Ist das Universum ewig und unveränderlich oder hatten Raum und Zeit einen Anfang? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden.
Inzwischen hat sich diesbezüglich das Urknallmodell weitgehend durchgesetzt - die Vorstellung, dass sämtliche Materie und Energie vor Milliarden von Jahren an einem einzigen Punkt konzentriert waren, und aus dieser Singularität heraus expandierten, wobei Raum und Zeit erst entstanden.
Die Entwicklung dieser Theorie steht im Mittelpunkt des vorliegenden Buches. Simon Singh folgt dem Weg der Astronomie von den Anfängen in der Antike bis in die Gegenwart. Große Namen tauchen auf - wie Newton und Einstein - aber auch Persönlichkeiten, die der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sind, haben zur Entwicklung einer neuen Sicht unserer Welt beigetragen. Der Autor flicht auch immer wieder Anekdoten aus dem Leben der beteiligten Forscher ein, und das, ohne sich in langwierige Schilderungen aus deren Biographie zu vertiefen.
An Hand des Urknallmodells wird auch erläutert, wie Wissenschaft generell funktioniert, wie wissenschaftliche Theorien entwickelt werden, sich bewähren müssen und sich letztendlich durchsetzen oder scheitern.
Am Ende jedes Kapitels findet sich eine jeweils 2-seitige Zusammenfassung, welche dessen wichtigste Inhalte auf nette Weise noch mal verdeutlicht.
Ein weiteres Plus sind die vielen - zum Schmunzeln wie auch zum Nachdenken anregenden- Zitate berühmter Persönlichkeiten, die sich am Beginn jedes Kapitels sowie in einem eigenen Schlussteil unter dem Titel "Was ist Wissenschaft" befinden.
Insgesamt also ein sehr gelungenes Werk, das interessante Einblicke in die Astronomie bietet.