Sie haben die Wahl: Dieser Titel erscheint in verschiedenen Versionen.- Erleben Sie diesen Film und weitere Hollywood Hits in neuer umweltfreundlicher Verpackung zu einem tollen Preis. Hier erfahren Sie alles über die neue exklusive Green Collection.
|
![]() |
Produktinformation
|
Edwards Sohn Will (Billy Crudup) sitzt am Totenbett seines Vaters, hat aber wenig Geduld mit den Fabeln des alten Mannes, weil er glaubt, dass diese Geschichten ihn stets davon abgehalten haben, seinen Vater wirklich kennen zu lernen. Burton stürzt sich mit Wonne in Blooms Vorstellungswelt und schickt den zielstrebigen jungen Mann in einen Spukwald, eine paradiesische Südstaaten-Kleinstadt, einen Wanderzirkus und noch einiges mehr. Das Ergebnis ist ein herrlich süßes, aber dank Burtons düster-intelligenter Handschrift niemals überzuckertes Filmvergnügen. --Bret Fetzer
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Der Film entstand nach dem gleichnamigen Roman von David Wallace. Er erzählt die Geschichte des Willi Bloom (Billy Crudup), der schon seit drei Jahren mit seinem Vater zerstritten ist. Er ist nach Paris geflohen und arbeitet dort als Nachrichtenredakteur. Er wird dabei täglich mit Fakten konfrontiert und kann so aus der Märchenwelt seines Vaters entfliehen. Der Vater (Albert Finney) liebt es über alle Maßen Geschichten zu erzählen, die sich ausschließlich um ihn und seine merkwürdigsten Heldentaten drehen. Und das Schlimme ist, es sind immer wieder dieselben Geschichten. Doch jetzt liegt der alte Herr im Sterben, sein Sohn eilt mit seiner schwangeren französischen Frau (Marion Cotillon) an das Sterbebett, um einen letzten Versuch der Versöhnung zu unternehmen, weil er herausfinden will, wer dieser Edward Bloom wirklich ist.
Glaubt man diesem Edward Bloom, dann hat er als junger Mann (Ewan McGregor) gemeinsam mit einem Riesen seine Heimatstadt verlassen, in einem Märchenwald gegen mordlüsterne Fabelwesen wie Killerspinnen, inmitten lebhafter Vegetation gekämpft, hat mit einem wahrhaftigen Wehrwolf im Zirkus gelebt, seiner geliebte Ehefrau Sandra (Alison Lohman/Jessica Lange) mit Unmengen gelber Narzissen (10.000) den Kopf verdreht. Dann hat er mit dem Ehering seiner Frau einen legendären großen Fisch gefangen, den Zweiten Weltkrieg im Alleingang gewonnen, eine Nacht auf dem Grund eines Sees im Auto verbracht, wo er dann einer Meerjungfrau begegnet und noch viele, viele andere wundersame Geschichten erlebt.
Sein Sohn Will rekapituliert mit großer Energie all diese bizarren, unglaublichen Geschichten, will mit aller Gewalt wenigstens kleinste Spuren von Realität in diesen märchenhaften Lügengeschichten entdecken. Der faktengläubige Sohn beginnt zum Schluss auch an die befreiende Macht der Phantasie zu glauben. Und er erkennt schließlich, dass man sich mit solchen „Lappalien" wie der „Wirklichkeit" gar nicht erst aufzuhalten braucht, wenn man einen solchen Menschen wie Edward Bloom verstehen und lieben will.
Der Regisseur macht sich mit solch einer Begeisterung an die Sache heran, als ginge es um sein eigenes Leben. In gewisser Weise ging es ihm auch darum, denn in einem Interview mit Tom Tyker hat der sich von seinen Eltern entfremdete Burton erzählt, dass er mit „Big Fish" den „Tod seines Vaters verarbeitet habe". Vor wenigen Monaten ist er selbst Vater geworden.
Und eine überwältigende Märchenwelt überrascht den Zuschauer als Pointe am Grab des Vaters. Die Märchenfiguren, die Will Bloom für Fantasiegebilde hielt, tauchen plötzlich auf: der Riese, der Zirkusdirektor, der Dichter und die siamesischen Zwillinge.
Dieser Film ist Familiendrama und Fantasyfilm zugleich, eine rührende Familiengeschichte von einzigartiger Originalität, der ein Leben über die Zauberei zur Legende macht. Und da er keine „Effektorgie", ist stellt er einen wahren Kinotraum dar, in den sich auch der Zuschauer verlieben kann.
Zudem würde ich empfehlen, diesen Film im Original zu schauen (was eigentlich IMMER besser ist als die deutsche Synchronisation), denn Ewan McGregor ist ein Schauspieler, der viel durch seine Stimme vermittelt. Er hat eine ganz eigene Stimme und Art zu sprechen und gerade das macht den "jungen Vater" noch einen Tick symphatischer!
|
|
|