, Pop- und Jazzgefilde auch die Dienste von Justin Timberlake, Damien Elliott und der Sängerin Fergie. Über verlorene Liebe auf "Shoo Be Doo", über allein erziehende Mütter auf "What I Gotta Do", bis zu Glück auf "Ghetto Love" und Hoffnung auf "One For Me", alles mit einer gehörigen Portion Ironie und schwarzem Humor gewürzt, dies ist eine rundweg gelungene Mischung feinster Soul-Musik, einer der wohl einzigartigsten Stimmen des Genres. Eine endrucksvolle Rückkehr ins Rampenlicht!